Tagung 2019

 

Immer schneller - immer besser? 

Perfektionismus in der Familie

 

Datum: 28. Juni 2019

Ort: Gebäude Pérolles, Universität Freiburg

 

 

Das Tempo in Familien- und Arbeitswelt scheint immer schneller zu werden. Zeitdruck, Optimierung, möglichst perfekt und fehlerlos: Kinder, Jugendliche wie auch Eltern stehen oftmals unter dem Druck diversen Anforderungen und Erwartungen zu genügen.

Ist „immer schneller und besser“ wirklich immer „schneller und besser“? Wann ist gut gut genug?  Namhafte Referenten beleuchten diese Frage aus interdisziplinärer Sicht.

 

Flyer

Anmeldung

 

  • Programm

     

     

    08.45

    Empfang mit Kaffee

    09.20

    Eröffnung der Tagung

     

    A. Cina

    09.30

    Perfektionismus: Risiko oder Chance?

     

    Ch. Altstötter-Gleich

    10.00

    Die moderne intensivierte Arbeitswelt und ihre Auswirkungen
    auf Freizeit und Familie

     

    Ch. Korunka

    10.30

    Diskussion

    10.45

    Kaffeepause

    11.15

    „Immer schneller- immer besser! Die Auswirkungen der Steigerungsgesellschaft auf die Rolle der Familie“

     

    M. Leibovici-Mühlberger

    11.45

    Zeit füreinander! – Warum Zeit in Familien nicht alles ist, Familie aber ohne Zeit nichts.

     

    K. Jurczyk

    12.15

    Diskussion

    12.30

    Mittagspause

    14.00

    „Ich kann nicht mehr“ – Prävention, Früherkennung und Interventionen
    bei Burn out von Kindern und Jugendlichen

     

    D. Pauli

    14.30

    Gesunder Schlaf für eine gesunde Entwicklung des Kindes und des Jugendlichen

     

    R. Huber

    15.00

    Diskussion

    15.15

    Kaffeepause

    15.45

    „Perfekte Eltern – Perfekte Kinder?
    Weshalb ein entspannterer Erziehungsstil lebenstüchtig macht

     

    M. Stamm

    16.15

    Diskussion

    16.30

    Abschluss

  • Inhalt

     

    Perfektionismus: Risiko oder Chance?
    Perfektionismus ist eine der Ursachen für psychische Erkrankungen wie Depression, Ess- oder Angststörungen. Gleichzeitig verdanken wir Menschen mit dem Anspruch, ihr Bestes zu geben, viel und profitieren täglich von den Errungenschaften, die sie möglich gemacht haben. Wie können wir dieses Potential nutzen, ohne das Risiko zu erkranken zu verstärken?


    Die moderne intensivierte Arbeitswelt und ihre Auswirkungen auf Freizeit und Familie
    Die moderne Arbeitswelt ist oft durch Arbeitsintensivierung und durch Flexibilisierung gekennzeichnet. Dies bringt neue Anforderungen und Belastungen, aber auch Chancen mit sich. Was bedeutet dies für Familien und Jugendliche?

     

    Immer schneller – immer besser! Auswirkungen der Steigerungsgesellschaft auf die Rolle der Familie
    Das 21. Jahrhunderts besticht durch exponentiell sich entwickelnde Technologie und pluralistische Werte. Was ist wichtig, damit die heranwachsende Generation den globalen Herausforderungen und jenen der persönlichen Lebensführung gewachsen sein wird? Welche Position kommt der Familie hierbei zu, und welchen Beitrag vermag sie noch zu leisten?!


    Zeit füreinander! – Warum Zeit in Familien nicht alles ist, Familie aber ohne Zeit nichts
    Heutige Familien stehen immens unter Zeitdruck. Dies gilt für die Eltern, aber auch zunehmend für die Kinder und Jugendlichen. Wie kann einerseits genügend gemeinsame Zeit gefunden und wie andererseits das Bedürfnis aller nach Eigenzeit befriedigt werden?


    „Ich kann nicht mehr“ – Prävention, Früherkennung und Interventionen bei Burn out von Kindern und Jugendlichen
    Phänomene wie Schulabsentismus, Depression und Suizidalität im Zusammenhang mit schulischen und beruflichen Anforderungen nehmen bei Kindern und Jugendlichen zu. Wann werden Anforderungen zu Überforderung? Welche Strategien helfen zur Bewältigung von Stresssituationen, und wie kann einer depressiven Reaktion vorgebeugt werden?


    Gesunder Schlaf für eine gesunde Entwicklung des Kindes und des Jugendlichen
    Kinder verbringen die Hälfte ihres Lebens schlafend. Dieses grosse Schlafbedürfnis geht einher mit intensiven Lernvorgängen während des Tages. Neuere Hypothesen zur Funktion des Schlafs deuten darauf hin, dass während des Schlafs aufgeräumt wird. Dabei scheinen insbesondere die langsamen Hirnstromwellen im Tiefschlaf wichtig für die Lernkapazität zu sein.

     

    Perfekte Eltern – Perfekte Kinder? Weshalb ein entspannterer Erziehungsstil lebenstüchtig macht
    Eltern stehen heute schon ab Geburt mächtig unter Druck. Sie sollen alles richtig machen und gelten schnell als die Schuldigen, wenn sich das Kind nicht so wie erwartet entwickelt. Zwingt eine Angst- und Sicherheitskultur Väter und Mütter dazu, perfekt zu sein und perfekte Kinder haben zu wollen? Welches sind die Möglichkeiten, diese Perfektionsspirale zu unterbrechen?

     

  • Referentinnen und Referenten

     

    Dr. Christine Altstötter-Gleich, Persönlichkeitspsychologie, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Campus Landau, Universität Koblenz-Landau

     

    Prof. Christian Korunka, Arbeits- und Organisationspsychologie, Schwerpunkt Neue Formen der Arbeit, Personzentrierter Psychotherapeut, Universität Wien


    Prof. Dr. med. Martina Leibovici-Mühlberger, Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Geburtshilfe, Psychotherapeutin, Geschäftsführung ARGE Erziehungsberatung, Wien

     

    Dr. Karin Jurczyk, Soziologie, Deutsches Jugendinstitut, a.D., Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik, München

     

    KD Dr. med. Dagmar Pauli, Psychiatrie, Chefärztin Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich

     

    Prof. Dr. Reto Huber, Neurobiologie, Kinderspital der Universität Zürich


    Prof. Dr. em. Margrit Stamm, Erziehungswissenschaft, Direktorin des Forschungsinstituts Swiss Education

     

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