Modul 2

Rechtsnatur und Rollenverständnis

Modul 2 behandelt das eigene Rollenverständnis und die verschiedenen Verhältnisse im Berufsalltag von Rechtsvertreterinnen und Rechtsvertretern (RV).

Zunächst werden die Rechte und Pflichten zwischen den RV und den Asylsuchenden dargestellt. Erfahrene RV aus dem Verfahrenszentrum Zürich diskutieren anhand konkreter Beispiele, welche Implikationen sich daraus für den Arbeitsalltag ergeben.

Die angehenden RV erlernen die Grundzüge der Kommunikation mit traumatisierten Personen und wichtige Abgrenzungstechniken gegenüber belastenden Einzelschicksalen. Ein Fokus wird zudem auf die Doppelfunktion von RV und Vertrauensperson in Personalunion gelegt. Die Thematik von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA) wird aus entwicklungspsychologischer und juristischer Sicht analysiert.

Sodann wird das Rollenverständnis im Umgang mit dem SEM thematisiert, geklärt und verfeinert. Eine externe Fachperson vermittelt die Grundzüge von Verhandlungsstrategie und konfliktfreier Kommunikation, welche die RV im Umgang mit dem SEM zu Gunsten der Asylsuchenden anwenden können.

Das zweite Modul ist interaktiv ausgestaltet und sieht die Besprechung von praktischen Fallbeispielen in Gruppen vor.

Kursinhalt auf einen Blick:

  • Konzept und dogmatische Einordnung des Instituts der RV
  • Aufgaben des RV gemäss AsylG und wesentliche Pflichten der RV
  • Umgang mit Traumatisierten / Abgrenzungsstrategien
  • Verhältnis und Umgang mit dem SEM
  • Rollenbewusstsein
  • Rolle der Vertrauensperson

 

Mitwirkung u.a.:

RA Joël Müller, RAin Laura Aeberli, RA Raffaella Massara, lic. iur Dominique Wetli und lic. phil. Martin Bucher, lic. iur. Franz Kummer, Kinderanwaltschaft Schweiz

Kursunterlagen

Verfügbar auf Moodle

In Zusammenarbeit mit