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Herzmuskulatur

Der Herzmuskel (Myocard) arbeitet unwillkürlich, also ohne unser bewußtes Zutun. Er zieht sich ungefähr 70mal in der Minute zusammen. Wie die willkürliche Muskulatur besteht auch dieser Muskel aus quergestreiften Muskelfaserbündeln, die hier aber wie die glatte Muskulatur kreuzweise angeordnet sind. Durch diese Mischung von Eigenschaften beider Muskelarten besitzt das Herz seine einmalige Ausdauer und Kraft. Es arbeitet unter der Kontrolle des autonomen Nervensystems. Folgende Unterschiede zur Skelettmuskulatur sind zu erwähnen:

  • Die Kardiomyozyten sind meist ein- bis zweikernige Zellen, die aber verzweigt sind.
  • Sie sind kreuzweise angeordnet und durch mechanische Haftkontakte und Gap junctions im Bereich der Disci intercalares (Glanzstreifen) miteinander verbunden.
  • Ihr sarkoplasmatisches Retikulum ist spärlich vorhanden (v. a. im Atrium).
  • Die T-Tubuli sind weitlumig und liegen im Unterschied zur Skelettmuskulatur auf Höhe der Z-Scheiben (grosse Unterschiede zwischen Spezies).
  • Das sarkoplasmatische Retikulum bildet mit den T-Tubuli eine Diade.
  • Sie haben eine typische Anordnung ihrer Zellorganellen rund um den Zellkern, die Mitochondrien liegen zwischen den Myofibrillen.
 
Abb. 8 - Kardiomyozyten  Legende
  Abb. 8
Die Herzmuskelzelle (hier vor allem im Atrium) hat spärlich ausgebildetes SR, das Lumen der T-Tubuli ist weit und liegt auf Höhe der Z-Scheiben. Die Kontakte zwischen SR und T-Tubulus sind auf kurze Diaden reduziert.

  mit Legende
ohne Legende


 

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