Wissenschaftskommunikation

Eine Spezialistin für den Bereich der Wissenschaftskommunikation ist Prof. Dr. Julia Metag, die von 2016 bis 2019 am DCM lehrte und forschte. Sie beschäftigt sich damit, wie wissenschaftliche Themen in der öffentlichen Debatte präsentiert werden, wie Medien die Wissenschaft beeinflussen (Medialisierung der Wissenschaft) und wie Bürgerinnen und Bürger Wissenschaft wahrnehmen und sich darüber informieren. Auch Fragen, wie Informationen über Wissenschaft in neuen Kommunikationsumwelten online dargestellt und genutzt werden, sowie zur Veränderung von Kommunikation über Wissenschaft durch das Internet gehören zu diesem Forschungsbereich.

 

Forschungsprojekte

 

  • Wissenschaftsbarometer Schweiz
    • Projektteam: Julia Metag (DCM), Mike S. Schäfer, Silje Kristiansen, Adrian Rauchfleisch (Universität Zürich)
    • Laufzeit: 2016 bis 2022
    • Förderung: Gebert Rüf Stiftung, Stiftung Mercator Schweiz, IPMZ - Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich

     

    Das Wissenschaftsbarometer Schweiz erhebt, über welche Kanäle, in welcher Form und wie häufig Schweizer Bürgerinnen und Bürger mit wissenschaftlichen Themen in Kontakt kommen und mit welchem Wissen und welchen Einstellungen dies einhergeht. Mittels einer repräsentativ angelegten, alle drei Jahre stattfindenden Befragung der Schweizer Bevölkerung lassen sich der gegenwärtige, tiefgreifende Wandel der Wissenschaftskommunikation und ihres Publikums nachvollziehen und Zusammenhänge zwischen Wissenschaftskommunikation, ihrer Nutzung und Reaktionen auf Seiten des Publikums aufdecken. Es finden drei Befragungswellen – 2016, 2019 und 2022 – statt sowie drei begleitende Workshops. Ziel ist, das Projekt auch nach 2022 dauerhaft weiterzuführen.

     

    Präsentationen und Publikationen:

    • Metag, Julia & Schäfer, Mike S. (2016): Das Wissenschaftsbarometer Schweiz – Erste Ergebnisse und Perspektiven. Vortrag auf der ScienceComm’16, Grandson, 22.-23.09.2016.
    • Schäfer, Mike S. (2015): Das WissensCHaftsbarometer Schweiz. Forum Wissenschaftskommunikation von "Wissenschaft im Dialog", 31.11.2015.
    • Schäfer, Mike S. (2015): Changes and Challenges in Science Communication and their Implications for Survey Research. Input to the International Workshop "Survey Research in Science Communication", University of Koblenz-Landau, Schloss Rauischholzhausen. 9.6.2015.

     

    Weitere Informationen

  • Rezeption von Wissenschaftskommunikation: Vertiefungsstudie zum Wissenschaftsbarometer Schweiz
    • Projektteam: Carmen Koch (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften), Iris Herrmann (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften), Julia Metag (DCM), Mirco Saner (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) und Mike S. Schäfer (Universität Zürich)
    • Laufzeit: 2017 bis 2018
    • Förderung: Stiftung Mercator Schweiz

     

    Mit einer innovativen, in zwei Vorstudien erprobten Smartphone-Tagebuchmethode werden Detailinformationen zur konkreten, individuellen Nutzung von Wissenschaftskommunikation in Echtzeit erhoben: Wie und auf welchem Wege nehmen Personen wissenschaftliche Informationen wahr? Welche Rolle spielen dabei unterschiedliche Kanäle? Welche Themen interessieren und sprechen die Rezipienten darüber?

    Für die vier im Wissenschaftsbarometer identifizierten Rezipiententypen – den «Science-Philes», «kritisch Interessierten», «passiven Unterstützern» und «Distanzierten» – werden jeweils zehn Personen mit der Führung eines elektronischen Tagebuchs beauftragt. Die Probanden zeichnen fotodokumentarisch oder über Kommentare ihre Begegnungen mit Wissenschaft auf. Anschliessend werden die Tagebücher in Leitfadeninterviews mit den Probanden diskutiert und die Inhalte analysiert.

    Die Ergebnisse lassen es zu, der Praxis konkrete Vorschläge zur Gestaltung von Wissenschaftskommunikation zur Verfügung zu stellen, wodurch sowohl Wissenschaftskommunikatoren als auch das Publikum profitieren.