Der Umweltforschungspreis der Universität Freiburg 2020 ist zum Wettbewerb ausgeschrieben

Der Umweltforschungspreis der Universität Freiburg wird zum achten Mal ausgeschrieben. Der Preis bezweckt die Förderung der disziplinären und interdisziplinären Forschung im Bereich Umweltwissenschaften und Nachhaltigkeit. Es werden Nachwuchsforschende ausgezeichnet, die mit ihren innovativen und hervorragenden wissenschaftlichen Arbeiten wesentlich zum besseren Verständnis von Umweltproblemen und deren Lösung beitragen.

Im Reglement sowie im Merkblatt finden Sie weitere Informationen wie die Teilnahmebedingungen, die Prozedur des Einreichens einer Kandidatur sowie die Organisation und Geschichte des Umweltforschungspreises.

Merkblatt UFP 2020

Reglement

Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger
  • 2018: Basil Oberholzer

    Der Gewinner des 7. Umweltforschungspreises der Universität Freiburg wurde am 15. November anlässlich des Dies Academicus geehrt. Rektorin Astrid Epiney überreichte dem Ökonomen Basil Oberholzer den Preis für seine Doktorarbeit "Monetary Policy and Crude Oil: the Impacts of the Financial System on Economic Stability and Environment".

    Kurzbeschreibung der Arbeit: "This Ph.D. thesis provides an analysis of the relationships between monetary policy and the global crude oil market. It finds that expansive monetary policy causes speculative investment in the oil market giving rise to price volatility and higher oil consumption. Based on the resulting conclusions, a new policy approach is proposed: the oil price targeting system. It is a framework, which establishes financial and economic stability in the oil market while reducing oil consumption. The new policy proposition thus shows how monetary policy can be employed to pave the way out of fossil energy and set the conditions for the mainstreaming of green finance, renewable energies and energy efficiency. Potential criticisms of the oil price targeting system are addressed and taken into account."

  • 2016: Naomi Vouillamoz

    In ihrer Dissertation untersuchte Naomi Vouillamoz die Nano-Seismizität, also Erdbeben mit sehr geringer Intensität, in einem "Freiburger Zone" genannten seismisch aktiven Gebiet im Kanton Freiburg. Frau Vouillamoz Interpretation der Daten ist methodisch innovativ und ergibt ein Bild der räumlichen Verteilung und Stärke der Erdbeben. Diese Resultate führen zu einem besseren Verständnis des Zusammenhangs von Erdbeben und regionalen tektonischen Strukturen.

    Die Jury unterstreichte: «Es handelt sich bei dieser Studie um einen wichtigen Meilenstein für unsere Kenntnisse über die Spannungsevolution im Voralpenland. Insbesondere im Kanton Freiburg wird diese Arbeit die Grundlage für unsere zukünftigen Machbarkeitsstudien im Bereich Kohlenwasserstoffexploration und Tiefengeothermie bilden.»

    Frau Vouillamoz Arbeit ist eine Spitzenleistung auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft. Ihre wissenschaftlichen und persönlichen Qualitäten und ihre Motivation zeichnen Frau Vouillamoz als talentierte Forscherin aus.

  • 2014: Raphaël Mahaim

    Die Universität Freiburg verleihte den 5. Umweltforschungspreis an Raphaël Mahaim für seine Doktorarbeit mit dem Titel «Le principe de durabilité et l’aménagement du territoire – Le mitage du territoire à l’épreuve du droit: utilisation mesurée du sol, urbanisation et dimensionnement des zones à bâtir». Mit einer durchwegs pluridisziplinären Herangehensweise zeigt der Autor, dass ökologische Nachhaltigkeit strenge Schutzmassnahmen von natürlichen Ressourcen voraussetzt und dass der Artikel 73 der Bundesverfassung, in welchem das Prinzip der Nachhaltigkeit festgehalten ist, bereits Elemente enthält, die direkt umgesetzt werden könnten. Die im Mai 2014 in Kraft getretene Gesetzesrevision zielt ebenfalls in diese Richtung. Der Preis wurde von der Sociéte anonyme pour l’incinération des déchets du canton de Fribourg et de la Broye vaudoise (SAIDEF) gestiftet.

  • 2012: Sandra Daguet

    Mit Sandra Daguet erhielt 2012 eine tief in Freiburg verwurzelte junge Ökonomin den Umweltforschungspreis: In Freiburg geboren, studierte sie an unserer Universität Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Nach ihrem Lizentiat im Jahre 2005 arbeitete sie in Genf in einem Büro für Umweltökonomie und Angewandte Ökonomie. 2008 kehrte sie nach Fribourg zurück, wo sie am Lehrstuhl für Öffentliche Finanzen bei Prof. Dafflon arbeitete und im Juni 2012 den Doktortitel für die Arbeit "Environmental Taxes: Institutions, Implementation and the Use of Revenues" erhielt.

    Der von SAIDEF (Société anonyme pour l'incinération des déchets du canton de Fribourg et de la Broye vaudoise) zur Verfügung gestellte Preis wurde Sandra Daguet feierlich am 14. November 2012 von Rektor Guido Vergauwen anlässlich des Dies Academicus überreicht.

  • 2010: Anna Lewis und Odile Bruggisser

    Die Preiskommission für den Umweltforschungspreis der Universität Freiburg entschied 2010, zwei der eingereichten Arbeiten zu prämieren.

    Anna Lewis: Globales Lernen auf der Sekundarstufe I. Konzeption und Evaluation eines Unterrichtskonzepts zum Thema 'Nachhaltiger Tourismus'
    Die Arbeit ist von herausragender Qualität für eine Masterarbeit. Dazu schätzte die Preiskommission insbesondere die Anwendbarkeit - die Arbeit enthält ein direkt umsetzbares Unterrichtskonzept.

    Odile Bruggisser: The conservation of spiders in agro-ecosystems: a diversity of approaches
    Die Arbeit ist das Resultat wertvoller Forschung, sorgfältig erarbeitet und von hoher Qualität. Die Resultate sind äusserst bemerkenswert und für den biologischen Weinanbau von Bedeutung.

  • 2008: Martine Poffet

    Die Kommission des Umweltforschungspreises 2008 beschliess, den von der VFI (Vereinigung Freiburger Industrie) finanzierten Preis an Frau Martine Poffet für ihre hervorragende Dissertation zu vergeben.

    Die Arbeit ist ein gutes Beispiel der wichtigen Zusammenarbeit von Industrie und Universität, von Wirtschaft und Wissenschaft, gerade im Bereich Umweltschutz.

  • 2006: Thomas Spiegelberger

    Der 2006 erstmals verliehene Freiburger Umweltforschungspreis ging an den Biologen Thomas Spiegelberger. In seiner Dissertation untersuchte er die Auswirkungen von menschlichen Eingriffen auf alpine Ökosysteme und stellte neue Methoden für die Wiederherstellung des Artenreichtums vor.

    Die Dissertation „Land use, soil nutrient availability and conservation of biodiversity on mountain grassland“ von Thomas Spiegelberger leiste einen gesellschaftlich relevanten Beitrag zum besseren Verständnis von Umweltproblemen bzw. deren Lösung, begründete die Jury ihren Entscheid. Sie würdigte insbesondere den gelungenen Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung. Der Umweltforschungspreis 2006 wurde von der Vereinigung Freiburger Industrie (VFI) finanziert.