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Niere

Die 120-200 g schwere Niere ist aussen von einem bindegewebigen Fasziensack und darin von einer Fettkapsel (Capsula adiposa) als Druckpolster umgeben, die gegen medial und caudal offen ist für Blutgefässe und Harnleiter. Die Capsula fibrosa mit eigenem Gefäßnetz und die darunter liegender Capsula subfibrosa (Faserschicht) bilden die eigentliche glatte Nierenoberfläche. Von medial treten die Arteria renalis, die aus der Aorta abdominalis entspringt, am Hilus in den Sinus renalis und die Vena renalis, welche in Vena cava inferior mündet verlässt diese dort mit dem Ureter. Man kann an der Niere folgende Gliederung vornehmen:

  • Medulla renalis = Nierenmark aus 12-18 Markpyramiden
    • äusseres Mark mit einem Aussenstreifen und einem Innenstreifen
    • inneres Mark = Papillae renalis, welche die Spitze der Pyramiden bilden und in die Kelche (Calices) des Nierenbeckens regen. Die freie Oberfläche (Area cribrosa) ist von den Mündungen (Foramina papillae) der Nierenkanälchen durchsetzt. Hier tritt der Endharn in das Nierenbecken.
  • Cortex renalis = Nierenrinde
    • Rindensäule = Columnae renales (Bertini Säulen) liegen zw. Pyramiden und teilen die Niere in einzelne Lobi
    • Markstrahlen = Pars radiata, ziehen als Längsstreifen von der Pyramidenbasis aus in die Rinde.
    • Rindenlabyrinth = Rindengebiete, die nicht von Markstrahlen eingenommen werden.
  • Nierenlappen = Lobus renis, besteht aus einer Pyramide und der dazugehörigen Rindensubstanz
 
Abb. 2 - Niere (längs)  Abb. 3 - Lobus renis  Legende
   

Abb. 2
Niere längs geschnitten, man kann Mark von der Rinde unterscheiden. Nierenbecken erkennbar.
mit Legende
ohne Legende


Abb. 3

Lobus renis, begrenzt auf jeder Seite von einer Columna renalis.


 

  mit Legende
ohne Legende

 

 

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