Tabea Bach

 

 

Forschungsinteressen

  • Gebetbuchliteratur

  • Handschriftenkunde

  • höfische Literatur (Themenschwerpunkte: Intrige, Feenfiguren, Magie)

  • Wahrnehmung des Fremden

  • Deutschdidaktik

 

Curriculum

Geboren 1991; Matura 2010; Studium der Germanistik und Geschichte 2010-2017; Master of Arts mit der Arbeit 'Gyramphiels Kunst der Intrige in der 'Crône' Heinrichs von dem Türlin' (Abschluss: 6) 2017; Gymnasiallehrdiplom für die Fächer Deutsch und Geschichte 2014-2018; Assistenz am Lehrstuhl von Prof. Dr. Mireille Schnyder an der Universität Zürich (Vertretung) 03/2017-10/2017; Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Mireille Schnyder an der Universität Zürich 11/2017-12/2017; seit 01/2018 Doktorandin der Germanistischen Mediävsitik im SNF-Projekt 'Deutschsprachige Gebetbuchliteratur des Mittelalters. Untersuchungen zu ihrer Überlieferung, Form und Funktion' unter der Leitung von PD Dr. Stefan Matter mit dem Dissertationsprojekt 'Vernetzte Frömmigkeit - Eine Studie zur Überlieferung und Gebrauchsfunktion der als 'Gebetbücher' bekannten Textsammlungen von Johannes von Indersdorf für Elisabeth Ebran und Wilhelm III. ausgehend von der deutschen Handschrift München, BSB, Cgm 29'.

 

Vernetzte Frömmigkeit – Eine Studie zur Überlieferung und Gebrauchsfunktion der als 'Gebetbücher' bekannten Textsammlungen von Johannes von Indersdorf für Elisabeth Ebran und Wilhelm III. ausgehend von der deutschen Handschrift München, BSB, Cgm 29

Dissertationsprojekt

Im Zentrum meines Forschungsinteresses stehen die sogenannten ‚Gebetbücher‘ für Elisabeth Ebran und Wilhelm III. von Johannes von Indersdorf, die wohl im Zeitraum zwischen 1426-1429 (Elisabeth Ebran) bzw. 1430-1432 (Wilhelm III.) entstanden sind und sich durch eine überaus weite Verbreitung im deutschen Sprachgebiet auszeichnen.

Bei den ‚Gebetbüchern‘ handelt es sich jedoch nicht – wie die gängige Bezeichnung in der Forschung impliziert – um Bücher im kodikologischen Sinne, sondern um jeweils zwei Textsammlungen für die beiden Beichtkinder des Augustiner-Chorherrn. Inhaltlich zeichnen sich die Textsammlungen durch persönlich gefasste Erlösungs-, Passions- und Mariengebete sowie verschiedene Traktate mit grösstenteils fehlender liturgischer Anbindung aus. In Bezug auf die Verbreitung und Überlieferung sind die Textsammlungen in einem Komplex von zusammengehörenden Handschriften zu verorten, von denen einige sehr nahe an die Entstehungszeit der ‚Gebetbücher‘ heranreichen. Die genauen gegenseitigen Abhängigkeiten konnten bislang nicht eruiert werden, aber bereits Haimerl fasst das ebransche ‚Gebetbuch‘ als „Mittelpunkt eines förmlich geschlossenen Literaturkreises“ auf und Haage verzeichnet alleine für die sogenannte Textsammlung ‚Ebran I‘ 22 Handschriften (Haimerl, Mittelalterliche Frömmigkeit, 1952, S. 157; Haage, Der Traktat, 1968, S. 533f.). Ähnlich grosse Bedeutung ist auch der Textsammlung für Wilhelm III. beizumessen.

Im Zentrum dieses Handschriftenkomplexes steht die zwischen 1432 und 1448 entstandene Münchner Handschrift Cgm 29, die Ausgangspunkt des vorliegenden Dissertationsprojektes ist. Neben den Textsammlungen für die Laien Elisabeth Ebran und Wilhelm III. enthält sie ebenfalls den Passionstraktat des Heinrichs von St. Gallen. Zudem liegt in der 1448 entstandenen Münchner Handschrift Cgm 255 eine genaue Abschrift der Handschrift Cgm 29 vor, was die Bedeutung dieses Codex unterstreicht.

Im Dissertationsprojekt soll ausgehend vom Cgm 29 dem Desiderat einer genauen Untersuchung der Überlieferung und Gebrauchsfunktion der genannten Textsammlungen nachgekommen werden. Neben der überlieferungsgeschichtlichen und historischen Kontextualisierung der Handschrift Cgm 29 sowie der Untersuchung ihrer inneren Ordnungsstruktur und Systematik (der Cgm 29 verfügt über ein Register mit systematischer Kennzeichnung der einzelnen ‚Textteile‘), soll ebenfalls ihre Entstehung im Kloster Indersdorf und vermutlich noch unter der Aufsicht Johannes‘ selbst untersucht werden. Die angestrebte Dissertation soll damit einen Beitrag zur Erschliessung und Aufarbeitung geistlicher Kurztexte leisten und einen Einblick in die Entstehung und Verbreitung von Gebetssammlungen eines Geistlichen für Laien geben.

 

 

Akademische Lehrtätigkeit

2012–2017 (Universität Zürich)

verschiedene Tutorate in Germanistik und Geschichte

2013–2017 (Sprachenzentrum der ETH/Universität Zürich)

Dozentur für 'Deutsch als Zweitsprache' (Stellvertretung)

 2016 (Sprachenzentrum der ETH/Universität Zürich)

Assistenz für Intensivkurse 'Deutsch als Zweitsprache'

 

 

 


 

 

Doktorandin SNF der Germanistischen Mediävistik

 

Büro MIS 5129

+41 26 300 78 75

tabea.bach@unifr.ch

 

Mitarbeiterseite der Universität