20.04.2018

Von Ambrosia-Kontrolle bis Bakterien-Sensorik


Fribourg. Am Donnerstag, 19.04.2018 empfing die Math.-Nat. und Med. Fakultät Nationalrätin Frau Ursula Schneider Schüttel aus Bern zu Besuch. Frau Schneider Schüttel kam damit einer Einladung von Fakultätsverwalterin Frau Dr. Franziska Heyna nach, welche diese an der letzten Diplomfeier ausgesprochen hatte. Der Dekan der Fakultät, Herr Prof. Christian Bochet, leitete den Empfang und nutzte die Gelegenheit, um die Fakultät vorzustellen und einen Einblick in ihre Entwicklung in den letzten Jahren, in laufende Projekte sowie einen Ausblick über die Aktivitäten in der näheren Zukunft zu geben.

Auf dem Programm stand dabei auch eine Besichtigung zweier Forschungslabors an der Fakultät:

  1. Das Labor der Forschungsgruppe um Prof. Heinz Müller-Schärer (Departement für Biologie) beschäftigt sich im Rahmen des Bereichs “Ecology & Evolution” mit den Themen Pflanzeninvasion, Ausbreitung (range extension) und biologische Kontrolle. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht dabei die Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), die ihren Ursprung in Nordamerika hat und zu den prominentesten invasiven Fremdpflanzenarten in Europa zählt. Die hohe Konzentration von Ambrosia-Pollen in der Luft in weiten Teilen Europas führt im Spätsommer immer wieder zu starken allergischen Reaktionen und Heuschnupfen-Symptomen in der Bevölkerung, und spielt dadurch auch immer mehr eine Rolle in der Gesundheitspolitik. Als Unkraut hat die Ambrosie zudem einen erheblichen Einfluss in der Landwirtschaft, vor allem in Sonnenblumenkulturen. Der negative Einfluss der Ambrosie wird sich aufgrund der durch den Klimawandel zunehmenden Verbreitung noch verstärken. Eine nachhaltige Kontrolle der Ambrosia-Ausbreitung ist daher ein weiterer Forschungsschwerpunkt. Mehr Informationen zur Forschungstätigkeit von Prof. Müller-Schärer finden Sie unter http://www3.unifr.ch/bio/groups/mueller-schaerer.
     
  2. Beim Besuch der Forschungsgruppe von Prof. Katharina M. Fromm am Departement für Chemie erfuhr Nationalrätin Schneider Schüttel über die Anwendung von eingekapselten Silbernanoteilchen und Silberverbindungen im Bereich der antimikrobiellen Beschichtung von Hüft- und Knieimplantaten, sowie über die Entwicklung eines neuen, patentierten Bakteriensensors in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe von Prof. Christian Bochet. Auch von der Grundlagenstudie zur Silberresistenz, wie der Entwicklung neuer silberhaltiger Wundgele und Zahnbehandlungen zeigte sich die Nationalrätin beeindruckt. Bei einem Rundgang durch die Labore erfuhr Frau Schneider Schüttel auch mehr zu den Projekten über Vorläufermaterialien für Supraleiter, lumineszenten Materialien und der Entwicklung neuer Batteriematerialien und –komponenten. Weitere Informationen zur Forschungsgruppe von Prof. Katharina M. Fromm finden Sie unter http://frommgroup.ch.

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte ans Dekanat (scimed@unifr.ch).