Erhaltung seltener oder gefährdeter Pflanzenarten

Die Erhaltung von Pflanzen, die auf nationaler, aber auch auf internationaler Ebene vom Aussterben bedroht sind, ist eine der wichtigsten Missionen des Botanischen Gartens der Universität Freiburg. Sein Engagement für die Erhaltung seltener und für die Schweiz emblematischer Arten führte dazu, dass der Garten als Kompetenzzentrum im Artenschutz wahrgenommen wird, insbesondere für die Durchführung und das Monitoring von Wiederansiedlungsprogrammen. Der Botanische Garten der Universität Freiburg arbeitet dabei eng mit dem Amt für Wald und Natur (WNA) des Kantons Freiburg sowie mit dem nationalen Informationszentrum der Schweizer Flora (Info Flora) zusammen.


Auf internationaler Ebene engagiert sich der Garten für die Erhaltung seltener und gefährdeter Baumarten. Die Forschungsgruppe um Prof. Gregor Kozlowski hat sich insbesondere auf die Erforschung von Reliktbäumen des Tertiärs spezialisiert.


Wiederansiedlung von Alpen-Mannstreu (Eryngium alpinum)

Die Freiburger Flora: ein wertvolles Erbe

Der Kanton Freiburg weist auf seinem Kantonsgebiet eine reiche Vielfalt an unterschiedlichen Landschaften und Lebensräumen auf. So findet man eine artenreiche Flora insbesondere in den naturnahen Habitaten des Mittellandes, an den Ufern des Neuenburgersees sowie in den Freiburger Voralpen.

Der Botanische Garten erarbeitet in Zusammenarbeit mit der ‚Regionalen Koordination zur Erhaltung der Flora‘ Erhaltungsprogramme für die seltensten Pflanzenarten des Kantons.

Verschiedene natürliche Populationen von vom Aussterben bedrohter Arten konnten dank solcher Wiederansiedlungsprogramme bereits effizient gestärkt werden.

Beispiele:Berner Sandkraut (Arenaria bernensis),Pyrenäen-Löffelkraut (Cochlearia pyrenaica), Kamm-Wurmfarn (Dryopteris cristata),Zwiebelorchis (Liparis loeselii),Kleine Teichrose (Nuphar pumila),Blumenbinse (Scheuchzeria palustris) und Dreiteiliger Ehrenpreis (Veronica triphyllos).