Bachelor of Medicine

Die Bachelorstufe bereitet auf die klinische Ausbildung vor. Nach dem Abschluss verfügen die Studierenden über solide Kenntnisse in den medizinischen Grundlagenwissenschaften; sie beherrschen klinische Grundkompetenzen und sind mit den vielfältigen Dimensionen der zukünftigen Berufspraxis vertraut.

Das erste Studienjahr umfasst Grundkurse in Physik und Chemie, eine Einführung in die Organsysteme sowie humanbiologische Grundlagen (Zelle, Genetik, Übermittlung und Verarbeitung biologischer Informationen, Entwicklung, strukturelle Biochemie und Stoffwechsel). Die systematische und vertiefte Lehre der Organsysteme beginnt im zweiten Semester und setzt sich im zweiten und im dritten Studienjahr fort. 
Im zweiten Studienjahr wird der Schwerpunkt auf die morphologischen und funktionellen Grundlagen gesetzt, im dritten Jahr auf das Verständnis der Mechanismen, welche den Krankheiten zugrunde liegen.
Das Programm des dritten Studienjahrs beinhaltet auch die Grundlagen der Pharmakologie, der medizinischen Mikrobiologie und der Radiologie. Ausserdem werden die Studierenden in einzelne klinische Spezialgebiete eingeführt (Kinder- und Frauenheilkunde; Medizin des alternden Menschen, Psychiatrie).

Die Bachelorabsolventinnen und -absolventen beherrschen die Grundlagen des ärztlichen Gespräches, der klinischen Untersuchung sowie einfacher diagnostischer und therapeutischer Eingriffe (Wiederbelebung, Wundnaht, Injektionen usw.).

Die jahresübergreifenden Programme «Medizinische Psychologie und Soziologie», «Medizin und Gesellschaft» sowie «Wissenschaftlich Denken und Arbeiten» führen die Studierenden in die psychosozialen, ethischen, gesellschaftlichen, soziokulturellen und wissenschaftlichen Dimensionen des ärztlichen Handelns ein.

 

Verliehener Titel
Bachelor of Medicine
 

Studiensprachen
Deutsch und Französisch
 

Studienstruktur
180 ECTS-Kreditpunkte
6 Semester Vollzeitstudium
 

Studienbeginn
September
 

Zusätzliche Informationen

StudienberatungFachschaft Medizin

Infos für Studierende

Kalender, Fristen, Stundenpläne, Kursbeschreibungen, Prüfungen, u.a.m. werden auf Moodle veröffentlicht.

  • Lehr- und Lernformen / Studiensprachen

    Vorlesungen tragen zum Erwerb der notwendigen Kenntnisse sowie zum Verständnis der grundlegenden Konzepte bei.

    Problem-Orientiertes Lernen (POL) ist eine Form des Kleingruppenunterrichts. Probleme, welche sich auf die Grundlagenmedizin beziehen, werden den Studierenden vorgestellt. Diese müssen dann in Gruppenarbeit und im Selbststudium die Probleme identifizieren, die Lernziele definieren, die erforderlichen Kenntnisse erwerben und Lösungen und Resultate präsentieren. Im dritten Jahr werden sie in den Fallseminarien an das Clinical Reasoning herangeführt.

    Praktika veranschaulichen die in den Vorlesungen erworbenen theoretischen Kenntnisse. Sie geben den Studierenden Gelegenheit, Versuche in reellen Situationen durchzuführen, dabei verschiedenste spezifische Techniken anzuwenden, den Beobachtungssinn zu schulen sowie die kritische Analyse und die Interpretation von Resultaten zu üben. Die Praktika in Biochemie und Integrativer Physiologie werden durch Kolloquien vervollständigt.

    In den Klinischen Kompetenzen werden unterschiedliche Lernsituationen angewandt, gemäss den vorgegebenen Zielen und dem Ausbildungsstand: Übungen zwischen Studierenden, Simulationen unter Einbezug von Übungspuppen und simulierten Patientinnenen und Patienten sowie reelle klinische Situationen. Im dritten Jahr wird ein viertägiges Praktikum in einer Hausarztpraxis absolviert.

    Der Unterricht findet teils auf Deutsch, teils auf Französisch statt, je nach der Sprache der Lehrperson. Die Studierenden haben meistens die Möglichkeit, sich in der eigenen Sprache (Deutsch oder Französisch) auszudrücken. Ein gutes Verständnis der Partnersprache wird dennoch vorausgesetzt. Bei den schriftlichen Prüfungen erhalten alle Studierenden die Fragen in beiden Sprachen. Bei mündlichen Prüfungen dürfen sie die Sprache wählen.

  • Kreditpunkte und Prüfungen

    Die Modalitäten des Erwerbs der Kreditpunkte werden im Reglement für die Erlangung des Bachelor of Medicine beschrieben.

    Beachten Sie (Art. 6 Abs. 2):
    Die im ersten Studienjahr vorgesehenen ECTS-Kredite müssen gemäss dem Anrechnungsverfahren in Art. 14 spätestens Ende des 4. Semesters erworben sein. Studierende, die diese Vorschrift nicht erfüllen, werden definitiv vom Studium der Humanmedizin an der Universität Freiburg ausgeschlossen. Dies entspricht einem definitiven Nichtbestehen dieses Studiengangs (Art. 16).

    Die Modalitäten der Bewertung der einzelnen Unterrichtseinheiten des BMed werden im Anhang zum Studienplan beschrieben.

    Alle weiteren Informationen betreffend Prüfungen des BMed werden auf Moodle veröffentlicht.

    Beachten Sie ebenfalls die Informationen der Fakultät betreffend Kurse und Examen.

  • Weiterführende Studien / Fortsetzung des Studiums

    Nach dem Bachelorabschluss setzen die Studierenden ihre Ausbildung auf Master-Stufe in Freiburg oder an einer der medizinischen Fakultäten in der Schweiz fort, mit denen die Universität Freiburg eine Konvention für den Transfer von Studierenden abgeschlossen hat.

    Die Anzahl der Studienplätze im MMed an der Universität Freiburg ist auf 40 beschränkt.

    Gemäss den interuniversitären Konventionen stehen für Freiburger Studierende folgende Platzkontingente im Masterstudium zur Verfügung:

    • Universität Basel 25
    • Universität Bern 30
    • Universität Lausanne 16
    • Universität Zürich 30

    Die Zuteilung der Studienplätze im MMed UniFR bzw. die Verteilung der Studierenden an die weiterführenden Universitäten findet am Ende des zweiten Studienjahrs statt.

     Richtlinien für das Verfahren betreffend Zuteilung der Studienplätze im MMed UniFR (2019/20) bzw. Verteilung der Studierenden des BMed UniFR an die weiterführenden Universitäten

  • Pflegepraktikum

    Für den erfolgreichen Abschluss des Bachelorstudiums müssen die Studierenden zwingend ein ununterbrochenes, 4-wöchiges Vollzeit-Pflegepraktikum absolviert haben (gemäss Studienplan BMed, Seite 7).
    Das Praktikum darf in der Regel höchstens ein Jahr vor Studienbeginn und muss spätestens vor der Aushändigung der Schlussbestätigung absolviert worden sein (Ende des 3. Studienjahres)

    • Der/die Student/in kümmert sich selber um einen Praktikumsplatz. Das Departement für Medizin verfügt nicht über eine Liste mit Praktikumsplätzen.
    • Das Praktikum kann in einer Institution für Akut- oder Langzeitpflege im In- oder Ausland absolviert werden.
    • Während des Praktikums ist der/die Praktikant/in einer Person unterstellt, welche auf dem Gebiet der Krankenpflege arbeitet. Der/die Praktikant/in erledigt einfache Arbeiten rund um die Pflege und Betreuung des Patienten.
    • Am Ende erhält der/die Praktikant/in von der Institution eine Bestätigung mit Datum und Dauer des Praktikums und einem kurzen Beschrieb der ausgeführten Arbeiten. Das Departement für Medizin bietet keine Formulare dazu an.
    • Studierende, welche ihren Militärdienst bei den Sanitätstruppen leisten oder bereits eine Ausbildung im Gesundheitswesen absolviert haben (Pflegefachfrau/-mann, Ambulanzfahrer/in), sind von diesem Praktikum befreit.

    Fragen ?

    Wenden Sie sich an die Studienberaterin des BMed