Empfehlungen für das Management in ambulanten Pflegeeinrichtungen

Präventivmassnahmen in der Arztpraxis (03.09.2020)

Es ist wichtig, die Praxis so zu organisieren, dass das Ansteckungsrisiko für Personal und Patienten so gering wie möglich gehalten wird. Das Dokument "Empfehlungen für das Management in ambulanten Pflegeeinrichtungen" listet die wesentlichen Punkte zur Infektionsprävention auf. Diese Empfehlungen basieren auf der Tatsache, dass selbst ein asymptomatischer Patient·innen COVID-19 übertragen kann. Nur Patient·innen mit Symptomen, die auf eine COVID-19 Infektion hindeuten und keine Konsultation in der Praxis benötigen, folgen der Prozedur des Schnelltestverfahrens in den dafür vorgesehenen Stellen.

 

Betreuung von COVID-19 Patienten

Wichtiger Hinweis: Die nachstehend veröffentlichten Empfehlungen werden als Entscheidungshilfe für den Arzt zur Verfügung gestellt. Als Grundlage dienen Erfahrungsrückmeldungen dieser  außergewöhnlichen Pandemiesituation mit einem neuen Virus. Die Empfehlungen gelten nur während des Zeitraums der  Veröffentlichung auf dieser  Website. Sie ersetzen in keiner Weise die Beurteilung durch den behandelnden Arzt.

Es ist wichtig, dem COVID-19-verdächtigen oder -bestätigten Patienten die Durchführung und Dauer der Isolation genau zu erklären, sowie die Quarantäne für sein Umfeld. Darüber hinaus ist eine Überwachung  alle 48 Stunden sehr wichtig, selbst bei Patienten ohne Risikofaktoren. Es wurden mehrere Fälle von sekundär auftretender Dyspnoe gemeldet -  von den Patienten manchmal als vorübergehende Verschlimmerung interpretiert und bagatellisiert - die eine Hospitalisation erforderten.  Diese Dekompensationen können sich schnell (selten auch sehr schnell, innerhalb weniger Stunden) entwickeln, manchmal nach anfänglicher Besserung, und treten typischerweise nach 5-12 Tagen des Krankheitsverlaufs auf. Zu verzeichnen ist  eine höhere Inzidenz von thromboembolischen Erkrankungen bei COVID-19 -Patienten (JTHSGH) mit Pneumonie, z.B. 23,1% mit TVT bei systematischer Untersuchung von stationären Patienten der Inneren Medizin des HFR, trotz antithrombotischer Prophylaxe mit niedermolekularem Heparin (NMH). Wir empfehlen, Patienten mit einer Verschlimmerung  der Dyspnoe und erhöhter D-Dimerwerte in die Notaufnahme zu überweisen, damit ein CT-Scan mit Lungenembolie Protokoll durchgeführt werden kann. Obwohl keine Empfehlungen für die Anwendung im  ambulanten Bereich vorliegen, kann es in folgenden Fällen sinnvoll sein, eine antithrombotische Prophylaxe mit NMH (oder unfraktioniertem Heparin bei Niereninsuffizienz mit Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) ambulant durchzuführen:

  • Adipositas
  • thromboembolische Risikofaktoren
  • Anstieg des D-Dimers auf > 3-mal des Normwertes

(NB: empfohlene Dosierung zur Thromboseprophylaxe von COVID-19-Patienten der Inneren Medizin im  HFR: < 30 kg: 30 mg Enoxaparin s.c./Tag; 30-80 kg 40 mg Enoxaparin s.c./Tag; > 80 kg 60 mg Enoxaparin s.c./Tag).

Abgabe (02.06.2020) und Rückruf (15.07.2020)  von Schutzmaske 

( 02.06.2020) Jeder Kanton hat Regeln zur Übergabe von Masken an Berufstätige erlassen. Für den Kanton Freiburg sind die Informationen hierzu in den Richtlinien vom 28. Mai 2020 festgelegt.

 

(15.07.2020) Gemäss diesem Schreiben des Kantonsapothekers brauchte der Kanton Freiburg nicht auf die Maskenreserven des Bundes zurückzugreifen. Die an Ärzte verteilten Masken gehören nicht zu den Aspergillus-kontaminierten Lagerbeständen. Es besteht daher kein Risiko, und es wird kein Rückruf oder Austausch durchgeführt.

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