Klinische Symptome und Indikationen für einen Abstrich

Klinische Verdachtskriterien

( 29.06.2020)

  • Symptome einer akuten Atemwegserkrankung (z. B. Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit) mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl oder Muskelschmerzen

und/oder

  • Fieber ohne andere Ätiologie 

und/oder

  • Plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns

und/oder

  • akute Verwirrtheit oder Verschlechterung des Allgemeinzustandes bei älteren Menschen ohne andere Ätiologie

 

Hinweis: COVID-19 kann sich ebenfalls mit anderen selteneren und unspezifischen Symptome präsentieren : Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, allgemeine Schwäche, Schnupfen, Magen-Darm-Symptome (z. B. Übelkeit,
Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen), Hautausschläge (z. B. Pseudo-Frostbeulen, urtikarielle, vesikuläre oder morbilliforme Exantheme).

Atypisches klinisches Bild bei Betagten

Achtung, bei älteren Menschen:

  • Husten und Fieber können ausbleiben.
  • ein Infektionsbild kann ausbleiben.
  • atypische Symptome können die Diagnose und somit Isolationsmaßnahmen verzögern.

 daher ist es wichtig, das Gesundheitspersonal zu informieren und aktiv nach Fällen zu suchen.

Mit einer Covid-19-Infektion vereinbare Symptome bei Betagten:

  • Fieber oder Hypothermie
  • Asthenie, Verschlechterung des Allgemeinzustandes
  • Verwirrtheit
  • Tachykardie, arterielle Hypotonie
  • Sturz
  • dekompensierte Komorbidität
  • Diarrhö/Emesis

Beprobungskriterien

( 08.05.2020)

Eine labordiagnostische Abklärung wird bei symptomatischen Personen, welche die
Verdachtskriterien erfüllen, empfohlen.

Bei geringer Verfügbarkeit von Tests wird empfohlen, prioritär die Personen zu testen, welche die klinischen Verdachtskriterien und mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Hospitalisierte Personen, unabhängig von der Schwere der Symptome.
  • Besonders gefährdete Personen (> 65 Jahre, Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankung, chronische Atemwegserkrankung, Immunsuppression, Krebs).
  • (Gesundheits-)Personal in direktem Kontakt (< 2 m während > 15 Minuten) mit Patienten bzw. Bewohnern in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie anderen sozialmedizinischen Institutionen (z.B. Institutionen für Menschen mit Behinderung).

 

Die Kantonsärztinnen können Tests von asymptomatischen Personen in Spitälern und Pflegeheimen anordnen, wenn dies zur Vorbeubeugung oder Kontrolle der Virusverbreitung innerhalb der Einrichtung gerechtfertigt ist.

Gesundheitsfachpersonen finden die aktuellen Richtlinien hier

Durchführung des Nasen-Rachen-Abstrichs

In Zusammenarbeit mit