Arbeit an der eigenen Praxis

 

Das Modul "Arbeit an der eigenen Praxis" umfasst zwei Aktivitäten, die sich ergänzen:

  1. Teilnahme an den Treffen einer Praxisgemeinschaft
  2. Analyse konkreter Lehrsituationen (Intervision oder Autoskopie)

1. Bei den Treffen der Praxisgemeinschaft handelt es sich um Gruppentreffen zum Austausch und zur Analyse der Lehrpraxis der Teilnehmenden. Während eines Ausbildungsjahres treffen sich diese Gruppen viermal für jeweils ca. 2,5 Stunden. Die zu bearbeitenden Themen werden beim ersten Treffen ausgewählt, indem alle TeilnehmerInnen Situationen oder Probleme aus Ihrer Praxis beschreiben. Ausserdem wird ein Gruppentagebuch erstellt, in dem zum einen Erfahrungen und Lernergebnisse dokumentiert werden und zum anderen Umsetzungen neuer Lehrpraktiken beschrieben werden.

2. Bei der Analyse konkreter Lehrsituationen wählen TeilnehmerInnen eine von zwei Aktivitäten:

  • Intervision (in Zweiergruppen): Die Partner einer Dyade besuchen sich gegenseitig in einer Lehrveranstaltung. Dies umfasst drei Phasen: Vorbereitung des Unterrichtsbesuchs,  Beobachtung und Feedback. Die Intervision erlaubt einen konkreten Aspekt der eigenen Lehre konstruktiv zu beleuchten. oder
  • Autoskopie (individuell): Jede Person filmt sich in einer beruflichen Situation (eine Lehrveranstaltung oder ähnliches), um eine Feinanalyse durchzuführen.
  • Lernziele
    • die eigene Lehrpraxis reflektieren
    • Erfahrungen anderer Lehrender diskutieren
    • einen spezifischen und relevanten Aspekt der Lehre analysieren
  • Sprache

    Deutsch (mündlich und schriftlich)

  • Verantwortlichen

    Arnold Wyrsch (Prof. emer.) hat eine Ausbildung als Primarlehrer und einen Hochschulabschluss in Pädagogik, Angewandter Psychologie und Staatsrecht der Universität Zürich. Er ist auch Supervisor IAP. Seit 1993 doziert er an der Fachhochschule Aargau (FHA) in Aarau und ist Mitglied des Ausschusses E-Learning der FHA. Ab 2006 bis 2014 war er als Dozent an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) tätig. Ab 2009 bis 2017 hat er ein Teilpensum an der Pädagogischen Hochschule in Zug. Seine Arbeitsschwerpunkte sind pädagogische Psychologie und Heilpädagogik, Supervision und Berufseinstieg sowie Hochschuldidaktik.

    Marie Lambert, conseillère pédagogique am Zentrum für Hochschuldidaktik der Universität Freiburg

  • Daten und Ort

    Vorbereitungssitzung: Dienstag, 8. September 2020 (13.30-16.30 Uhr)
    4 Treffen der Praxisgemeinschaft (die Termine werden in der Gruppe festgelegt; sie finden zwischen Oktober 2020 und Juni 2021 statt)
    Eigene Organisation für die Intervision/Autoskopie

    Die Anmeldungen werden am 2. Juni 2020 eröffnet.

    Universität Freiburg, Gebäude PER21 (Bd de Pérolles 90)

  • Validierung

    Modul mit 2 ECTS

    Validierungsarbeit:

    • Treffen der Praxisgemeinschaft: Teilnahme an den Treffen und Beitrag zu Gruppenaktivitäten
    • Intervision oder Autoskopie: Gegenseitiger Unterrichtsbesuch und individueller Bericht oder individuelle Analyse einer Situation und individueller Bericht
  • Anmeldegebühr

    CHF 500.- (kostenlos für Lehrpersonen der Universität Freiburg)