Seit dem 1. Januar 2021 hat der Botanische Garten der Universität Freiburg offiziell mit der Umstellung auf biologischen Anbau begonnen, um das Label Bio Suisse zu erhalten. Dabei wird auf synthetische Chemie verzichtet und es werden organische Produkte und lebende Organismen, sogenannte Nützlinge, verwendet. Die Erzwespe (Leptomastic dactylopii) ist ein gutes Beispiel dafür. Sie parasitiert die Schmierlaus des Orangenbaums (Planococcus citri). Das Weibchen legt seine Eier in der Laus ab. Nach dem Schlüpfen fressen die Larven von innen auf. Weitere Informationen im Artikel «Ein Garten wird 100% Bio» im Nymphea 2/2021.


Die Erzwespe(Leptomastic dactylopii) parasitiert die Schmierlaus des Orangenbaums (Planococcus citri)
Bild Andermatt Biocontrol Suisse AG


«Die Umstellung auf Bio ist eine Herausforderung, aber für den Garten ist es relativ einfach, da viele Kriterien bereits erfüllt sind», sagt Alain Müller, technischer Leiter. «Ich habe mit unseren Kollegen in Genf gesprochen, die den Schritt 2017 gemacht haben, und mit denen in Neuenburg, die seit diesem Jahr ebenfalls umgestellt haben. Es stellte sich heraus, dass unser Garten bereits einen grossen Teil des Pflichtenheftes erfüllt. Die Umstellung auf Bio schien mir ein erreichbares Ziel zu sein». Er ist zuversichtlich, dass der Garten im Januar 2023 mit dem Label Bio Suisse Knospe ausgezeichnet wird.