Grenzen der Verständigung

Das Wesentliche

Für diese Weiterbildung können Sie sich derzeit nicht anmelden. Wenn Sie sich in die Liste der interessierten Personen eintragen, informieren wir Sie, ab wann eine online-Anmeldung möglich ist.

Daten

Montag, 17. Juni 2019
Dienstag, 18. Juni 2019

Dauer

2 Tage

Kosten

CHF 680.–

Format Seminar
Sprache Deutsch
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Broschüre
Ort/e

Weiterbildungszentrum, Rue de Rome 6, Freiburg

Zielgruppe

Alle, die besser verstehen möchten, warum ein gegenseitiges Verstehen nicht immer möglich ist.

Inhalt

Je mehr Menschen miteinander kommunizieren und verhandeln, Vereinbarungen treffen, Termine koordinieren oder Aufgaben besprechen, desto häufiger kommt es zu Kommunikationsschwierigkeiten und Missverständnissen. Damit sind häufig Gefühle des Unbehagens, der Enttäuschung und des Ärgers verbunden. Interessanterweise sind in diesen ungünstigen Kommunikationssituationen immer die Anderen das Problem! Denn: Sie hören nicht zu; sie denken nur an sich; sie wollen nicht verstehen; sie halten sich nicht an Abmachungen; sie lügen; sie haben kein Verständnis; es fehlt ihnen an Empathie und sozialen Kompetenzen… Kurz: ohne diese Anderen ginge alles viel besser, und die Privat- und Arbeitswelt könnte ein angenehmer Ort sein. Aber eben: die Anderen sind da. Wie mit diesen Personen und ihren Schwächen umgehen? Und was, wenn man selber auch ein Teil des Problems wäre?
Die meisten privaten und beruflichen Beziehungen sind nicht frei gewählt; wir leben grösstenteils in „unfreiwilligen Assoziationen“. Die Anderen können nicht einfach ausgewechselt oder verlassen werden. Wir müssen mit ihnen leben und arbeiten, obwohl sie uns vielleicht nicht verstehen; wir sind von ihnen abhängig und verstehen sie möglicherweise auch nicht. Wir suchen Übereinstimmung in den uns wichtigen Fragen und Entscheidungen, müssen aber lernen, im Dissens miteinander zu leben. Max Planck meinte sogar: „Es gibt Dinge, über die man sich einigen kann, und wichtige Dinge“.
Die Grenzen der Verständigung und damit auch die Voraussetzungen gelingender Verständigungsprozesse werden in diesem zweitägigen Kurs aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Der Kurs dient dem Verstehen und der Analyse der Grenzen der Verständigung. Es handelt sich nicht um einen „Kommunikationskurs“, in welchem suggeriert wird, mit den richtigen Kommunikationstechniken liessen sich Verständigungsprobleme lösen, als vielmehr um einen Kurs, in welchem Sie lernen, Grenzen gelingender Verständigung in konkreten sozialen Situationen besser beurteilen zu können.
Der Kurs wird von der Grundüberzeugung getragen, dass wer die Grenzen der Verständigung versteht und emotional akzeptieren lernt, auch professioneller bzw. gelassener mit Verständigungsproblemen umgehen kann. Diese Selbst- und Sozialfähigkeit hat einen bedeutsamen Einfluss auf das eigene Wohlbefinden, den Selbstrespekt, die berufliche bzw. private Gesamtzufriedenheit und natürlich das Kommunikationsverhalten.

Ziele

Das übergeordnete Kursziel ist die Stärkung der Urteilskompetenzen hinsichtlich:

  • der intrapersonalen, sozialen und situativen Voraussetzungen von Verständigungs-prozessen
  • der kulturellen Eingebundenheit von Interaktions- und Kommunikationsformen
  • der Einsichten in den eigenen, primär emotional-affektiven Umgang mit den Grenzen der interpersonalen Verständigung.
Kursverantwortliche und Referierende

Kursverantwortung

Jungo Alexandra, Prof. Dr. iur., Professorin für Zivilrecht, Universität Freiburg

Kursleitung

Reichenbach Roland, Prof. Dr., Professor für allgemeine Erziehungswissenschaft, Universität Zürich

Daten und Orte
Zeit Ort
17.06.2019 von 09:15 bis 17:15 Weiterbildungszentrum, Rue de Rome 6, Freiburg
18.06.2019 von 09:15 bis 17:15 Weiterbildungszentrum, Rue de Rome 6, Freiburg
Medien und Dokumente

Dokument-e

Bemerkungen zur Anmeldung

Kursvorbereitung
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereiten vor dem Kurs einen Fall aus ihrem beruflichen und/oder privaten Kontext auf, den sie in einer kurzen schriftlichen Skizze (Umfang 1-2 Seiten) festhalten und der Kursleitung zwei Wochen vor dem Kurs zukommen lassen. Die Schilderung soll ein reales Verständigungsproblem darstellen, in welchem die Teilnehmerin bzw. der Teilnehmer direkt involviert sein kann, aber nicht muss. In der Regel wird sich diese – möglichst konkrete – Schilderung auf den beruflichen Kontext beziehen (z.B. auf Kommunikationsprobleme mit Vorgesetzten, KollegInnen, Mitarbeitenden oder mit anderen Abteilungen, Organisationen etc.), kann aber auch andere Lebensbereiche betreffen.