Bachelor of Arts in Philosophie

Das Lehrangebot führt Bachelor-Studierende umfassend in das weite Feld philosophischer Fragen und Methoden ein. Das Studium bietet zwei sich ergänzende Perspektiven auf die Philosophie: Eine Einführung in die Hauptströmungen der Geschichte der Philosophie und eine systematische Herangehensweise an die grundlegenden philosophischen Probleme.

Über diese beiden Zugänge erarbeiten sich die Studierenden die Kompetenz zur selbständigen philosophischen Überlegung und entwickeln ihre Fähigkeiten zur kritischen Auseinandersetzung, zum dialogischen Austausch, zur Forschung und zur Wissensvermittlung.

Die Studierenden können wahlweise Lehrveranstaltungen auf Deutsch und/oder Französisch besuchen. Bei einem zweisprachigen Studium können sie einen entsprechenden Vermerk auf dem Diplom erwerben.

  • Studienangebot

    Das Bachelor-Studium in Philosophie wird als Bereich I (120 ECTS) und als Bereich II (60 ECTS) angeboten. Für Studierende, die ihr Hauptfach nicht an der Philosophischen Fakultät absolvieren, gibt es zudem ein Programm zu 30 ECTS.

    Studierende mit Philosophie im Bereich I wählen zusätzlich einen Bereich II, um die für ein Bachelor-Diplom erforderlichen 180 ECTS zu erlangen. Die Angebote für den Bereich II finden sich auf der Studien-Webseite der Universität unter "Nebenprogramme".

     

  • Studieninhalte

    Das Studium gliedert sich inhaltlich und methodisch in den zwei Schwerpunkten Geschichte der Philosophie und Systematische Philosophie und ist in sieben Teilbereiche, bzw. Gebiete unterteilt. Die Studierenden besuchen Veranstaltungen aus beiden Schwerpunkten.

    Gelegentlich werden Spezial-Lehrveranstaltungen angeboten und vervollständigen die Ausbildung.


    Geschichte der Philosophie (HPH)

    Die Studierenden werden an die prägenden Autoren, Texte und Hauptströmungen der abendländischen Philosophie herangeführt. Der historische Ansatz stellt die verschiedenen philosophischen Auffassungen in ihren historischen Kontext und erlaubt es, grössere Entwicklungszusammenhänge innerhalb der abendländischen Philosophie sichtbar werden zu lassen.

    Der Schwerpunkt umfasst die Teilbereiche (Gebiete):

    Antike Philosophie (pan)Philosophie des Mittelalters (pme)Neuzeitliche und zeitgenössische Philosophie (pmc)


    Systematische Philosophie (PHS)

    Innerhalb der Systematischen Philosophie lernen die Studierenden die zentralen Themen und Fragestellungen der aktuellen philosophischen Debatten kennen. Ziel des systematischen Ansatzes ist die Auseinandersetzung mit philosophischen Lösungsansätzen, wozu das Erkennen von Vor- und Nachteilen möglicher Positionen sowie die Analyse und Bewertung von Argumenten zentral sind.

    Zum Schwerpunkt gehören die Teilbereiche (Gebiete):

    Sprachphilosophie, Philosophie des Geistes und der Humanwissenschaften (leh)Ethik und politische Philosophie (epp)Kulturphilosophie und Ästhetik (pce)Erkenntnistheorie und Metaphysik (eme)

     

  • Studienaufbau

    Das Bachelor-Studium ist dreistufig aufgebaut, was eine graduelle Vertiefung des Wissens und eine stetige Erweiterung der Kompetenzen erlaubt.

    Zu Beginn des Studiums werden die methodologischen Grundlagen gesetzt. Im zentralen Teil des Studiums lernen die Studierenden eine Vielzahl an philosophischen Problemstellungen und Positionen genauer kennen. In den letzten Semestern wird der Akzent auf eine stärkere thematische Vertiefung gelegt.

     

    Bereich I (120 ECTS)

    1 Einführungs- und 1 Grundlagenmodul 30 ECTS
    4 Fortgeschrittene Module 48 ECTS
    2 Vertiefungsmodule 30 ECTS
    CTC (Bereichsübergreifende Kompetenzen) 12 ECTS

     

    Bereich II (60 ECTS)

    1 Einführungs- und 1 Grundlagenmodul 24 ECTS
    2 Fortgeschrittene Module 24 ECTS
    1 Vertiefungsmodul 12 ECTS

     

    Programm zu 30 ECTS

    1 Grundlagenmodul 18 ECTS
    1 Ergänzungsmodul 12 ECTS

     

    Einführungs- und Grundlagenmodule

    Im Einführungs- und im Grundlagenmodul besuchen die Studierenden ein Textanalyse- und ein Logik-Proseminar (im Bereich II ist letzteres fakultativ) sowie thematische Proseminare in verschiedenen Teilbereichen (Gebieten) aus beiden Schwerpunkten.


    Fortgeschrittene Module

    Die Fortgeschrittenen Module bestehen aus jeweils einer Vorlesung und einem Seminar innerhalb eines Teilbereichs (Gebietes). Die Studierenden absolvieren Fortgeschrittene Module aus beiden Schwerpunkten und aus verschiedenen Teilbereichen.


    Vertiefungsmodule

    Die Vertiefungsmodule erlauben es den Studierenden, durch die individuelle Lektüre grundlegender Texte der Philosophie das erworbene Wissen zu festigen. Studierende im Bereich I verfassen zudem eine Forschungsarbeit und besuchen weitere Vorlesungen, Seminare oder methodische Kurse, die sie (unter Einhaltung gewisser Bedingungen) ihren Interessen gemäss zusammenstellen können.


    Ergänzungsmodul (nur Progr. 30 ECTS)

    Das Ergänzungsmodul im Programm zu 30 ECTS besteht aus vier Vorlesungen nach Wahl.


    Weitere Informationen

    Detaillierte Angaben zu Aufbau, Inhalt, Modulen, Anforderungen und Evaluation des Bachelor-Studiums finden sich in den Studienplänen.

     

  • Unterrichtsformen

    Im Bachelorstudium besuchen die Studierenden Proseminare, Vorlesungen sowie ab den Fortgeschritten Modulen auch Seminare.

    Innerhalb der in den Studienplänen spezifizierten Bedingungen sind die Studierenden frei in der Wahl ihrer Veranstaltungen.


    Proseminare

    Proseminare haben einführenden Charakter. Es werden gemeinsam grundlegende philosophische Texte besprochen und/oder methodische Werkzeuge erschlossen. Dies verlangt von den Studierenden eine vorbereitende Lektüre und regelmässige, aktive Teilnahme an den Sitzungen. Proseminare werden in der Regel durch eine schriftliche Arbeit von ca. 10 Seiten oder Übungen evaluiert.


    Vorlesungen

    Die Vorlesungen bieten einen Überblick über zentrale Aspekte eines Teilbereichs (Gebiets), z.B. über historische Strömungen und Schulen oder über die unterschiedlichen Positionen zu einem philosophischen Grundproblem. Sie werden durch mündliche oder schriftliche Prüfungen evaluiert.


    Seminare

    Im Unterschied zu Proseminaren dienen Seminare der Vertiefung. Dies erfordert von den Studierenden eine intensive Vorbereitung, kritische Reflexion und aktive Mitarbeit an der gemeinsamen Analyse und Diskussion wegweisender Texte der Philosophie. Die Evaluation erfolgt in der Regel durch eine schriftliche Arbeit von ca. 20 Seiten. Andere Evaluationsmodi sind möglich.

    Um an Seminaren teilnehmen zu können, müssen das Textanalyse-Proseminar (oder Logik-Proseminar) sowie mindestens ein weiteres Proseminar validiert sein.


    Aktuelle Lehrveranstaltungen

     

  • Unterrichtssprachen

    Das Bachelor-Studium in Philosophie kann auf Deutsch, Französisch oder wahlweise auch in beiden Sprachen absolviert werden.


    Zweisprachiges Studium

    Werden mindestens 40 Prozent der ECTS (darunter schriftliche Arbeiten) in der Zweitsprache erlangt, erhält das Diplom einen Vermerk "zweisprachiges Studium".

    Mehr


    Prüfungen und Arbeiten

    Sofern ein Vermerk "zweisprachiges Studium" nicht angestrebt wird und die betreffende Lehrperson die deutsche Sprache beherrscht, kann mit ihr vereinbart werden, auf Deutsch mündliche Prüfungen abzulegen oder Arbeiten zu schreiben, selbst wenn die entsprechende Lehrveranstaltung auf Französisch besucht wurde.


    Sprachkurse

    Die Universität Freiburg bietet eine Vielzahl von Sprachkursen an, welche Studierende unentgeltlich besuchen und sich teilweise ans Studium anrechnen lassen können.

     

  • Zulassung & Anmeldung

    Folgende schweizerischen Vorbildungsausweise berechtigen zur Zulassung zum Bachelorstudium an der Universität Freiburg:

    • Schweizerische oder schweizerisch anerkannte kantonale, gymnasiale Maturität
    • Eidgenössisches Berufsmaturitätszeugnis in Verbindung mit dem Ausweis über die bestandenen Ergänzungsprüfungen
    • Bachelorabschluss einer schweizerischen universitären Hochschule, einer anerkannten schweizerischen Fachhochschule (FH) oder pädagogischen Hochschule (PH)

    Eine Liste aller weiteren anerkannten schweizerischen Vorbildungsausweise befindet sich auf der Webseite der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS).

    Ausländische Vorbildungsausweise werden grundsätzlich nur anerkannt, wenn sie im Wesentlichen einer schweizerischen gymnasialen Maturität entsprechen. Sie müssen einen allgemein bildenden Charakter aufweisen. Als allgemein bildend gilt ein ausländischer Vorbildungsausweis, wenn in den letzten drei Schuljahren der Sekundarstufe II durchgehend mindestens sechs allgemein bildende, voneinander unabhängige Fächer gemäss folgender Liste absolviert wurden:

    • Erstsprache (Muttersprache)
    • Zweitsprache
    • Mathematik
    • Naturwissenschaften (Biologie oder Physik oder Chemie)
    • Geistes- und Sozialwissenschaften (Geographie oder Geschichte oder Wirtschaft/Recht)
    • frei wählbar (zusätzliche Sprache oder ein Fach aus den Fächergruppen 4 oder 5)


    Die allgemeinen sowie die länderspezifischen Mindestanforderungen für ausländische Vorbildungsausweise für die Zulassung zum Bachelorstudium befinden sich auf der entsprechenden Webseite der Universität. Zusätzlich muss der Nachweis ausreichender Deutsch- oder Französischkenntnisse erbracht werden.

    Als Grundlage für die Bewertung von ausländischen Vorbildungsausweisen gelten die Empfehlungen der CRUS vom 7. September 2007 für die Bewertung ausländischer Reifezeugnisse. Die Zulassungsbestimmungen sind jeweils für das angegebene akademische Jahr gültig. Das Rektorat der Universität Freiburg behält sich das Recht vor, sie jederzeit zu ändern.


    Studieren ohne Maturität
    Das Programm 30 plus ermöglicht Studieninteressierten, die über keinen Maturitätsausweis verfügen und die älter als 30 Jahre sind, ein Studium an der Philosophischen Fakultät der Universität Freiburg. Die Zulassung erfolgt auf Basis eines einzureichenden Dossiers und nach erfolgreich abgelegter Zulassungsprüfung.

     


 

Hinweis: Massgebend für das Erlangen des Bachelor-Diploms sind die Studienpläne des Departements der Philosophie sowie das Bachelor-Reglement der Philosophischen Fakultät. Die Angaben auf dieser Webseite bieten eine Übersicht.