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URKATASTROPHE

Die Erfahrung des Krieges 1914 – 1918 im Spiegel zeitgenössischer Theologie

(zusammen mit Karl Pinggéra)

 

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    Mit Recht hat man den Ersten Weltkrieg als die „europäische Urkatastrophe“ bezeichnet. Denn in nur vier Kriegsjahren sank im mittel- und osteuropäischen Raum (und weit darüber hinaus im Nahen und Mittleren Osten) unwiederbringlich eine ganze Welt in Trümmer – mit unabsehbaren Konsequenzen bis in unsere heutigen Tage.

    Wie hat während des Krieges und in den Jahren danach die vor allem von deutschen Gelehrten dominierte Theologie hierauf zu antworten versucht? – Dieser Frage spüren die in vorliegendem Buch versammelten Aufsätze aus historischer wie systematischer Perspektive nach.

    Inhaltsverzeichnis

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PROJEKTION ALS INSPIRATION

Versuch einer phänomenologischen Reformulierung des Offenbarungsbegriffs

2015, Herder Freiburg i.Br.

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    Ist Religion nicht Projektion? Redet der religiöse Mensch, wenn er von Gott spricht, nicht vor allem von sich selbst?

    Statt dieser Kritik eine Apologie entgegenzusetzen, nimmt die vorliegende Studie sie ernst und macht sie fruchtbar. In der Tat: Religion ist Projektion! Auch und gerade die biblischen Offenbarungsurkunden speisen sich aus visionärer Einbildung und kreativer Imagination, auch sie sind „in Wahrheit erfunden“. Es scheint, daß sie darin mit der Kunst in Berührung kommen, die ja ebenfalls die Welt nicht einfach abbildet, sondern ungewohnte Zusammenhänge sichtbar macht: Man gewinnt einen neuen Blick für die Dinge; man sieht, wofür man bislang kein Auge hatte.

    Bei genauerer Analyse setzt der ursprünglich religionskritisch konzipierte Projektionsbegriff ein Potential frei, das auszuschöpfen für eine Reformulierung des theologischen Offenbarungsbegriffs von erstaunlicher Innovationskraft ist. In diesem Sinne ist die vorliegende Studie als ein vielstimmiges Gespräch zwischen erkenntnistheoretischen, strukturontologischen, mythologischen, ästhetischen und therapeutischen Positionen konzipiert, in welchem nicht nur die Religionskritik der Theologie, sondern auch die Theologie der Religionskritik viel zu denken gibt.

    Inhaltsverzeichnis und Leseprobe (S.220-241)

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FEUERBACH WEITERDENKEN

Studien zum religionskritischen Projektionsargument

Reihe: Religion - Geschichte - Gesellschaft, Band 51

2014, LIT Verlag

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    Wohl kaum ein kritischer Einwand gegen den biblischen Gottesgedanken besitzt bis heute für die Gebildeten unter seinen Verächtern eine solch schlagende Überzeugungskraft wie der von Ludwig Feuerbach formulierte und später von Marx, Nietzsche und Freud in modifizierter Form übernommene Vorwurf der Projektion. Ist damit hinsichtlich des Gottesgedankens aber schon alles gesagt? Könnte es sich nicht vielleicht gerade umgekehrt verhalten, daß das dezidiert projektive Moment biblischen Gottdenkens auf eine Wirklichkeit verweist, die größer ist als der Mensch selbst?

    Inhaltsverzeichnis (S. 5-10)

    Leseprobe: "Blickt man lange ins Dunkle ..." Über Projektion, Inspiration und Offenbarung (S. 15-33)

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WELT ALS GABE

Hermeneutische Grenzgänge zwischen Theologie und Phänomenologie

Jerusalemer Theologisches Forum, Band 26

2013, ASCHENDORFF VERLAG

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    Jerusalem ist durch das Bekenntnis zur Menschwerdung des Logos in einzigartiger Weise Ursprungsort der wohl umfassendsten Zentralperspektive auf Welt, Mensch und Gott. Zugleich ist diese Stadt durch die Geschichte hindurch immer aber auch Inbegriff einer Zersplitterung dieser Zentralperspek­tive gewesen. So prekär diese Einsicht ist, so bedeutsam ist sie für die Theologie. Denn sie nötigt den Theologen, das Hetero­gene und Fremde, seinem eigenen Bekenntnis Nicht-Synthetisier­bare zu re­spek­tieren, ohne doch von der Hoffnung zu lassen, im Anderen könne das Eigenste aufleuchten: Christus, und im Eigenen das Fremde, Verfemte des in Christus offenbar gewordenen Gottes.

    Um diesen Zusammenhängen näher auf den Grund zu gehen, legt sich eine Form des Denkens nahe, die sich der Phänomenologie verpflichtet weiß und sich deshalb um die Kunst hermeneutischer Vermittlung zwischen den verschie­denen Kulturen und Traditionen, philosophischen wie theologischen Denkstilen bemüht. In drei großen Angängen (Gebet – Offenbarung – Biographie) soll hier eine solche Art existen­tieller Grenzgängerschaft erprobt werden.

    Joachim Negel, Dr. theol. habil., war von 2004 bis 2009 Studien­dekan des Theologischen Studienjahres Jerusalem. Die hier vor­gelegten Aufsätze und Vorlesungen dokumentieren die theologische Arbeit seiner fünf Jerusalemer Jahre.

    Inhaltsverzeichnis

    Leseprobe 1 (Auszug aus "Anstelle einer Einleitung")

    Leseprobe 2 ("Zweite Naivität")

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FIGUREN DER OFFENBARUNG

Biblisch – Religionstheologisch – Politisch

(zusammen mit Margareta Gruber OSF)

Jerusalemer Theologisches Forum, Band 24

2012, Aschendorff Verlag

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    Offenbarung ... was ist das? Hat man es hier mit Visionen, Auditionen und Divinationen, also mit unmittelbaren Widerfahrnissen des Heiligen zu tun? Oder verhält es sich nicht eher so, dass die Gegenwart der Gottheit uns immer nur im Spiegel von Sprache und Kultur, Tradition und Reflexion zugänglich wird? Sollte Letzteres zutreffen, muss man freilich zugeben, dass von Gott anders als vermittels menschlichen Zeugnisses nichts gewusst werden kann. Welche Konsequenzen aber hat diese Einsicht für die Theologie insgesamt?

    Die hier versammelten „Ökumenischen Beiträge aus dem Theologischen Studienjahr Jerusalem“ verfolgen diese Fragen aus der Perspektive der Bibelwissenschaften und der hermeneutischen Religionstheologie; außer Frage steht, dass dabei vom politischen Kontext, in welchem die menschliche Gottrede angesiedelt ist, nicht abstrahiert werden kann.

    Der Band dokumentiert das vielfältige Themenspektrum und die Diskussionskultur im „Theologischen Studienjahr Jerusalem“, einem seit 1973 bestehenden ökumenischen Ausbildungs- und Forschungsprogramm für deutschsprachige Studierende der Theologie in Jerusalem.

    Inhaltsverzeichnis

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AMBIVALENTES OPFER

Studien zur Symbolik, Dialektik und Aporetik eines theologischen Fundamentalbegriffs

2005, Ferdinand Schöningh

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    Das Opfer: ein elementares, doch schwer verständliches, oft gar als anstößig empfundenes Phänomen menschlicher Kultur. Das Christentum ist hier ambivalent. Zwar will es die frühjüdischen und heidnischen Opferkulte definitiv überwunden haben; doch hat es mit dem Sterben Jesu die Idee des Opfers erhöht wie keine Religion zuvor. Und der Opferbegriff (Stichworte "Kreuzesopfer" und "Messopfer") ist zwar eine Fundamentalkategorie christlicher Gottrede, wurde aber in den letzten Jahrzehnten gerade von theologischer Seite massiv problematisiert.

    Hier setzt die Arbeit ein. Sie stellt den Opferbegriff der christlichen Tradition nach Art einer theologischen Symbolik exemplarisch dar und analysiert ihn theologiegeschichtlich und systematisch - von Augustin über Anselm bis ins 20. Jh. (E. Przywara, K. Rahner, H.U. v. Balthasar, O. Casel, R. Guardini) - auf seine verschiedenen Aspekte hin. In einem zweiten, religionskritischen Schritt wird die dem Opferbegriff innewohnende Dialektik erörtert. Hier kommen neben den "Meistern des Verdachts" (Marx, Nietzsche, Freud) gerade auch die durch die aktuelle Gewaltdebatte (René Girard) vorgebrachten Einwände sowie die der feministischen und politischen Theologie zu Wort. Schließlich wird in einer dritten Studie mithilfe der Philosophie Georges Batailles der Frage nachgegangen, wie die offensichtlichen Aporien, in die der Opferbegriff sowohl theologisch und anthropologisch führt, auf produktive Weise überwunden werden können. Dabei kommt neben der Unverzichtbarkeit dieses Begriffs erneut seine grundlegende Ambivalenz an den Tag. Gerade sie gilt es ernstzunehmen, will die christliche Gottrede nicht ihr ureigenes Thema verfehlen: die Frage, ob und (wenn ja) wie in einer heillosen Welt sinnvoll von Heil gesprochen werden kann.

    Inhaltsverzeichnis

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