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Dr. Peter Figge, Alumni der Fakultät: «Eine starke Marke als Schlüssel zum Erfolg»


Am 20. März referierte Dr. Peter Figge zu aktuellen Trends in der Kommunikationsbranche wie zu den kulturellen Herausforderungen einer international erfolgreichen Werbeagentur. Den rund 50 Studierenden, die seinen Ausführungen während zwei Stunden aufmerksam folgten, gewährte er dabei einen tiefen Einblick in die faszinierende Welt der Werbewirtschaft.

Dass eine starke Marke und ein unverkennbares Image nicht nur für seine Kunden, sondern auch für seine Werbeagentur absolut zentral sind, illustrierte er eingangs seines Referates an diversen Beispielen. Jung von Matt investiere seit ihrer Gründung vor 25 Jahren stetig in den eigenen Markenaufbau, dies gegenüber Mitarbeitenden wie Kunden. Dafür nutzt die Agentur nebst konventionellen Instrumenten wie Skiwochenenden auch unkonventionelle Methoden wie Partys, bei denen die traditionelle Rollenverteilung im Betrieb ganz bewusst temporär ausser Kraft gesetzt wird. Für Kunden wiederum haben sie an diversen Standorten entsprechend den aktuellsten Marktforschungstrends Wohnzimmer eingerichtet, die den typischen durchschnittlichen Haushalt der entsprechenden Region real abbildet. Dies soll es den Marketing-Verantwortlichen erleichtern, sich besser in die Lebenssituation ihrer Kunden einfühlen zu können.

In einem zweiten Teil seines Referates zeigte er auf, wie sich einerseits die Kommunikationskanäle über die letzten Jahre vervielfacht haben, gleichzeitig aber die einzelnen Zielgruppen, die man über einen einzelnen Kanal erreicht, stetig abnehmen. Dank den elektronischen Medien sowie big data lassen sich dennoch einzelne Kundengruppen heute viel klarer identifizieren und auch punktgenau in einer bestimmten Lebens- oder Entscheidungssituation ansprechen. So sei es heute beispielsweise für seine Agentur kein Problem mehr, ausschliesslich junge Frauen in einem Alter zwischen 18 und 22 Jahren nach durchzechter Nacht mit spezifischen Kosmetikprodukten zu bewerben, dies dank Facebook.

In einem letzten Teil seiner Ausführungen ging er schliesslich auf Kampagnen internationaler Konzerne ein. Hier zeigte er an drei Beispielen, wie diese je nach Land den kulturellen Besonderheiten angepasst werden und damit das Markenimage variiert werden kann. Dabei reicht teilweise eine Anpassung der Tonspur zu einem identischen Werbespot, um den länderspezifischen Eigenheiten eines Marktes gerecht zu werden.

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