Dekanatsrat10.07.2018

Drei Fragen an Prof. Dr. Tanja Itgenshorst


Nach einer Schauspielausbildung und zwei Jahren an einem deutschen Stadttheater habe ich ab 1993 in Köln und Leuven Geschichte, Latein und Griechisch studiert und wurde 2004 in Alter Geschichte promoviert. Anschliessend war ich bis zur Habilitation 2011 an der Universität Bielefeld. Es folgte eine Lehrstuhlvertretung an der Humboldt-Universität Berlin und 2012 der Ruf an die Université de Reims (Frankreich). Seit 2016 in Fribourg, bin ich in einem für mich idealen mehrsprachigen, spannenden Umfeld angekommen.

Welche besonderen Fähigkeiten können Sie in die Fakultät einbringen?

Meine Erfahrungen in zwei nichtschweizerischen Universitätssystemen könnten für die administrativen Aufgaben nützlich sein. Unsere philosophische Fakultät mit ihrer aussergewöhnlichen Vielfalt an Fächern, akademischen Traditionen und (nicht zuletzt) Sprachen stellt an ihr Dekanat hohe Ansprüche; hier sind Offenheit, Neugier und Gelassenheit sicher gute Ratgeber.

Welche Vision haben Sie im Hinblick auf die Lehre?

Die Studierenden sind das vitale Zentrum unserer Universität, ohne sie wäre unser Tun sinnlos. Gute Lehre erfordert gründliche Vorbereitung, aber sie sollte trotzdem Leichtigkeit ausstrahlen. Und wenn Studierende vielleicht schon im ersten Studienjahr Fragen entdecken, die uns auch in der Forschung beschäftigen, haben wir gewonnen: So werden sie dann die Fragen der Zukunft entwickeln, für die wir ihnen die Grundlagen vermittelt haben.

Eine persönlichere Frage zum Schluss: Welches ist Ihr Urlaubsziel in diesem Jahr?

Wir fahren nach Prag, um dort ein Konzert meines Horn spielenden Sohnes mit seinem schottischen Universitätsorchester zu hören. Ausserdem verbringen wir (wieder) eine Woche in Venedig, mit dem Vorsatz, neben der Biennale dieses Mal endlich auch einmal die Palladio-Villen am Festland zu besuchen.

Copyright: Ch. Ellena