Neues Testament: Exegese NT: Der Römerbrief (II). Hauptvorlesung.
UE-TTH.00135

Dozenten-innen: Schumacher Thomas
Kursus: Master
Art der Unterrichtseinheit: Vorlesung
ECTS: 3
Sprache-n: Deutsch
Semester: SA-2018

Der Brief des Apostels Paulus an die christliche Gemeinde von Rom nimmt in mehrerlei Hinsicht eine Sonderstellung unter den Paulusbriefen ein: Er ist nicht nur der längste Paulusbrief, sondern wohl auch derjenige, in dem der Apostel am wenigsten auf aktuelle Gemeindekonflikte reagiert. Paulus entfaltet hier vielmehr systematisch die Grundzüge seiner Theologie, um sie der christlichen Gemeinde von Rom vorzulegen und zugleich seinen ersten Besuch in der Hauptstadt des Imperium Romanum damit vorzubereiten. Der Brief wurde deshalb auch als Vermächtnis des Paulus bezeichnet, was nicht zuletzt auch die breite Rezeption dieses Schreibens in der Geschichte des Christentums erklärt. Die Vorlesung stellt den zweiten Teil eines zweisemestrigen Zyklus dar und zeichnet Grundzüge der theologischen Argumentation in Röm 9–16 nach.


Lernziele

Den Römerbrief im Rahmen der paulinischen Biographie verorten und die Besonderheiten der Adressatengemeinde einschätzen.

Die Spezifika dieses Schreibens benennen und theologisch einordnen.

Die Argumentationsführung des Briefes nachzeichnen und exegetische Probleme diskutieren.


Dokumentation

Baumert, Norbert, Christus – Hochform von ‚Gesetz‘. Übersetzung und Auslegung des Römerbriefs (Paulus neu gelesen), Würzburg 2012.

Haacker, Klaus, Der Brief des Paulus an die Römer (ThHK 6), Leipzig  32006.

Lampe, Peter, Die stadtrömischen Christen in den ersten beiden Jahrhunderten (WUNT II/18), Tübingen 21989.

Theobald, Michael, Der Römerbrief (EdF 294), Darmstadt 2000.

Theobald, Michael, Römerbrief (2 Bände) (SKK 6/1-2), Stuttgart 1992/1993.

Wilckens, Ulrich, Der Brief an die Römer (3 Bände) (EKK VI,1-3), Zürich u.a. 1978–1982.

Zeller, Dieter, Der Brief an die Römer (RNT), Regensburg 1985.