Mittelalterliche Texte edieren und interpretieren heute. De vertigine indagationis scientificae… 

Der angebotene Kurs soll es den Doktorierenden der Mediävistik ermöglichen, ihre Arbeitskenntnisse zu erweitern und sich Kompetenzen bei der Erarbeitung ihrer Doktorarbeit zu erwerben. Auch soll dezidiert der interdisziplinäre Dialog geschult werden, denn die Teilnehmenden sind Vertreter verschiedener geisteswissenschaftlicher Fächer wie Geschichte, Philosophie, Kunstgeschichte, lateinische und volkssprachige Literaturen und Philologien, Paläographie und Kodikologie, Musik- und Liturgiewissenschaften.

 

Die Teilnehmenden sind dazu eingeladen, sehr konkret über technische und praktische Aspekte ihre Arbeit mit mittelalterlichen Quellentexten zu berichten, ohne hierbei die theoretische und methodologische Dimension auszuklammern, oder jene Unsicherheiten, mit denen sie selbst in ihrer Forschung konfrontiert sind. Die Veranstaltung soll es den Doktorierenden zudem gestatten, diverse Arbeitsaspekte kennenzulernen, die für alle hier vertretenen Fächer gleichermassen von Bedeutung sind, wie z. B. Quellensichtung, Analyse von Manuskripttraditionen, Digitalisierung, Edition, Redaktion und Publikation.

 

Wer sich einem Promotionsvorhaben widmet, wird zwangsläufig mit bereits abgeschlossenen Forschungsarbeiten in Form publizierter Texte und etablierter Forschungsergebnisse konfrontiert sein. Beim Angehen eines eigenen Forschungsvorhabens stellen sich jedoch schnell Unsicherheiten angesichts diverser und unerwartet sich auftuender Schwierigkeiten bei Forschung und Ausarbeitung ein. Daher liegt ein Hauptaugenmerk unseres Zusammentreffens auf genau jenen unvorhergesehenen Aspekten bei der Recherche, die mit etablierten Wissenschaftlern diskutiert werden sollen.

 

 

Das Programm umfasst Vorträge der eingeladenen Experten, Präsentationen von Arbeiten der Doktoranden und methodologische Reflexionen. Der Kurs lädt überdies zu fachlichen Debatten und zu konstruktivem Austausch im Rahmen persönlicher Gespräche zwischen den Experten und den Graduierten ein.

 

Dieser 8. Graduiertenkurs wird vom Mediävistischen Institut der Universität Freiburg in Zusammenarbeit mit der Doktoratsschule Mediäivistik der CUSO organisiert. Die Arbeitssprachen sind Französisch, Deutsch, Englisch und Italienisch. Schweizer Doktorierende, die eine Doktorarbeit in den erwähnten Fachbereichen vorbereiten sind zur Teilnahme eingeladen. Zudem sind Plätze für Doktorierende aus dem Ausland vorgesehen.