KAE, Unterstützung für Arztpraxen und Abrechnung

Informationen und Hilfestellung in Bezug auf die Arbeitswelt stehen auf der Internetseite des Amtes für den Arbeitsmarkt (AMA) und der Wirtschaftsförderung (WIF) des Staates Freiburg zur Verfügung. Darüber hinaus hat das Unterstützungsnetzwerk für Ärztinnen und Ärzte (ReMed) eine besondere  Botschaft veröffentlicht.

KAE, Überbrückungskredite und EO

Wenn Sie die Tätigkeit Ihrer Praxis reduzieren mussten, ist Kurzarbeitsentschädigung (KAE) für Ihre Mitarbeiter möglich. Wir raten Ihnen diese so rasch wie möglich zu beantragen. Der Zugang zu Überbrückungskredite wird ebenfalls erleichtert. Diese können maximal 10% des Jahresumsatzes des antragstellenden Unternehmens erreichen. Kredite bis zu einem Betrag von 500'000 Franken sind vom Bund vollumfänglich garantiert und ihr Zinssatz ist Null. Aber Achtung, dieser 0%-Satz ist lediglich für das erste Jahr garantiert.

( 20.04.2020) Eine Entschädigung erhalten neu auch die Selbständigerwerbenden, die nur indirekt von den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen sind, weil sie zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben. Voraussetzung ist, dass ihr AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen höher ist als 10'000 Franken, aber 90'000 Franken nicht übersteigt.

( 23.04.2020) Zusammen mit dem Freiburger Verband der Immobilienwirtschaft (USPI Fribourg), der Freiburger Sektion des Westschweizer Mieterverbands (Asloca Fribourg) und der Immobilienkammer Freiburg (IKF) hat der Staat Freiburg ein System aufgestellt, das die Mieter von 2 Monatsmieten ohne Nebenkosten entlastet. Der Staat zahlt eine Monatsmiete falls der Eigentümer ebenfalls auf eine Monatsmiete verzichtet.

Abrechnung

Telefonische Konsultation

Das BAG hält fest, dass die Limitationen und Abrechnungsregeln auf der Tarifposition telefonische Konsultation durch den Facharzt (00.0110ff), während der gültigen Verordnung COVID-19 des Bundesrats, identisch sind wie in der Grundkonsultation (00.0010ff) in der Arztpraxis. Im TARMED gibt es keine Kumulationsverbote von telefonischen Konsultationspositionen (00.0110ff) mit anderen Tarifpositionen, mit Ausnahme der Konsultation (00.0010ff) oder des Besuchs (00.0060ff). Damit ist denkbar, dass weitere Tarifpositionen in der gleichen Sitzung kombiniert werden können.

 

( 10.06.2020) Beispiel:

Für die Abrechnung von telefonischen Konsultationen können die Positionen 00.0110 bis 00.0126 wie gewohnt verwendet werden.

Für COVID-Patienten mit höherem Risiko, die mehr Pflege benötigen, kann Position 00.0126 verwendet werden.

 

( 08.07.2020)

Diagnostischen Abstrichs

In der ärztlichen Pauschale von CHF 50 sind die Kosten für das Arzt-Patienten-Gespräch im Zusammenhang mit der Probeentnahme (nicht Behandlung des Patienten), der Abstrich, Schutzmaterial und die Übermittlung des Testergebnisses enthalten. Das Material für den Abstrich wird vom Laboratorium zur Verfügung gestellt und dem Labor über die Auftragstaxe abgegolten.

Der Tarif 406, Position 3028 «Ärztliche Pauschale SARS-CoV-2-Test nach Teststrategie BAG – Pauschale für Ärzte» ist in ihrer Praxissoftware zusammen mit dem TARMED enthalten. Wenden Sie sich an Ihren Praxissoftwareanbieter für die technischen Details zur Abrechnung der Pauschale. Die FMH hat die Softwareanbieter noch gleichentags über diese Tarifanpassung informiert. Es ist davon auszugehen, dass Ihr Praxissoftwareanbieter bezüglich des Vorgehens zur Abrechnung dieser Pauschale für die ärztliche Probeentnahme in Kürze auf Sie zukommen wird.

 

Kostenerstattung des diagnostischen Abstrichs

Seit dem 25. Juni 2020 übernimmt der Bund die Kosten der Früherkennungsuntersuchungen bei einer symptomatischen Patientin oder einem symptomatischen Patienten, wenn die getestete Person über das SwissCovid-Gesuch eine Meldung über den Kontakt mit einem Fall von COVID-19 erhalten hat, auch wenn die Person asymptomatisch ist, oder auf Anordnung des Kantonsarztes. In diesem Fall muss der Arzt auf seiner Rechnung und auf dem Laborantrag folgenden Satz erwähnen: "In Übereinstimmung mit der Probenahmestrategie vom 24. Juni 2020". Wird die Untersuchung vom Arbeitgeber oder der betroffenen Person selbst beantragt, übernimmt der Bund die Kosten der Analysen nicht.

 

Kostenerstattung für die Serologie

Seit dem 25. Juni 2020 übernimmt der Bund die Kosten für die Serologie, allerdings nur auf Anordnung des Kantonsarztes. In allen anderen Fällen liegt es in der Verantwortung des Patienten.

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