Preis 2016

Paul Dembinski

Der Stiftungsrat verleiht den Preis 2016 an:

Paul Dembinski, Professor an der Universität Freiburg,

für seine Arbeit mit dem folgenden Titel:

Ethique et responsabilité en finance Quo Vadis? 2015

Dieses Buch wurde von Revue Banque Edition publiziert.

Der Preisträger wurde aus 6 Dossiers aus der ganzen Schweiz ausgewählt.

Argumente des Stiftungsrates welche diesen Entscheid begründen:

Dieses Werk konzentriert sich auf ethisch relevante Fragen aus dem sozio-wirtschaftlichen Sektor des Finanzsystems nach der Krise von 2007. Es handelt sich um ein exzellentes Beispiel einer Studie der angewandten Ethik, welche mit einer perfekten Methodologie die beschreibenden, analytischen, normativen und ethischen Aspekte miteinander kombiniert.

Dank seiner Expertise, beschreibt Paul Dembinski zuerst ganz klar wer die Akteure sind, die Institutionen, die Prozesse und die Finanzinstrumente. Es folgt eine detaillierte und differenzierte Analyse unterschiedlicher ethischer Probleme, inspiriert durch den französischen Philosoph Paul Ricoeur. Der Autor entwickelt ebenfalls eine Menge von Aktionsperspektiven um den Erwartungen und Bestrebungen im Bereich der Finanzen entgegen zu halten, die Wichtigkeit der menschlichen Beziehungen zu bestärken, den Modus Operandi der Finanzen zu vereinfachen und … die Finanzen anders zu unterrichten.

Das Buch bietet eine systematische Einführung in die Ethik der Finanzen für die verantwortlichen Entscheidungsträger, in der Praxis wie in der Wissenschaft.

Preis 2014

Thorsten Busch

Der Stiftungsrat verleiht den Preis 2014 an:

Thorsten Busch, pour sa thèse de doctorat intitulée :

Fair Information TechnologiesThe Corporate Responsability of Online Social Networks as Public Regulators.

Die Arbeit wurde an der Universität St. Gallen realisiert. 

Der Preisträger wurde aus 12 Dossiers aus der ganzen Schweiz ausgewählt.

Argumente des Stiftungsrates welche diesen Entscheid begründen:

Die Arbeit liegt in einem der von der Stiftung definierten Bereiche und behandelt ein neues und wichtiges Gebiet technologischer Innovationen aus wirtschafts- und unternehmensethischer Sicht. Sie stellt eine Pionierleistung in “Digital Business Ethics” dar und erfüllt damit in besonderer Weise das Anliegen von Ambros Lüthi.

Die Arbeit untersucht die Unternehmensverantwortung von privaten sozialen Netzwerken online, die de facto zu Regulierern öffentlicher Räume im Sektor der Informations- und Kommunikations-technologien geworden sind. Nach einer sorgfältigen Klärung der zentralen technischen, ökonomischen und ethischen Begriffe werden drei Fallstudien durchgeführt: die Digitale Diskrepanzen, Twitter und Facebook.

Mit Hilfe aktueller unternehmensethischer Theorien (Corporate Citizenship und politische Unternehmensverantwortung) werden die normativen Implikationen  dieser quasi-öffentlichen Rolle privater Unternehmen eingehend ethisch diskutiert und beurteilt. Die interdisziplinäre Behandlung dieser neuartigen Herausforderungen erbringt zahlreiche neue und faszinierende Perspektiven für die Wirtschafts- und Unternehmensethik, Medienethik und Internet-Studien, die von weitreichender gesellschaftspolitischer Bedeutung sind.