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Plazenta

Die Plazenta ist das wichtigste Organ im vorgeburtlichen Versorgungssystem, das Bindeglied zwischen Mutter und Kind. Die Plazenta bildet sich an derjenigen Stelle der Uterus, wo sich die befruchtete Oozyte eingenistet hat.

Die Plazenta vergrößert sich mit fortschreitendem Wachstum des Feten. Als Atmungs-, Ernährungs- und Ausscheidungsorgan hat sie für das Ungeborene beträchtliche Arbeit zu leisten. Die mütterliche Plazenta ist mit dem Fetus über die Nabelschnur verbunden. Das Ungeborene bezieht aus dem Blut der Mutter Sauerstoff, Nährstoffe und Flüssigkeit, Abfallprodukte aus dem kindlichen Stoffwechsel werden zurückgeleitet. Die beiden Blutkreisläufe sind voneinander getrennt. Die Plazenta besteht aus einem kindlichen Anteil (= Pars fetalis) und einem mütterlichen Anteil (= Pars uterina).

Anatomie der Plazenta

Die Plazenta produziert die schwangerschaftserhaltenden Hormone. Sie werden hauptsächlich im kindlichen Anteil der Plazenta gebildet. Die Plazenta und speziell der Synzytiotrophoblast kann mit einer voluminösen endokrinen Drüse verglichen werden. Vor der Implantation d.h. vor Bildung der Plazenta wird die Hormonproduktion durch ovariale (Corpus luteum graviditatis) und hypophysäre Hormone sichergestellt. Gewährleistet wird dies durch HCG (human chorion-gonadotropin), das durch Zellen (Trophoblasten) des Embryos gebildet wird. Die Aktivität des Corpus luteum nimmt mit Beginn der 8. Woche progressiv ab, um dann bis zum Ende des 1. Trimesters ganz durch die Plazenta ersetzt zu werden.

Abb. 12 - Hormonelle Plasmakonzentrationen während der Schwangerschaft  Legende
  Abb. 12
Die HCG Konzentration nimmt nach dem ersten Trimester der Schwangerschaft ab. Für die Hormonproduktion von Östrogen und Progesteron ist dann nur noch die Plazenta verantwortlich.

 

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Während der Schwangerschaft wird die Hormonkonzentration im mütterlichen Blut durch das Zusammenwirken von plazentären, hypophysären und fetalen Nebennierenhormonen sowie Hormone der Gonaden geregelt.

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