Projets en cours

Recherches interdisciplinaires

  • Kinder fördern – eine interdisziplinäre Studie zum Umgang mit ADHS

    Kinder fördern – eine interdisziplinäre Studie zum Umgang mit ADHS

    Projektpartner:
    Institut für Familienforschung und -beratung der Universität Freiburg, Zentrum für Gesundheits­wissen­schaften der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und Collegium Helveticum in gemeinsamer Träger­schaft der ETH und der Universität Zürich

    Leitung/Koordination:
    Dr. iur. Sandra Hotz, Institut für Familienfor­schung und -beratung, Universität Freiburg, Amrei Wittwer, Dr. sc. ETH, Collegium Helveticum in gemeinsamer Trägerschaft von Universität Zürich und ETH Zürich.

    Projektförderung:
    Stiftung Mercator Schweiz, Mai 2015-2017

    Wie können und sollen Kinder mit Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen gefördert werden? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Universität Freiburg, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und des Collegium Helveticum hinterfragen in einem neuen Forschungsprojekt die Praxis der vermehrten Diagnose und medikamentösen Behandlung von Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen kritisch und untersuchen alternative Behandlungsmethoden. Im Projekt arbeiten Forschende aus den Disziplinen Gesundheitswissenschaften, Psychologie, Pharmazie, Soziologie, Recht und Ethik zusammen. Fachlich unterstützt und beraten werden sie durch Expertinnen und Experten aus der Kinder und Jugendpsychiatrie, Medizin, Bildungsforschung und Schulentwicklung. Unterstützt wird die interdisziplinäre Studie durch die Stiftung Mercator Schweiz.
    Das Kindeswohl gilt in der Schweiz in einem umfassenden Sinne: Es hat Vorrang vor allen anderen Interessen. Massnahmen im Rahmen des Bildungssystems und Gesundheitswesens, die dem Entwicklungspotenzial von Kindern nicht ausreichend Rechnung tragen, bedürfen deshalb einer kritischen Prüfung da sie rechtswidrig sein könnten. Das Forschungsprojekt möchte eine wissenschaftliche Grundlage für die ganze Schweiz erarbeiten und dabei u.a. klären, ob beziehungsweise unter welchen Voraussetzungen die Therapie von Kindern mit Aufmerksamkeits­störungen dem Kindeswohl entspricht. Es soll aufzeigen, ob die aktuelle Praxis überdacht werden muss und welche gesellschaftlichen und politischen Änderungen nötig sein könnten. Konkret untersucht das Forschungsprojekt in drei Sprachregionen die individuellen, psychologischen, medizinischen und sozialen Faktoren, die zur ADHS Diagnose, zur Auswahl von Fördermassnahmen und möglicherweise zu einer Ver­schreibung von Medikamenten führen. Der Verlauf der gewählten Massnahmen wird aus der Perspektive des Kindes und der Eltern untersucht, zudem werden präventive Massnamen und mögliche Alternativen zu einer Medikation beobachtet.

    Optimale Persönlichkeitsentfaltung und Bildung
    Das Projekt bezieht neben den Eltern weitere Akteure aus Bildungssystem und Gesundheitswesen mit ein, die Verantwortung für die Förderung von Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen tragen. Das erlaubt eine Abstimmung der handelnden Personen aufeinander und – falls nötig – eine Veränderung der aktuellen Praxis ohne dass Verantwortung auf Kosten der Kinder verloren geht. Das Forschungsprojekt möchte zu einer optimalen Bildung und Persönlichkeitsentfaltung von Kindern und Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsstörungen beitragen – und eine Diskussion über verschiedene Möglichkeiten der Förderung anregen.

    Kurzfassungen der Subprojekte 
    Subprojekt A: Frage der Selbstbestimmung (Sandra Hotz)
    Dieses Subprojekt untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen im Umgang mit ADHS und einer  Förderung von Kindern. Aus Sicht des Kindeswohls ist u.a. zu prüfen, ob und wie in diesem komplexen Beziehungsgeflecht (Eltern, Lehrpersonen und Gesundheits­fach­personen) die Persönlichkeitsrechte des Kindes gewahrt werden und ob ggf. eine Stärkung der Selbstbestimmungs- und Partizipationsrechte nötig ist, sei es während des Entscheidungsprozesses, der zu einer Diagnose und einer Therapie führt, oder während einer medikamentösen Behandlung.

    Subprojekt B: Empirische Studie zum Entscheidungsprozess (Peter Rüesch, Dominik Robin)

    Subprojekt C: Empirische Verlaufsuntersuchung (Dominik Schöbi, Jaqueline Esslinger)
    In diesem Subprojekt wird mittels Ambulantem Assessment, d.h. elektronischen Tagebucheinträgen, erfragt, wie das Alltagserleben von betroffenen Kindern mit einer ADHS Diagnose und Therapie, und deren Eltern aussieht. Diese Momentaufnahmen von Erlebnissen und individuellen und Familienprozessen werden in mehreren Perioden über ein Jahr hinweg verteilt erhoben. Diese Daten ermöglichen alltagsnahe Rückschlüsse zu den Fluktuationen im psychosozialen Funktionsniveau bei Kindern und Eltern, und zu Interaktionen innerhalb der Familie, sowie zwischen Kindern, Eltern, Lehrern und Peers.

    Subprojekt D: Massnahmen der Prävention, Förderung und Therapie (Amrei Wittwer, Diana Wotruba)

    Subprojekt E: Begriffsklärung und Ethische Perspektive der Leistungsgesellschaft (Hartmut von Sass)

  • Unterrichtsstörungen sicher begegnen

    SNF Projekt "Unterrichtsstörungen sicher begegnen – Interventionsstudie zu einem Trainingsprogramm für Lehrpersonen" (Nr. 132231)

    SNF Projekt in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

    Leitung:
    Prof. Dr. Doris Kunz Heim & Dr. phil. Annette Cina

    Der Umgang mit Unterrichtsstörungen und mit dem Verhalten von "schwierigen" Schülerinnen und Schülern ist eine der wichtigsten Quellen für die Belastung von Lehrpersonen. Eine wirkungsvolle Prävention und Intervention bei Unterrichtsstörungen ist zum anderen auch einer der wichtigsten Prädiktoren für den Leistungsfortschritt von Schulklassen.
    Die Längsschnitt-Interventionsstudie untersucht die Wirksamkeit der Lehrerfortbildung „Unterrichtsstörungen sicher begegnen“ (Cina, A. et al.) bei Lehrpersonen der 3.-5. Primarstufe in Bezug auf eine Veränderung des Störverhaltens einzelner Schüler/innen, des Klassenklimas, des Umgangs der Lehrpersonen mit schwierigen Schüler/innen, der Beziehung zwischen Lehrperson und Schüler/innen und Verminderung von Stress bei den Lehrpersonen.

  • Kinderwunsch und Wunschkinder im Zeitalter pränataler Gentests

    Kinderwunsch und Wunschkinder im Zeitalter pränataler Gentests. Rechtliche und psychologische Herausforderungen in der Aufklärung und Beratung im Hinblick auf nicht invasive Gentests in der Fortpflanzung (Forschungspool der Universität Freiburg)

    Leitung/Koordination:
    Dr. iur. Sandra Hotz, Institut für Familienfor­schung und -beratung, Universität Freiburg

    Mitarbeiterin:
    cand. Msc. Jacqueline Esslinger (seit Oktober 2013)

  • Ein Paar, zwei Religionen - Ein Forschungsprojekt zu interreligiösen Partnerschaften

    Projektpartner:

    • Institut für Familienforschung und -beratung der Universität Fribourg
    • Institut für Empirische Religionsforschung der Universität Bern

    Leitung/Koordination:

    • Prof. Dr. Dominik Schöbi, Institut für Familienforschung und -beratung, Universität Fribourg
    • Prof. Dr. Stefan Huber, Institut für Empirische Religionsforschung und Theorie der interreligiösen Kommunikation, Universität Bern

    Mitarbeitende:

    MSc Maximiliane Uhlich und Dipl.-Psych. Michael Ackert

    Projektförderung:

    Schweizerischer Nationalfonds (SNF)

    Projektbeschreibung:

    In der Schweiz gibt es eine zunehmende religiöse und kulturelle Vielfalt. Dies führt auch zu einer Zunahme von interreligiösen Ehen und Partnerschaften. So haben zwischen 1991 und 2016 etwa 140‘000 Menschen in der Schweiz interreligiös geheiratet. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche unverheiratete Paare, die ebenfalls in einer interreligiösen Partnerschaft leben. Trotz dieser hohen Zahlen ist das Thema interreligiöse Paarbeziehungen in der Schweiz bisher kaum erforscht. In diesen Paarbeziehungen werden Wege des interreligiösen Zusammenseins erprobt und gelebt. Damit leisten diese Paare einen wichtigen Beitrag für die Bewahrung des religiösen Friedens in der multireligiösen und multikulturellen Gesellschaft der Schweiz.

    Vor diesem Hintergrund untersucht das Forschungsprojekt, wie verschiedene religiöse Faktoren im Zusammenspiel mit beziehungspsychologischen und sozialen Einflüssen zum Gelingen oder Scheitern interreligiöser Paarbeziehungen beitragen. Um die allgemeine Relevanz der benannten Faktoren abschätzen zu können, werden in einer breit angelegten Onlinestudie ca. 900 Personen einmalig zu religiösen und paarpsychologischen Aspekten befragt. Darüber hinaus soll ein Teil der Personen, die zusammen mit ihrem Partner teilnehmen, zusätzlich über einen Zeitraum von 6 Wochen hinweg begleitet werden. In diesem Zeitraum werden die Paare gebeten, einmal pro Woche einen kurzen Onlinefragebogen zu Ereignissen in der Beziehung zu beantworten. Ebenfalls ist geplant, eine kleine Gruppe der Paare in einem Interview zu ihrer Erfahrung in einer interreligiösen Beziehung vertieft zu befragen. Auf diese Weise werden genauere Erkenntnisse über Paardynamiken im Zusammenspiel mit Religiosität gewonnen.

    Die Ergebnisse sollen nicht nur den wissenschaftlichen Austausch über interreligiöse Paarbeziehungen ergänzen, sondern auch die öffentliche Diskussion über die Bewahrung des religiösen Friedens bereichern. Daneben sollen praxisorientierte Empfehlungen für Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen erarbeitet werden.

 

Recherches dans le domaine de la psychologie

 

Recherches dans le domaine du droit

 

Projets axés sur la pratique

 

Projets associés

  • Familienförderliche Arbeitsgestaltung

    Familienförderliche Arbeitsgestaltung – ein Projekt zur Identifizierung der Arbeitscharakteristika, die einen positiven Einfluss auf das Familienleben haben

    Prof. Petra Klumb, M.Sc. Regina Jensen, M.Sc. Sebastian Siegler

    Seit einigen Jahren ist die Vereinbarkeit verschiedener Lebensbereiche ein wichtiges Thema in der Forschung – ebenso aber auch für einzelne Personen, Familien, Organisationen und die Gesellschaft. Das Ziel der Studie „Familienförderliche Arbeitsgestaltung“ ist es, die Zusammenhänge zwischen Arbeit und Familie besser zu verstehen. Es sollen dabei die Arbeitsbedingungen identifiziert werden, die das Familienleben beeinflussen und Synergien zwischen dem Arbeitsleben und dem Familienleben erzeugen können. So kann in Zukunft die Arbeit auf eine familienförderliche Weise gestalten werden.