Islam, Jihad und Jugendliche

Das Wesentliche
Daten

Dienstag, 6. Oktober 2020, 09.15–17.00 Uhr

Dauer

1 Tag

Kosten

CHF 340.–

Format Seminar
Sprache Deutsch
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Broschüre
Ort/e

Weiterbildungszentrum, Rue de Rome 6, Freiburg

Zielgruppe

Fachpersonen aus der Jugendarbeit, dem Sozial-, Bildungs- und Sicherheitsbereich, Verantwortliche und Mitarbeitende von Haftanstalten, Konsularmitarbeitende,
Integrationsbeauftragte sowie weitere Fachpersonen aus dem Integrationsbereich, Mitarbeitende aus islamischen Vereinen

Inhalt

Im Verlauf weniger Monate ist der Begriff der Radikalisierung trotz seiner unterschiedlichen und vielfältigen Erscheinungsformen zu einem Synonym für islamistischen Terrorismus geworden. Er wird, oft stark vereinfacht, mit dem Islam in Verbindung gebracht. Die rasche Ausbreitung und Gewaltbereitschaft des Islamischen Staates lässt Radikalisierung als einen Prozess erscheinen, in welchem eine Person oder eine Gruppe eine meist gewalttätige Entwicklung durchläuft, die direkt an eine extremistische Ideologie gebunden ist. Diese Ideologie, welche politische, religiöse oder soziale Komponenten enthalten kann, steht auf allen Ebenen in Opposition zur bestehenden Gesellschaftsordnung. Muslime in der Schweiz und weltweit verurteilen die Radikalisierung im Namen des Islam. Sie wünschen sich, in Zusammenarbeit mit Fachstellen und Behörden Präventionsmassnahmen zu entwickeln, um dem Phänomen der Radikalisierung wirksam entgegenzutreten.

Ziele

Die Weiterbildung umfasst vier Kursziele:

  • Kenntnisse über die weltanschaulichen und geopolitischen Hintergründe der im allgemeinen als jihadistisch bezeichneten Ideologie erwerben
  • Mögliche Mechanismen, die einer sogenannten Radikalisierung zugrunde liegen, erörtern
  • Entwicklungsprozesse im Westen aufgewachsener Jugendlicher und junger Erwachsener, die im Namen des Islam in den Jihad reisen, rekonstruieren
  • Präventionsansätze für die Praxis beleuchten und diskutieren


Die Kursziele werden partizipativ erarbeitet. Der Kurs setzt sich aus Beiträgen zu theoretischen und historischen Hintergründen von Experten und Expertinnen aus Wissenschaft und Praxis, Gruppenarbeiten auf der Basis von Texten, Bildern und Videos sowie Austausch und Diskussionsrunden unter den Teilnehmenden zusammen.

Kursverantwortliche und Referierende

Kursverantwortung

Schmid Hansjörg, Prof. Dr., Professor für Interreligiöse Ethik und christlich-muslimische Beziehungen, geschäftsführender Direktor des Schweizerischen Zentrums für Islam und Gesellschaft, Universität Freiburg

Kursleitung

Schmid Hansjörg, Prof. Dr., Professor für Interreligiöse Ethik und christlich-muslimische Beziehungen, geschäftsführender Direktor des Schweizerischen Zentrums für Islam und Gesellschaft, Universität Freiburg

Referierende

Urs Allemann, Leiter der Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention der Stadt Winterthur
Semir Omercic, Imam, Schlieren
Johannes Saal, Dr. des., Forscher an der « Graduate School of Humanities and Social Sciences », Universität Luzern

Daten und Orte
Zeit Ort
06.10.2020 von 09:15 bis 17:00 Weiterbildungszentrum, Rue de Rome 6, Freiburg
Medien und Dokumente

Dokument-e

Kontakt

Weiterbildungsstelle der Universität Freiburg
Rue de Rome 6
1700 Fribourg

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