Nina Fahr

 

 

Forschungsinteressen

  • Höfische Epik
  • Gebetbuchliteratur
  • Überlieferungsgeschichte/Handschriftenkunde
  • Text-Bild-Beziehungen
  • Laienfrömmigkeit
  • Semiotik

 

Curriculum

Geboren 1990; aus Buch/Schaffhausen; Studium der Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften an der Universität Konstanz mit Studienschwerpunkten in der Germanistischen Mediävistik und Kunstwissenschaft; Master of Arts 2016 mit der Arbeit 'ritters site und ritters mâl. (Re-)Präsentation im Parzival Wolframs von Eschenbach – Zeichenstiften, Zeichenlesen' (Abschluss: sehr gut); 2017 Teilnahme am SCRIPTO-Workshop der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zum Thema ' Mittelalterliche Buchmalerei. Geschichte, Ikonographie, Technik, Stil. Eine Einführung'; seit 10/2017 Doktorandin der Germanistischen Mediävsitik im SNF-Projekt 'Deutschsprachige Gebetbuchliteratur des Mittelalters. Untersuchungen zu ihrer Überlieferung, Form und Funktion' mit dem Dissertationsprojekt (Arbeitstitel) 'Betrachtungen und Gebete durch das Kirchenjahr. Deutschsprachige Gebetbücher des Mittelalters in Text und Bild. Mit einer Edition des Codex Einsiedeln 283 (1105)'; 01/2018-12/2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt 'Künstler-Entrepreneure und Art Fabricators: Praxen und Repräsentationen bildender Kunst im Zeichen ihrer manufakturellen Fertigung' (Universität St. Gallen, Laufzeit: 1 Jahr); seit 08/2018 Doktorandenvertreterin der Universität Freiburg/Schweiz im Leitungsteam (comité scientifique) der CUSO-Doktoratsprogramme in deutscher Sprach- und Literaturwissenschaft; 09/2018-10/2019 Weiterbildungsdiplom Hochschullehre und Unterrichtstechnologien (Diplom Did@cTIC) an der Universität Freiburg/Schweiz; 08/2019-07/2020 Diplomassistentin (20%) am Lehrstuhl für Germanistische Mediävistik (Universität Fribourg); seit 09/2019 Mittelbauvertreterin im Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät; seit 08/2019 Mittelbauvertreterin im Departementsrat des Departements für Germanistik; seit 09/20 Mittelbauvertreterin im Collège des presidente-e-s der Philosophischen Fakultät; 01/2021-09/2021 Diplomassistentin (20%) am Lehrstuhl für Germanistische Mediävistik (Universität Fribourg)

 

Wort – Bild – Zeit. Studien zum Gebetbuch für Margarethe von Kappel

Dissertationsprojekt

Gemeinsame Dissertationsbetreuung: PD. Dr. Johanna Thali (Freiburg/Schweiz) und Prof. Dr. Cornelia Herberichs (Freiburg/Schweiz)

Im Rahmen meiner Dissertation gilt mein besonderes Interesse jenen (wenigen) deutschsprachigen Gebetbüchern, welche chronologisch nach dem Kirchenjahr ausgerichtet sind.

Dabei sollen die Text- und Überlieferungsgeschichte sowie die Text-Bild-Beziehungen der illustrierten Handschriften aufgearbeitet werden und eine Edition des Codex Einsiedeln 283 (1105) entstehen. Die Rolle der Bilder innerhalb der chronologischen Ordungsschemata der verschiedenen Handschriften, deren Einordnung in die Bebilderung von Gebetbüchern im Allgemeinen, die Funktion von Text und Bild sowie die Text- und Überlieferungsgeschichte der Handschriften und ihrer Parallelüberlieferungen stehen im Zentrum der Untersuchungen.

Die Dissertation soll dazu beitragen, die grundlegende Erschließung und Aufarbeitung der mit Abstand am häufigsten überlieferten, literarischen, deutschsprachigen Texte des Mittelalters – geistliche Kurztexte, welche dem Gebet und der Andacht dienen – voranzutreiben.

Der Einsiedler Codex 283 (1105) bietet sich dabei aus verschiedenen Gründen als Ausgangspunkt für die skizzierten Fragestellungen an. Sein Entstehungskontext, die Auftraggeberin und deren familiäres Umfeld sind bekannt und bereits aufgearbeitet. Diese Ausgangslage ist trotz der großen Zahl deutschsprachiger Gebetbücher eher selten anzutreffen. Ausgehend von ihr lässt sich die nähere Untersuchung der Inhalte, der Parallelüberlieferung und vergleichbarer Textsammlungskonzepte gewinnbringend vornehmen.

 

Vorträge und Projektvorstellungen

05/2018

‘Bees and Honey in Medieval German Literature – Of Charms and Symbols, Sweetness and Venom’, Vortrag im Rahmen der internationalen Konferenz "Bee inspired - Bee Rome" zum Thema ‘Bienen und Honig’, organisiert vom und durchgeführt im Istituto Svizzero di Roma

11/2018

‘Bienen und Honig in der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters – von Segen und Sinnbild, Süsse und Gift’; Vortrag auf Einladung der Fachschaft Germanistik (Freiburg/Schweiz)

02/2019

‘Betrachtungen und Gebete durch das Kirchenjahr. Deutschsprachige Gebetbücher des Mittelalters in Text und Bild. Mit einer Edition des Codex Einsiedeln 283 (1105)’, Projektvorstellung im Rahmen der IG Deutsche Fach- und Gebrauchsliteratur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Schloss Rauischholzhausen

03/2019

‘Symmetrie und Symbolik - Bildliches Erzählen im Cgm 19’, Vortrag für das 19. Symposium des Mediävistenverbandes unter dem Titel „Schaffen und Nachahmen. Kreative Prozesse im Mittelalter“, Tübingen

05/2019

‘Symmetrie und Symbolik - Bildliches Erzählen im Cgm 19’, Vortrag im Rahmen des XVI. Internationalen Graduiertentreffen der Germanistischen Mediävistik Oxford-Freiburg-Fribourg-Genève (OFFG), für die Publikation überarbeitete Version des Vortrags vom März 2019, Oxford

05/2019

‘Meditations and prayers within the church year. Medieval German prayer books in text and image’, Projektvorstellung im Rahmen des internationalen Workshops „Late Medieval Prayer Literature“, Ghent University

10/2019

‘Das Kirchenjahr in Text und Bild – Zum Gebetbuch der Margarethe von Kappel’, Gastvortrag im Rahmen des Mittelbausymposiums der Universität Zürich

01/2020

‘Gebetbuchliteratur des Mittelalters’, Gastvortrag im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung „Grundlagen Europas in Antike und Mittelalter“ des Instituts für Altertumswissenschaften der Universität Jena

 

Veröffentlichungen

Rezension:
  1. Johanna Thali: Formen und Funktionen literarischer Kommunikation in Text und Bild. Reihe: Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen, Bd. 20. Zürich [Chronos] 2019. In: rezensionen:kommunikation:medien, 6. Mai 2019, abrufbar unter https://www.rkm-journal.de/archives/21801.

 

Aufsatz:
  1. Symmetrie und Symbolik. Bildliches Erzählen in den Parzival-Illustrationen des Cgm 19, in: Volker Leppin (Hrsg.): Schaffen und Nachahmen, Kreative Prozesse im Mittelalter (Das Mittelalter, Perspektiven mediävistischer Forschung, Beihefte 16), Berlin u.a. 2021, S. 171–190.

 

Handschriftenbeschreibungen:
  1. Scarpatetti Beat Matthias von, Die Handschriften der Stiftsbibliothek St. Gallen, Bd. 2: Abt. III/2: Codices 450-546: Liturgica, Libri precum, deutsche Gebetbücher, Spiritualia, Musikhandschriften 9.-16. Jahrhundert, Wiesbaden 2008, Cod. Sang. 509 S. 230-235. Überarbeitet von Nina Fahr, 2020 [Überarbeitung und Rekonstruktion der wahrscheinlichen Bindung nach dem Inhalt, abrufbar unter https://www.e-codices.unifr.ch/de/description/csg/0509].
  2. Scarpatetti Beat Matthias von, Die Handschriften der Stiftsbibliothek St. Gallen, Bd. 2: Abt. III/2: Codices 450-546: Liturgica, Libri precum, deutsche Gebetbücher, Spiritualia, Musikhandschriften 9.-16. Jahrhundert, Wiesbaden 2008, Cod. Sang. 510 S. 235-240. Überarbeitet von Nina Fahr, 2020 [Überarbeitung und Rekonstruktion der wahrscheinlichen Bindung nach dem Inhalt, abrufbar unter https://www.e-codices.unifr.ch/de/description/csg/0510].

 

akademische Lehrtätigkeit

2012-2016 (Konstanz)

Tutorium zur Einführung in die Germanistische Mediävistik (2–4 SWS)

2018 (Freiburg/Schweiz)

Übersetzungsübung als Begleitveranstaltung zur Einführung in die Germanistische Mediävistik (1 SWS)

2019 (Freiburg/Schweiz)

Proseminar III: Gebete, Segen, Zaubersprüche. Überlieferung – Auslegung – Parodierung

2019 (Freiburg/Schweiz)

Einzelsitzung im Proseminar: Kulturhistorische Grundlagen

2020 (Freiburg/Schweiz)

Einzelsitzung im Proseminar: Kulturhistorische Grundlagen

 

 

 

Doktorandin SNF der Germanistischen Mediävistik

 

Büro MIS 5129

+41 26 300 78 75

nina.fahr@unifr.ch

 

Mitarbeiterseite der Universität