Organisationskommunikation

Die strategische Kommunikation einer jeden Organisation, sei dies eine Unternehmung, eine Nonprofit-Organisation, eine politische Organisation oder eine staatliche Institution, ist äusserst vielschichtig und komplex und umfasst neben der klassischen Pressearbeit ein breites Spektrum von Online-Kommunikation, Social Media, Verantwortungskommunikation, Kampagnen bis hin zu Events und persönlicher Kommunikation. Der Erfolg eines Akteurs – ganz gleich, ob es sich um eine Organisation, ein Land oder eine andere Entität handelt – hängt massgeblich von seinen Reputations-, Vertrauens- und Legitimationswerten ab. Solch immateriellen Werte können nicht erzwungen werden, sondern werden von ganz unterschiedlichen Stakeholdern zugeschrieben, weshalb sie auch als Zielgrössen strategischer Kommunikation gelten.

Innerhalb des Bereichs Organisationskommunikation und des strategischen Kommunikationsmanagements untersuchen die Forscherinnen und Forscher des Teams von Prof. Dr.  Diana Ingenhoff zu verschiedenen Themenschwerpunkten, welche Faktoren eine gute Reputation auf Organisations- oder Länderebene beeinflussen, und wie sich diese messen und managen lässt. Darüber hinaus widmen wir uns den Herausforderungen der Digitalisierung und ihren Folgen für das strategische Kommunikationsmanagement von Organisationen.

 

Forschungsprojekte

 

  • Das Landesimage und seine Werttreiber im internationalen Vergleich
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff (DCM)

    • Laufzeit: 2015-2022

    • Förderung: Eidgenössisches Departement für Auswärtige Angelegenheiten EDA / Präsenz Schweiz

     

    Das Landesimage eines Landes messbar zu machen, gehört nach wie vor zu den grössten Herausforderungen in der Landeskommunikation. Innerhalb dieses Projekts wird in einer Langzeitstudie zweijährlich untersucht,

    1. wie die einzelnen Dimensionen des Landesimages aufeinander wirken,
    2. welche Faktoren in den verschiedenen Zielländern das Landesimage der Schweiz am wirkungsvollsten prägen,
    3. wie sich diese Indikatoren (die sog. „Werttreiber“) in den verschiedenen Zielländern unterscheiden und
    4. welche Auswirkungen die verschiedenen Landesimage-Dimensionen auf die Verhaltensabsichten der jeweiligen Befragten haben.

    Die oben genannten Zusammenhänge können durch sog. Strukturgleichungsmodelle abgebildet und untersucht werden. Importance-Performance-Matrizen zeigen Schwächen und Stärken des Landesimages in verschiedenen Zielländern bezogen auf die jeweiligen Verhaltensabsichten auf. Die Ergebnisse zeigen den Public Diplomacy Akteuren, in welchen Ländern und bei welchen Zielgruppen die landeskommunikativen Aktivitäten am effizientesten ausgerichtet werden sollten. Sie erlauben darüber hinaus eine Bündelung von Kommunikationsstrategien und die Evaluation des Kommunikationserfolgs.

     

    Publikationen und Vorträge (Auswahl):

    • Ingenhoff, D., & Buhmann, A. (2019). Public Diplomacy. Messung, Entstehung und Gestaltung von Landesimages. Konstanz: von Halem. Link
    • Ingenhoff, D. (2017): A Validated 5-Dimensional Country Image Measurement Scale for Public Diplomacy: Analyzing Value Drivers and Effects of Country Images on Stakeholders’ Behavior in Seventeen Countries. IAMCR International Association for Media and Communication Research, International Communication Section, Cartagena, Colombia, 16.-20.07.2017.
  • Die Entwicklung eines 360-Grad integrierenden Public Diplomacy Ansatzes: Länderimages aus Stakeholder- und Medienperspektive analysieren
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff
    • Laufzeit: 2017-2019
    • Förderung: Center on Public Diplomacy (CPD) an der Annenberg School, University of Southern California

     

    Mit ihrem Forschungsprojekt “Developing a 360-degree Integrated Public Diplomacy Evaluation Approach: Analysing Country Images from Stakeholder and Media Perspectives” wurde Diana Ingenhoff als Forschungsmitarbeiterin am Center on Public Diplomacy an der Annenberg School der University of Southern California ausgewählt.

    Innerhalb der Studie wird ein Forschungsinstrument zur Messung von Länderimages entwickelt und überprüft, welches auf Befragungen und Medienanalysen anwendbar ist und dabei ermöglicht Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Länderimages über verschiedene Länder und Medienkanäle hinweg zu vergleichen und zu analysieren. Für weitere Informationen zu ihrem Projekt siehe Projektwebsite.

    Das unabhängige Review-Komitee zeichnete das Thema sowie den Wert des Forschungsprojekts sowohl für die Public Diplomacy Forschung als auch für die Public Diplomacy Praxis aus und wählte Diana Ingenhoff als Forschungsmitarbeiterin für den Zeitraum von 2017 bis 2019. Die Seite des Forschungsstipendiums finden Sie hier.

    Seit 2009 wählt das Center on Public Diplomacy jedes Jahr drei Stipendiaten aus einer Vielzahl internationaler Bewerber ausserhalb der USA für einen Zeitraum von zwei Jahres aus. Das Stipendium dient dazu, ausgezeichnete Projekte aus dem Bereich Public Diplomacy zu unterstützen und zu veröffentlichen. Die Ankündigung des CPD-Stipendiums finden Sie hier.

    Das USC Center on Public Diplomacy wurde 2003 von der Annenberg School for Communication and Journalism und der School of International Relations an der University of Southern California gegründet. Das Center on Public Diplomacy dient der Erforschung, Untersuchung und professionellen Ausbildung und geniesst einen ausgezeichneten Ruf. Es verfolgt das Ziel Forschung und Praxis von globalem öffentlichen Engagement und kulturellen Beziehungen voranzubringen. Weiterhin nimmt das CPD eine Führungsposition in der Public Diplomacy Forschung und Wissenschaftscommunity ein und ist eine wichtige Anlaufstelle für Praktiker und internationale Führungskräfte in Public Diplomacy. Gleichzeitig verfolgt das CPD eine innovative Forschungsagenda, welche die Lücke zwischen Theorie und Praxis zu schliessen anstrebt.

    Im Jahr 2008 bekam die University of Southern California den Benjamin Franklin Award für Public Diplomacy vom U.S. Aussenministerium verliehen. Der Preis ehrt die Universität für ihre Leistungen in Lehre, Weiterbildung und Forschung in Public Diplomacy (siehe auch die Projektwebsite).

     

    Publikationen und Vorträge (Auswahl):

    • Ingenhoff, D., & Chariatte, J. (2019). Solving the Public Diplomacy puzzle – A multimethod-design study on what constitutes a country image. 69th Annual Conference of the International Communication Association (ICA), Washington, D.C., USA, 24.–28.05.2019.
    • Ingenhoff, D., & Chariatte, J. (2019). The multiple facets of the country image – an integrated public diplomacy evaluation approach. Annual Conference of SACM (Swiss Association of Communication and Media Research), St.Gallen, Schweiz, 3.–5.4.2019.
    • Ingenhoff, D., Segev, E. & Chariatte, J. (2018): New Insights for Public Diplomacy: The Country and Its Objectives mirrowed between attitudes and information searches in a cross-national comparison. 68th Annual Conference of the International Communication Association (ICA), Prague, Czech Republic, 24.-28.05.2018.
  • Die Entwicklung einer Skala zur Konstitution und Wirkung von Länderimage und -identität zum länderübergreifenden Vergleich mittels Befragung
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff (DCM)
    • Laufzeit: 2015-2016
    • Förderung: Forschungspool Universität Fribourg

     

    Die Studie hat zum Ziel eine neue Messskala zu entwickeln, die Länderimages und ihre Wirkungen auf Verhaltensabsichten zu messen. Auf Basis eines mit Forschern aus den USA entwickelten Forschungsinstruments validiert, überträgt und pre-testet die Studie das Forschungsinstrument, um dieses in den drei Schweizer Sprachregionen sowie in den Schweizer Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Italien anwenden zu können. Dieses Vorgehen ermöglicht die Weiterentwicklung einer komplexen Skala zur Messung von Länderimages. 

    Dies ist der Ausgangspunkt für die Erhebung weiterer repräsentativer Daten zur Analyse des Einflusses verschiedener Dimensionen von Länderimages auf bestimmte Verhaltensweisen. Dazu zählen die politische Absicht die Schweiz zu unterstützen, Reise- oder Investitionsabsichten in die Schweiz. Zum ersten Mal ist es durch das entwickelte Forschungsinstrument möglich, die wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedeutung eines (Schweizer) Landesimages in relevanten Partnerländern zu verdeutlichen. Zudem zeigt das Forschungsinstrument auf, wie das Schweizer Landesimage in den jeweiligen Ländern mit dem Selbstbild von Schweizer Bürgern (Länderidentität) in Zusammenhang steht.

     

    Publikationen und Vorträge (Auswahl):

    • Ingenhoff, D.; White, C.; Buhmann, A.; Zhang, T. & Kiousis, S. (2016): Developing a scale to measure country image. 19th annual International Public Relations Research Conference, Miami, Florida, USA, 2.-6.3.2016.
  • Reputation spillover effects: How corporate and politician’s reputation affect the country image
    • Principal investigator: Diana Ingenhoff (DCM), Candace White (University of Tennessee), Spiro Kiousis (University of Florida)
    • Duration: 2015-2018
    • Funding: Own funds

     

    Organizational crises not only damage an organization’s reputation, but can also influence how an organization’s home country is perceived abroad. In this project, we examine the effects of media-constructed associations between a country and another entity like a company or a political leader on perceived associations between the two during organizational crises to assess how differences in these perceived associations may lead to differences people’s assessment of crisis responsibility (organization/political leader v. country) and reputational damage (organization/political leader v. country). Also, we analyze the role of country image as a potential buffer to moderate those effects for the organization’s home country.


    Publications and Presentations (Selection):

    • Ingenhoff, D., Buhmann, A., White, C., Zhang, T. & Kiousis, S. (2018). Reputation Spillover: Corporate Crises’ Effects on Country Reputation. Journal of Communication Management, 22(1), pp. 96-112. Link
    • Ingenhoff, D.; Buhmann, A.; Zhang, T.; White, C. & Kiousis, S. (2016): Country of origin reversed: spillover effects of corporate crises on home country's image. 6th European Communication Research Conference ECREA, Prague, 9.-12.11.2016.
    • Ingenhoff, D.; Buhmann, A.; White, C.; Zhang, T. & Kiousis, S. (2016): Exploring reputational spillover effects: How corporate crises affect their home country's reputation. European Public Relations Education and Research Association (EUPRERA) Annual Conference, Groningen, Netherlands, 29.09.-1.10.2016.
    • Ingenhoff, D. & Klein, S. (2016): Charisma or competence? Spillover-effects of political leader's image on their home country's image. European Public Relations Education and Research Association (EUPRERA) Annual Conference, Groningen, Netherlands, 29.09.-1.10.2016.
  • Die Entwicklung von Indikatoren für den Nutzungswert von Forschung in den Kommunikationswissenschaften: Ein produktiver Interaktionsansatz
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff (DCM), Benedetto Lepori (Università della Svizzera Italiana, Lugano)
    • Laufzeit: 2012-2017
    • Finanzierung: Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) / Swissuniversities

     

    Unter der Leitung von Prof. Diana Ingenhoff wird in einem durch die CRUS geförderten Projekt gemeinsam mit der Universität Lugano die Forschungsleistung der Schweizerischen Medien- und Kommunikationswissenschaft analysiert. Dabei wird ein Ansatz verfolgt, durch den nicht nur die spezifischen Forschungsaktivitäten der verschiedenen Schweizer Institute, sondern auch deren vielfältige Interaktionen mit einem weiten sozialen Umfeld abgebildet werden können. Das Projekt bildet die Fortsetzung des 2009–2012 erfolgreich realisierten CRUS-Projekts "Measuring Research Output in Communication Sciences between international benchmarks, cultural differences and social relevance" und erfolgt in Kooperation mit der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaften (SGKM).


    Publikationen und Vorträge (Auswahl):

    • Lepori, B.; Wise, M.; Ingenhoff, D. & Buhmann, A. (2016): The dynamics of university units as a multi-level process. Credibility cycles and resource dependencies. Scientometrics. 109(3), 2279–2301. Link
    • Buhmann, A.; Ingenhoff, D. & Lepori, B. (2015): Dimensions of diversity: mapping the field of media and communication studies by combining cognitive and material dimensions. European Journal of Communication Research. Vol. 40(3), 267–293. Link
    • Buhmann, A., Lepori, B., Ingenhoff, D. (2017): Clashing Conventions: Exploring Human Resource Management in the Cleavage Between Local Orders and Global Standards. CHER Consortium of Higher Education Researchers Conference 2017, 28.-30.08.2017, Jyväskylä, Finland
    • Buhmann, A.; Lepori, B. & Ingenhoff, D. (2016): Clashing Conventions? Exploring Human Resource Management in the Cleavage Between Academic Field Traditions and New Institutional Rules. Quantitative and Qualitative Insights from the Field of Communication and Media Studies in Switzerland. International Conference on Science and Technology Indicators (STI), Valencia, Spain, 14.-16.09.2016.
    • Lepori, B.; Wise, M.; Ingenhoff, D. & Buhmann, A. (2015): The dynamics of university institutes as a multi-level process. Credibility cycles and resource dependencies. 20th International Conference on Science and Technology Indicators (STI), Lugano, Switzerland, 2.-4.9.2015.
    • Buhmann, A; Ingenhoff, D. & Lepori, B. (2015): Comparing strands of research in media and communication studies: an empirical analysis of the cognitive and material territory in Switzerland. Annual Conference of SACM (Swiss Association of Communication and Media Research), Bern, Switzerland, 13.-14.3.2015.
    • Buhmann, A.; Ingenhoff, D. & Lepori, B. (2014): Dimensions of Diversity: Analyzing research patterns in media and communication science by combining cognitive and material dimensions. 64th Annual Conference of the International Communication Association (ICA). Seattle, USA, 22.-26.5.2014.
  • Von sozialer Verantwortung zu sozialer Advocacy: Eine multikulturelle Analyse der Wirkung von CSR-Kommunikation
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff (DCM), Kelly P. Werder (University of South Florida, Tampa)
    • Laufzeit: 2015-2016
    • Förderung: Page Legacy Scholar Grant, Arthur W. Page Center

     

    Aus über 50 Einreichungen wurde Diana Ingenhoff als erste Europäerin gemeinsam mit Kelly P. Werder von der University of South Florida in Tampa eines der renommierten Page Legacy Scholar Grants des Arthur W. Page Centers zugesprochen. Ihr Projekt “From social responsibility to social advocacy: A multicultural analysis of the effects of CSR communication on the communication behavior of publics” untersucht die Auswirkungen von CSR-/Verantwortungskommunikation unter Berücksichtigung verschiedener Kommunikationsstrategien innerhalb einer vergleichenden Studie in den USA und der Schweiz. Das Arthur W. Page Center schreibt jedes Jahr Forschungsmittel zur Unterstützung von Projekten im Bereich der öffentliche Kommunikation, Ethik und Verantwortung aus, die in einem kompetitiven Auswahlverfahren für innovative Projekte vergeben werden. Die ausgewählten Forscherinnen und Forscher sind für die Dauer von einem Jahr Arthur W. Page and Johnson Legacy Fellows, und stehen in engem Austausch mit dem Forschungsnetzwerk des Arthur W. Page Centers.

     

    Publikationen und Vorträge (Auswahl):

    • Ingenhoff, D.; Werder, K. & Bachmann, P. (2016): CSR and Issue Advocacy: how issue topic influences credibility and legitimacy. 6th European Communication Research Conference ECREA, Prague, 9.-12.11.2016.
    • Werder, K.; Ingenhoff, D. & Bachmann, P. (2016): From social responsibility to social advocacy: An analysis of the effects of issue advocacy in corporate and non-profit CSR messaging. European Public Relations Education and Research Association (EUPRERA) Annual Conference, Groningen, Netherlands, 29.09.-1.10.2016.
  • Herausforderungen der Digitalisierung für die Organisationskommunikation und Public Diplomacy: Social Media Kommunikation, Netzwerkanalyse und Key Influencer Marketing
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff

    • Laufzeit: 2015-2020

    • Förderung: Eigene Finanzierung

     

    In den letzten Jahren sind die Kommunikation in den Sozialen Medien sowie Influencer Marketing zu einer der wichtigsten Herausforderungen im Mediensektor geworden, insbesondere für die Organisationskommunikation und (digitale) Public Diplomacy. Das Projekt widmet sich der Untersuchung

    • von potentiellen Vorzügen von Influencer Marketing und dessen Wirkung auf Glaubwürdigkeit und Professionalität,
    • der Bedeutung von Blogs von Teilnehmern internationaler Austauschprogramme sowie der Bedeutung narrativer Strategien für das Einbeziehen der Leser und die Darstellung des Bloggers als kultureller Vermittler in Digital Diplomacy sowie
    • warum und wie Individuen die Markenseiten von Unternehmen auf den Sozialen Netzwerken nutzen.

    Das interdisziplinär angelegte Forschungsprojekt stützt sich auf Theorien und Literatur aus den Bereichen Kommunikationsmanagement, internationale Public Relations Marketing, Medienpsychologie sowie Mediennutzungsforschung und kombiniert dabei qualitative und quantitative empirische Methoden.

     

    Publikationen und Vorträge (Auswahl):

    • Ingenhoff, D., Calamai, G., Sevin, E. (2019). Key Influencers in Public Diplomacy: A Country-based Social Network Analysis. 69th Annual Conference of the International Communication Association (ICA), Washington, D.C., USA, 24.–28.05.2019.
    • Calamai, G., & Ingenhoff, D. (2019). Key Influencers in Public Diplomacy: A Country-based Social Network Analysis. Annual Conference of SACM (Swiss Association of Communication and Media Research), St.Gallen, Schweiz, 3.–5.4.2019.
    • Chariatte, J., Segev, E., & Ingenhoff, D. (2019). Tweeting #Country: A comparative analysis of country images as a new instrument for developing international communication strategy. IAMCR International Association for Media and Communication Research, International Communication Section, Madrid, Spain, 7.-11.07.2019.
    • Sevin, E., & Ingenhoff, D. (2018). Public diplomacy on social media: Analyzing networks and content. International Journal of Communication, 12, 3663–3685.
    • Ingenhoff, D. & Tovirac, A. (2017): Herausforderungen und Grenzen von Influencer-Kommunikation. DGPuK-Fachgruppentagung PR/Organisationskommunikation, Wien, Österreich, 23.-25.11.2017.
    • Lee, K. S. & Ingenhoff, D. (2017). Storytelling as an engagement strategy: Key influencers in online educational and cultural exchange communities. CPD (Center on Public Diplomacy) Oxford Doctoral Conference on Digital and Public Diplomacy, University of Oxford, Great Britain, 02.-03.06.2017.
    • Sevin, E., Ingenhoff, D. (2017): Overcoming the Measurement Challenge: Nation branding messages on social media. 67th ICA Annual Conference, San Diego, USA, 25.-29.5.2017.
    • Ruehl, C.H. & Ingenhoff, D. (2015): Communication management on social networking sites: Stakeholder motives and usage types of corporate Facebook, Twitter and YouTube pages. Journal of Communication Management. Vol. 19(3), 288-302. Link
  • Die soziale Konstruktion von Diskursen zu Länderimages und Länderidentität in West- und Osteuropa. Eine Vergleichsstudie der Schweiz und von Rumänien
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff (DCM), Alina Dolea (Bournemouth University)
    • Laufzeit: 2015-2017
    • Förderung: SCIEX

     

    Das Projekt, welches durch den Sciex – Scientific Exchange Programme – gefördert ist, widmet sich dem Anliegen von Ländern, ihre Images über Ländergrenzen hinweg zu bewerben und dem aktuellen Link solcher Diskurse zu neuen Themen, die in der Europäischen Öffentlichkeit aufkommen, wie bspw. der Masseneinwanderung in die Europäischen Union, die zu einer hitzigen Debatte in etablierten wie auch in neuen demokratischen Ländern geführt hat. In post-kommunistischen Länder Osteuropas hat das Thema Immigration eine Debatte verursacht, die sich auf den Bildungsprozess einer nationalen Identität nach dem Fall des Kommunismus fokussiert und führte zu einem Diskurs der Landesidentität („Wer sind wir“). In konsolidierten Demokratien ist die Debatte eher verbunden mit dem Einfluss von Anti-Immigrationsmessungen auf das Länderimage („wie werden wir wahrgenommen”) – dies kann als widersprüchlich angesehen werden zu dem vorherrschenden Image des „Demokratiemodells“. Vor diesem Hintergrund untersucht das Forschungsprojekt die soziale Konstruktion von Diskursen zu nationaler Identität und Länderimage in der Schweiz und Rumänien – Ländern, die eine konsolidierte sowie eine post-kommunistische Demokratie repräsentieren und in unterschiedlichen politischen und kulturellen Systemen (individualistisch versus kollektivistisch) eingebettet sind. Die Forschung gründet auf das 4D-Model von Länderimages (Buhmann & Ingenhoff, 2015) und füllt eine wichtige Forschungslücke in den folgenden Bereichen: (1) wie können Regierungen, Medien und die zivile Gesellschaft Länderimages konstruieren – bisherige Studien untersuchen nur Kampagnen, die an ausländische Publika gerichtet sind; (2) welche Konsequenzen haben Unterschiede im politischen System und der Kultur für die Bildung von Länderimages und -identitäten.  

     

    Publikationen und Vorträge (Auswahl):

    • Dolea, A.; Ingenhoff, D. & Tarnovan, A. M. (2016): Media discourses on Swiss Country Image and Identity: The case of the "stop mass immigration initiative". European Public Relations Education and Research Association (EUPRERA) Annual Conference, Groningen, Netherlands, 29.09.-1.10.2016.
    • Dolea, A. & Ingenhoff, D. (2017): Public diplomacy in new and old European democracies: how institutional understanding shapes practices. ISA’s 58th International Studies Association Annual Convention, Baltimore, Maryland, USA, 22.-25.2.2017.
  • Medienunternehmen zwischen Medienverantwortung und gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff, Philipp Bachmann
    • Laufzeit: 2012-2016
    • Finanzierung: Eigenmittel


    Aufgrund des Strukturwandels der Medien und der Moralisierung von Unternehmen sind Medienunternehmen mit zwei Verantwortungsformen konfrontiert: Media Responsibility und Corporate Social Responsibility. Im Projekt erforschen wir die Mechanismen des Zuschreibens dieser Verantwortungen – insbesondere mit Blick auf Legitimation und Glaubwürdigkeit. 


    Publikationen und Vorträge (Auswahl):

    • Bachmann, P. (2017). Medienunternehmen und der strategische Umgang mit Media Responsibility und Corporate Social Responsibility. Wiesbaden: Springer VS. Link
    • Bachmann, P. & Ingenhoff, D. (2014): Interpreting Media Responsibility and Corporate Social Responsibility through Giddens' Structuration and Late Modernity Theory. Annual Conference of SACM (Swiss Association of Communication and Media Research), Zurich, Switzerland, 11.-12.4.2014.
    • Ingenhoff, D. & Kölling, A. M. (2012): Media governance and corporate social responsibility of media organizations: An international comparison. Business Ethics: A European Review. Vol. 21(2), 154-167. Link
  • Ein Vergleich verschiedener Kulturen in der Unternehmenskommunikation
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff (DCM), Jochen Hoffmann (Universität Aalborg), Ulrike Röttger (Universität Münster)
    • Laufzeit: 2012-2015
    • Finanzierung: Eigenmittel

     

    In diesem internationalen Vergleichsprojekt werden die Wechselbeziehungen zwischen der Praxis der Unternehmenskommunikation (abhängige Variable) und verschiedenen Nationalkulturen (unabhängige Variable) untersucht. Dabei werden die 500 grössten Unternehmen in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Australien, Grossbritannien, Indonesien, Israel und Vietnam analysiert. Das Forschungsprojekt zeigt auf, welche Faktoren in der Unternehmenskommunikation spezifisch für bestimmte nationale und kulturelle Kontexte sind sowie welche generisch sind und mit globalen Konzepten übereinstimmen.

     

    Publikationen und Vorträge (Auswahl):

    • Hoffmann, J.; Röttger, U.; Ingenhoff, D. & Hamidati, A. (2015): The rehabilitation of the “nation variable”. Links between corporate communication and the cultural context in five countries. Corporate Communication: An International Journal. Vol. 20(4), 483 – 499. Link
    • Hoffmann, J.; Ingenhoff, D. & Röttger, U. (2014): A universal practice for diverse cultures? An international comparative study on exploring the links between corporate communications and perceptions of the organizational environment. European Public Relations Education and Research Association (EUPRERA) Annual Conference, Brussels, Belgium, 11.-13.9.2014.
  • Qualitätsmanagement für die Onlinekommunikation des Eidgenössichen Departments für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK)
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff
    • Laufzeit: 2008-2009
    • Förderung: Eidgenössiches Department für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK)

     

    Politische Kommunikation im Internet kann massgeblich zur Wahrnehmung von politischen Prozessen beitragen. Die Website der Schweizer Konföderation beschäftigt sich mit den Kommunikationszielen des Bundesrats, der Organisation und den Nutzerbedürfnissen der Website. Als Teil der „Web strategy Confederation 2010” hat das UVEK Prof. Dr. Diana Ingenhoff und ihr Forschungsteam mit dem Qualitätsmanagement für die Onlinekommunikation der Konföderation beauftragt. Darüber hinaus wurden in Kooperation mit einer internen Expertengruppe die Kernziele für das Kommunikationscontrolling in politischen Organisationen diskutiert und evaluiert.

  • Evaluation von Kommunikationsmassnahmen des Eidgenössischen Departments für Wirtschaft
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff
    • Laufzeit: 2007-2008
    • Förderung: Eidgenössiches Department für Wirtschaft

     

    Das Ziel eines Kommunikationskonzeptes für Regierungsaktivitäten ist die Vermittlung eines langfristigen und komplexen Prozesses, die Entfachung von Anreizen und das Gewinnen von Vertrauen. Das Eidgenössische Department für Wirtschaft hat Prof. Dr. Diana Ingenhoff und ihr Forschungsteam damit beauftragt, seine Kommunikationsaktivitäten und Strategien mit seinen wichtigsten Partnern zu evaluieren. Das ist dazu bestimmt, die Wahrnehmung in Hinblick auf die thematischen Fokusse zu messen und deren Wahrnehmung von Reputation und Vertrauen zu untersuchen.

    Dazu wurde ein standardisierter Fragebogen entwickelt, der von verschiedenen Anspruchsgruppen und Partnern des Eidgenössichen Departements beantwortet und durch qualitative Interviews vervollständigt wurde. Die Resultate weisen darauf hin, dass das Eidgenössische Department aktiv in seinen Hauptkompetenzfeldern kommuniziert. Insbesondere werden die Aussenwirtschaft, Bildungspolitik und Wettbewerb in Hinsicht auf die Problemlösungsfähigkeiten des Eidgenössichen Departments für Wirtschaft als positiv betrachtet. In Hinblick auf die Kern-Kommunikationsziele konnte herausgefunden werden, dass diese sehr gut erreicht werden, insbesondere was die Reputation, Kompetenz, Authentizität, Vertrauenswürdigkeit und Sympathie angeht.

  • Die Qualität der Wirtschaftsberichterstattung in den Fernseh- und Radionachrichten
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff (DCM) and Sabine Einwiller (Universität Wien)
    • Laufzeit: 2006-2008
    • Förderung: Bundesamt für Kommunikation (BAKOM)

     

    Das Projekt untersucht ausgewählte Nachrichtensendungen der öffentlichen und privaten Sendeanstalten der drei Hauptsprachregionen der Schweiz (Deutsch-, Französisch- und Italienischsprachige Region) und analysiert, in welchem Masse die mit den gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen übereinstimmen. Die Untersuchung hat einen Fokus auf die Qualität der Nachrichtensendungen in Hinblick auf ihre Verständlichkeit, Unabhängigkeit sowie die Ausrichtung auf die Rezipienten. Mittels einer Rezipientenbefragung werden Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen den öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkunternehmen in den drei Sprachregionen bestimmt und analysiert.

    Als eine Anschlussuntersuchung wird auch die Produktionsseite betrachtet. Dafür wurden die Arbeitsweise sowie die Bedürfnisse von Wirtschaftsjournalisten, die für TV- und Radioanstalten arbeiten, untersucht. Auf Grundlage dieser fundierten Erkenntnisse alle Parteien betreffend ist es möglich, Rückschlüsse auf die Qualität der Wirtschaftsberichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in elektronischen Medien in der Schweiz zu ziehen. 

    Die Studie gibt Empfehlungen für Nachrichtensendungen sowie bestimmte Formaten, die Wirtschaftsthemen behandeln.


    Publikationen und Vorträge (Auswahl):

    • Sommer, K.; Einwiller, S.; Ingenhoff, D. & Winistörfer, N. (2010): Wirtschaftsberichterstattung im Rundfunk der Schweiz – Unterschiede zwischen den Sprachregionen. SComS (Studies in Communication Sciences). Vol. 10(2), 27-50.
    • Einwiller, S.; Ingenhoff, D.; Sommer, K. & Wiegand, G. (2008): Business News Coverage in Switzerland – Comparing the News Programs in Public and Private TV and Radio. 2nd European Communication Conference of the European Communication Research and Education Association (ECREA), Barcelona, Spain, 25.-28.11.2008.
  • IReMS: Integrated Reputation Management System – Integrierte Analyse von Werttreibern für die Reputation
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff (DCM)
    • Laufzeit: 2003-2012
    • Förderung: Telekom Austria, Corporate Communication Cluster Vienna

     

    Das Projekt zielt darauf ab, die Spezifikationen und Dimensionen von Unternehmensreputation und die Wechselbeziehungen zwischen Reputation und Vertrauen zu erklären. Dazu wird eine Skala entwickelt und validiert, die die Messung dieser Konstrukte und den Vergleich über verschiedene Anspruchsgruppen hinweg ermöglicht. Mittels mehrfacher Stakeholder-Befragungen und durch die Analyse mit Strukturgleichungsmodellen können Aussagen darüber getroffen werden, welche Dimensionen für die Reputation einer jeweiligen Organisation sowie für das Vertrauen in eine Organisation aus Sicht der Anspruchsgruppen von Bedeutung sind. 

    In der heutigen Mediengesellschaft, die von einer zunehmenden Informationskomplexität gezeichnet ist, sind Vertrauen und Reputation Schlüsselkriterien, um sich von anderen Organisationen abzugrenzen und stellen aus diesem Grund auch einen langfristigen Wettbewerbsvorteil dar, der entscheidend für den Erfolg einer Organisation sein kann.

    Um diese immateriellen Vermögenswerte aktiv beeinflussen zu können, ist es notwendig die Werttreiber von Reputation für verschiedene Anspruchsgruppen zu analysieren, diese messbar zu machen und herauszufinden, wie diese zur Reputationsbildung beitragen. Nur eine detaillierte Untersuchung der Reputation und ihrer konstituierenden Faktoren erlaubt eine effiziente und effektive Kommunikationsevaluation und die Optimierung dieser Massnahmen, um nach möglichen Gründen einer variierenden Reputation zu suchen.

    In Kooperation mit internationalen Unternehmen entwickelt und präzisiert das Projekt ein Messinstrument, welches die Methoden der Marktforschung und der Evaluation der Medienberichterstattung miteinander verbindet und Werttreiber von Reputation überwacht (IReMS).

     

    Publikationen und Vorträge (Auswahl):

    • Ingenhoff, D. & Bredl, M. (2010): Integriertes Reputationsmanagement¬system der Telekom Austria. In: Pfannenberg, J. & Zerfass, A. (eds.) Wertschöpfung durch Kommunikation. Kommunikations-Controlling in der Unternehmenspraxis. Wiesbaden: Frankfurter Allgemeine Verlag, 239-250.
    • Ingenhoff, D. (2007). Integrated Reputation Management System (IReMS). Ein integriertes Analyseinstrument zur Messung und Steuerung von Werttreibern der Reputation. PR-Magazin 38(7), 55-62.
  • Der Beziehungsaufbau von wohltätigen NPOs mittels Internet und Online-PR
    • Projektleitung: Diana Ingenhoff (DCM)
    • Laufzeit: 2007-2008
    • Förderung: Eigenmittel


    Seit nahezu zwei Jahrzehnten untersuchen PR-Forscher die Rolle des Internets für den Aufbau von Beziehungen und das Führen von Dialogen. Insbesondere Organisationen, die von ihren Anspruchsgruppen abhängig sind, wie beispielsweise wohltätige Organisationen können von den Potenzialen des Internets profitieren. Bisher wird das Potential jedoch kaum genutzt. Dieses Forschungsprojekt untersucht die Websites von wohltätigen Organisationen in der Schweiz und ihren Nachbarländern, um herauszufinden, wie das Internet zum Aufbau von Beziehungen und einem Dialog mit ihren Anspruchsgruppen (z.B. mit potentiellen Spendern und den Medien) genutzt wird. Die Resultate zeigen, wie die neuen Medien genutzt werden können, um den Aufbau von Beziehungen zu verbessern und um dialogorientiert mit den Anspruchsgruppen einer Organisation zu kommunizieren.


    Publikationen und Vorträge (Auswahl):

    • Ingenhoff, D. & Kölling, M. (2010): Web sites as a dialogic tool for charitable fundraising NPOs – an international comparison. International Journal of Strategic Communication. Vol. 4(3), 171-188. Link
    • Ingenhoff, D. & Kölling, M. (2009): The potential of web sites as a relationship-building tool for charitable fundraising NPOs. Public Relations Review. Vol. 35(1), 66-73. Link
    • Ingenhoff, D. & Kölling, M. (2008): Using the Potential of Online-Communication for Fundraising Activities of Charitable NPOs: A Comparative Study in Switzerland, Germany and France. European Public Relations Education and Research Association (EUPRERA) Annual Conference, Milan, Italy, 16.-18.10.2008.