Altes Testament. Exegese des AT. Das Heiligkeitsgesetz (Lev 17-27). Spezialvorlesung
T011.0319

Dozenten-innen: Staubli Thomas
Kursus: Master
Art der Unterrichtseinheit: Vorlesung
ECTS: 3
Sprache-n: Deutsch
Semester: SP-2019

Das Heiligkeitsgesetz widerspiegelt den religionsgeschichtlich bedeutungsvollen Übergang, von der heiligtumsgebundenen Primärreligion zur ortsunabhängigen, bekenntnishaften Sekundärreligion. Das spannende Stück Weltliteratur ist von grösster Bedeutung für Judentum und Christentum. Es versucht einen Spagat zwischen Kult und Ethik. Bindeglied ist die uralte Vorstellung der Heiligung. Chiastische Strukturen weisen das Heiligkeitsgesetz als Zentrum der Tora aus, das auch in sich selber chiastisch aufgebaut ist. Die Sprache ist nüchtern und zugleich eindringlich und daher auch auf Hebräisch relativ leicht zu lesen. Der Kurs besteht aus einer kursorischen Textlektüre mit Exkursen zu wichtigen Themen. Dabei werden nebst exegetischen und historischen auch relevante archäologische, ikonographische Aspekte beleuchtet.


Lernziele

 Der Kurs befähigt Sie

  • Das Heiligkeitsgesetz im Urtext zu lesen und zu verstehen.
  • Die Bedeutung und Funktion des Heiligkeitsgesetzes im Rahmen der althebräischen Rechtsgeschichte zu erfassen.
  • Das Heiligkeitsgesetz in seiner religionsgeschichtlichen Bedeutung zu situieren.

 


Dokumentation

 Crüsemann, Frank, 1992, Die Tora, München, 323-380. – Knohl, Israel, 1995, The sanctuary of silence. The priestly Torah and the holiness school, Minneapolis. – Ruwe, Andreas, 1999, «Heiligkeitsgesetz» und «Priesterschrift». Literaturgeschichtliche und rechtssystematische Untersuchungen zu Leviticus 17,1 - 26,2, Forschungen zum Alten Testament 26, Tübingen. – Milgrom, Jacob, 2000, Leviticus 17-21, AB 3a, N.Y. – ders., Leviticus 22-27, AB 3b, N.Y., .– Shectman S./Baden J.S., 2009, The strata of the priestly pritings. Contemporary debate and future directions, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments 95, Zürich.