Medical Humanities (Martina KING)

Kulturelle Dimensionen der Medizin – medikale Dimensionen der Kultur

Unser Unterrichtsprogramm und unsere Forschung, getragen von einem Team aus Literaturwissenschaftlern, Medizin- und Wissenschaftshistorikern, ist transdisziplinär und orientiert sich am Ansatz der critical medical humanities: Wir begreifen Medizin aus einer umfassend kulturtheoretischen Perspektive als wissenschaftliche, soziale und kommunikative Praxis, die in multiple Kontexte eingebettet ist und nur aus diesen heraus verständlich wird. Unser Interesse gilt dem historischen Gewordensein der Medizin ebenso wie ihren Medien, Gattungen, Zeichensystemen, Praktiken und Objekten. Vor allem fragen wir nach den Schnittstellen zwischen Medizin und anderen gesellschaftlichen Diskursen wie Literatur, Kunst, Politik und Weltanschauung. Andersherum verfolgen wir kultur- und literaturgeschichtliche sowie sozialwissenschaftliche Fragestellungen unter den Bedingungen einer seit dem frühen 19. Jahrhundert zunehmenden Medikalisierung und Verwissenschaftlichung. Hier reicht das Spektrum vom transzendentalen Krankheitsbegriff der Romantik über die ‚biologische’ Dimension des Vormärz bis zu Krankheitserzählungen und Pathobiografien der Gegenwart.

 

Isaak CruikshankIsaak Cruikshank: The Doctor and Unruly Patient (coloured etching, 1797)

Léon Augustin Lhermitte: La Leçon de Claude Bernard, ou Séance au laboratoire de vivisection (huile sur toile, 1889)Léon Augustin Lhermitte: La Leçon de Claude Bernard, ou Séance au laboratoire de vivisection (huile sur toile, 1889)

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Martina King

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Tagung, 6.5.-7.5.2019
"Doctors' Stories" Revisited

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