«Wichtig war, dass man Fehler machen durfte»

«Wichtig war, dass man Fehler machen durfte»

Die Universität Freiburg bietet Französischkurse an. Nur: was bringen diese überhaupt? Ein paar Fragen an eine, die es wissen muss.

Laurène Zelus, warum besucht jemand mit Ihrem Namen überhaupt einen Französischkurs?
Mein Vater ist zwar Franzose, aber leider hat er meistens Deutsch mit uns gesprochen. Ich bin in Deutschland aufgewachsen und habe Französisch in der Schule dann als Leistungskurs belegt – aber es blieb eben ein Schulfranzösisch. Mir fehlte die Sprachpraxis. Nach einigen Monaten als Au Pair in Bordeaux wurde ich etwas besser, trotzdem war mein Französisch alles andere als fliessend, als ich mich für ein Studium in Fribourg entschied.

Also haben Sie sich für einen Kurs entschieden.
Genau. Da mussten wir uns zuerst selbst einschätzen und dann noch einen Test machen. So wurden wir den passenden Gruppen zugeteilt. Die Klassen waren ziemlich klein, so 15 bis 20 Leute und international ziemlich durchmischt. Ich habe im Kurs einige tolle Leute kennengelernt, die Atmosphäre war super und ausserdem war unsere Lektorin sehr cool und hat einen tollen Unterricht gemacht.

Und woraus bestand dieser Unterricht?
Der Schwerpunkt meines Kurses hiess «parler et écrire», also haben wir viel diskutiert und hatten echt spannende Gespräche. Wir haben auch Vorträge gehalten, die Grammatik angeschaut, Verben konjungiert – das ganze Programm. Manchmal haben wir auch Filme geschaut. Wichtig war, dass man Fehler machen durfte, niemand wurde deswegen ausgelacht oder schräg angesehen. Am Ende gab es dann noch eine kleine Prüfung und schon war man um eine Erfahrung und 3 ETCS-Punkte reicher.

Was hat Ihnen der Kurs rückblickend gebracht?
Das ist gar nicht so leicht zu sagen. Ich denke ich bin sicherer geworden. Ich bin wieder mehr in der Sprache drin und muss nicht mehr so lange überlegen, wenn es um bestimmte Zeiten oder Verbformen geht. Ausserdem hat der Kurs auch einfach Spass gemacht.

Dann darf ich schreiben, dass Sie ihn weiterempfehlen würden?
Auf jeden Fall.

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  • Das Sprachenzentrum bietet für Studierende und Mitarbeitende der Universität Kurse in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Es bietet zudem Unterstützung für autonomes Lernen und vermittelt Sprachtandems. Im Zentrum integriert sind ein Prüfungszentrum des Goetehe-Instituts und eines für den «Test de connaissance du français» (TCF). Weitere Informationen über Kursangebot, Inhalte, Zeiten, Räume und Einstufungstests finden sich auf der Homepage des Sprachenzentrums.
  • Titelbild: Symbolbild.

 

 

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War schon Wünscheerfüller, Weinbauhelfer, Unidozent, Redaktionsleiter, Veloweltreisender und kleinkünstlerischer Dada-Experte. Ist dank dem Science Slam an der Universität Freiburg gelandet.

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