Transdiziplinäres Doktoratsprogramm

Migration and Postcoloniality Meet Switzerland

 

Ziel und Zweck

Das Doktoratsprogramm versteht sich als Beitrag zu den schnell wachsenden Forschungsfeldern der Migration und der Postcolonial Studies in der Schweiz. Es richtet sich an Doktorierende der Geschichte, Politikwissenschaften, Soziologie, Sozialanthropologie und Ethnologie, sowie der Kultur-, Religions- und Rechtswissenschaften. Das Programm bildet ein interdisziplinäres Netzwerk von Doktorierenden und Wissenschaftler*innen, das über institutionelle Grenzen hinweg reicht.

Beim Doktoratsprogramm handelt es sich nicht so sehr um ein festes Curriculum mit aufeinander aufbauenden Veranstaltungen, sondern um ein zusätzliches, innovatives Ausbildungsangebot. Es soll Doktorierenden ermöglichen, sich mit aktuellen methodischen und theoretischen Debatten auseinanderzusetzen und Kenntnisse und Erfahrungen auszutauschen.

 

Themen

Die thematische Ausrichtung des Doktoratsprogramms ist breit und reicht von Fragen der Ein- und Ausgrenzung, der Mobilität und Personenfreizügigkeit bis zu Einbürgerungspolitiken und Diskriminierungspraktiken. Auch gilt es, die heutige Immigration (nach Europa) wie auch die frühere Emigration (aus Europa) im Kontext der postkolonialen Gegenwart und der kolonialen Vergangenheit zu betrachten. Eine solche Perspektive über Verstrickungen, Abhängigkeiten und Verbindungen zwischen Migration und Kolonialismus trägt zum Verständnis von laufenden Debatten über die Migrationspolitik bei. Mit dem Fokus auf eine Vielzahl von Themen, die in Zusammenhang mit Migration und Postkolonialität stehen, leistet das Programm auch einen Beitrag zur Forschung über die Konstruktion von Differenzen und Alterität. Damit werden nicht nur gegenwärtige Herausforderungen an Gesellschaft und Politik angesprochen, sondern auch neue Fragestellungen aufgeworfen und zusätzliche Forschungsperspektiven eröffnet.

 
Trägerschaft und Partneruniversitäten

Das von Swissuniversities finanzierte Doktoratsprogramm "Migration and Postcoloniality Meet Switzerland" wird vom Studienbereich Zeitgeschichte an der Universität Freiburg getragen, als Partneruniversitäten fungieren die Universitäten Bern, Basel, Luzern, Neuchâtel, Zürich und die ETH Zürich. Doktorierende dieser Universitäten erhalten finanzielle Unterstützung bei ihrer Teilnahme an den Veranstaltungen des Programms. Die Tagungskosten (inkl. Übernachtung und Verpflegung) werden im Rahmen des Doktoratsprogramms gedeckt, die Anfahrtskosten durch die jeweiligen Heimuniversitäten. Ebenso werden Studierende der Universität Freiburg dazu eingeladen, an Doktoratsprogrammen der Partneruniversitäten teilzunehmen.

 

Mitgliedschaft

Mitglieder des Doktoratsprogramms sind eingeladen, an sämtlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Sie erhalten die Möglichkeit, ihr Dissertationsprojekt an einem Workshop vorzustellen und dieses mit namhaften Experten*innen aus dem In- und Ausland zu diskutieren. Im Gegenzug wird von den Mitgliedern erwartet, dass sie mindestens einmal pro Jahr an einer Veranstaltung teilnehmen und ihr Projekt während ihrer Mitgliedschaft einmal an einem Workshop präsentieren.

 

Aktuelle Veranstaltungen

Herbstworkshop: 25. & 26. Oktober 2018

Der Herbstsworkshop findet am 25. und 26. Oktober 2018 bereits zum fünften Mal statt und hat sich mittlerweile als anerkannte Austauschplattform für Doktorierende sowie Forscherinnen und Forscher in den Feldern der Migration und der Postcolonial Studies in der Schweiz etabliert. Veranstaltungsort ist diesmal das Centre Loewenberg in der Nähe von Murten. Der Herbstworkshop bietet den Mitgliedern die Möglichkeit, ihre Dissertationsprojekte vor einem fachkundigen Publikum zu präsentieren. Sie erhalten anschliessend auch ein persönliches Feedback von einer*m für ihr Forschungsvorhaben ausgewiesenen Expertin*en.

 

Das detaiilierte Programm finden Sie hier:

 

Programm

 

Bewerbung: Doktorierende, die Mitglied im Doktoratsprogramm "Migration and Postcoloniality Meet Switzerland" werden und am Herbstworkshop teilnehmen möchten, können sich bis zum 31. August 2018 bei der Koordinatorin des Programms Linda Ratschiller bewerben.

 

 

  • Beteiligte Professor/innen
    • Prof. Samantha Besson (Rechtswissenschaften, Universität Freiburg)
    • Prof. Nada Boškovska (Osteuropäische Geschichte, Universität Zürich)
    • Prof. Gianni D’Amato (Migration and Citizenship Studies, Université de Neuchâtel)
    • Prof. Harald Fischer-Tiné (Geschichte, ETH Zürich)
    • Prof. Edgar Forster (Erziehungswissenschaften, Universität Freiburg)
    • Prof. François Gauthier (Religionswissenschaften, Universität Freiburg)
    • Prof. Patrick Kury (Geschichte, Universität Luzern)
    • Prof. Madeleine Herren-Oesch (Geschichte, Universität Basel)
    • Prof. Oliver Krüger (Religionswissenschaften, Universität Freiburg)
    • Prof. Martin Lengwiler (Geschichte, Universität Basel)
    • Prof. Aram Mattioli (Geschichte, Universität Luzern)
    • Prof. Francesca Poglia Mileti (Soziologie, Universität Freiburg)
    • Prof. Anne-Françoise Praz (Zeitgeschichte, Universität Freiburg)
    • Prof. Patricia Purtschert (Gender Studies, Universität Bern)
    • Prof. Reinhard Schulze (Islamwissenschaft, Universität Bern)
    • Prof. Brigitte Studer (Geschichte, Universität Bern)
    • Prof. Siegfried Weichlein (Zeitgeschichte, Universität Freiburg)
  • Vollmitglieder
    • Dina Bader (Sozialwissenschaften, Université de Neuchâtel)
    • Rosalyn Baldonado Eder (Erziehungswissenschaften, Universität Freiburg)
    • Simone Bleuer (Zeitgeschichte, Universität Freiburg)
    • Dora Borer (Religionswissenschaften, Universität Basel)
    • Lisa Borrelli (Soziologie, Universität Bern)
    • Jovita dos Santos Pinto (Gender Studies, Universität Bern)
    • Marino Ferri (Kulturwissenschaften, Universität Luzern)
    • Irma Gadient (Zeitgeschichte, Universität Freiburg)
    • Andreas Greiner (Geschichte, ETH Zürich)
    • Judith Grosse (Geschichte, ETH Zürich)
    • Flavia Grossmann (Geschichte, Universität Basel)
    • Diletta Guidi (Religionswissenschaften, Universität Freiburg)
    • Sarah Hagmann (Geschichte, Universität Basel)
    • Karin Hostettler (Gender Studies, Universität Basel)
    • Susanne Kammerer (Gender Studies, Universität Zürich)
    • Meral Kaya (Gender Studies, Universität Bern)
    • Sarah Khayati (Islamwissenschaft, Universität Basel)
    • Faten Khazaei (Gender Studies, Université de Neuchâtel)
    • Tomislava Kosic (Osteuropäische Geschichte, Universität Zürich)
    • Philipp Krauer (Geschichte, ETH Zürich)
    • Moritz Mähr (Technikgeschichte, ETH Zürich)
    • Barbara Miller (Zeitgeschichte, Universität Freiburg)
    • Jonathan Pärli (Zeitgeschichte, Universität Freiburg)
    • Lea Pfäffli (Technikgeschichte, ETH Zürich)
    • Linda Ratschiller (Zeitgeschichte, Universität Freiburg)
    • Tiphaine Robert (Histoire Contemporaine, Université de Fribourg)
    • Angela Sanders (Migration and Population Studies, Université de Neuchâtel)
    • Anja Suter (Geschichte, Universität Basel)
    • Nicolas Thorens (Soziologie, Universität Freiburg)
    • Philipp Valentini (Vergleichende Religionsgeschichte, Universität Freiburg)
    • Felix Wirth (Zeitgeschichte, Universität Freiburg)
    • Winne Wong (Erziehungswissenschaften, Universität Freiburg)
    • Anna Wyss (Soziologie, Universität Bern)
  • Assoziierte Mitglieder
    • David Chemeta (Sprachwissenschaften, Universität Potsdam/Université de Strasbourg)
    • Oleksii Chebotarov (Russian Culture and Society, Universität St. Gallen)
    • Julien Debonneville (Gender Studies, Université de Genève)
    • Claas Henschel (Geschichte, Universität Augsburg)
    • Elisabeth Janik (Doktoratskolleg Galizien und sein multikulturelles Erbe, Universität Wien)
    • Sonja Moghaddari (Anthropology and Sociology of Development, The Graduate Institute Geneva)
    • Philipp Schäfer (Soziologie/Ethnologie, Universität Konstanz)
    • Natalie Schwarz (Sozialwissenschaften, Université de Lausanne)
    • Eric Essono Tsimi (Intercultural Communication, Université de Lausanne)
    • Nadiye Ünsal (Soziologie, Justus-Liebig-Universität Giessen)
    • Sophie Vögele (Soziologie, York University Toronto)
  • Ehemalige Mitglieder
    • Moritz von Brescius (Geschichte, University of Cambridge/Universität Freiburg im Breisgau)
    • Nathalie Faoro (Vergleichende Politik, Universität Zürich)
    • Dirk Fischer (Zeitgeschichte, Universität Freiburg)
    • Anja Früh (Europastudien, Universität Freiburg)
    • Teresia Gordzielik (Europarecht und Europäisches Migrationsrecht, Universität Freiburg)
    • Rody Klein (Erziehungswissenschaften, Université de Genève)
    • Helga Rathjen (Kulturwissenschaften und Ethnologie, Universität Bremen)
    • Lawrence Wiget (Politikwissenschaften und Internationale Beziehungen, Université de Genève)
    • Mirjam Zbinden (Gesellschafts-, Kultur- und Religionswissenschaften, Universität Freiburg)

 

Bisherige Veranstaltungen

  • Public Lecture & Kolloquium mit Walter Mignolo, 23.–24. Mai 2018, Universität Freiburg: Flyer & Programm
  • Tagung "Migration and Socio-Political Innovation", 2. März 2018, Universität Freiburg: Programm
  • Herbstworkshop, 12.–13. Oktober 2017, Schloss Münchenwiler: Programm
  • Public Lecture & Kolloquium mit Matthias Middell, 26.–27. April 2017, Universität Freiburg: Flyer & Programm
  • Herbstworkshop, 6.–7. Oktober 2016, Schloss Münchenwiler: Programm
  • Kolloquium mit Maria do Mar Castro Varela und Nikita Dhawan, 22. April 2016, Universität Freiburg: Programm
  • Herbstworkshop, 1.–2. Oktober 2015, Centre Loewenberg, Murten: Programm
  • Public Lecture & Kolloquium mit Saskia Sassen, 22.–23. April 2015, Universität Freiburg: Flyer & Programm
  • Kick-Off Workshop, 2.–3. Oktober 2014, Centre Loewenberg, Murten: Programm

Kontakt

Für weitere Fragen steht Ihnen die Koordinatorin des Programms gerne zur Verfügung:

linda.ratschiller(at)unifr.ch

Leitungsteam

  • Prof. Damir Skenderovic
  • Prof. Christina Späti
  • Dr. Francesca Falk

Bewerbung

Um sich als Mitglied beim Doktoratsprogramm zu bewerben, bitten wir Sie folgende Unterlagen an die Koordinatorin des Programms zu mailen linda.ratschiller(at)unifr.ch:

  • ein Abstract Ihres Dissertationsprojekts (max. eine halbe A4 Seite)
  • eine Kurzbiografie
  • Angaben zu Ihrer institutionellen Anbindung