Forschungsschwerpunkte

Allgemeine Erziehungswissenschaft – Schwerpunkt Globalisierung und Bildung

Erziehung und Bildung gelten heute als Schlüsselfaktoren für Wandel und Wohlstand und gewinnen in der öffentlichen Diskussion zunehmend an Bedeutung. Am Lehrstuhl "Allgemeine Pädagogik" werden Wechselwirkungen von gesellschaftlichen Transformationsprozessen und Bildung untersucht. Folgende Fragen bilden den Horizont unserer Forschungen:

Pädagogisches Wissen
Wie verändern sich pädagogisches Wissen und ihre Wissenschaft? Wer sind die bestimmenden Akteure und Akteurinnen? Wie verändern sich Forschungsbereiche, Erkenntnisinteressen und Epistemologien?

Deutungsmuster
Wie verändern sich Deutungsmuster, die unser Handeln legitimieren? Welche Deutungsmuster setzen sich als dominant durch und welche Gegenbewegungen lassen sich ausmachen?

Handlungsfähigkeit
Was bedeutet dies für die Handlungsfähigkeit von Individuen, Gruppen und soziale Bewegungen?

Wir verstehen Erziehung und Bildung als fait social. In diesem Sinn ist Erziehungswissenschaft kritische Gesellschaftstheorie, welche die Reproduktion der Gesellschaft und Möglichkeiten der Veränderung untersucht. Besonderes Augenmerk gilt dabei Strukturkategorien wie race, class und gender, denen für die Regulation und Reorganisation von Macht- und Herrschaftsverhältnissen besondere Bedeutung zukommt

Wissenschaftliches Personal

Bildungsforschung – Schwerpunkt Sozialisation und Entwicklung in Kindheit und Jugend

Bildungsforschung ist ein transversales, disziplin- und methodenübergreifendes Forschungsfeld, das sich im weitesten Sinne mit den Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen von gesellschaftlich organisierten Prozessen der Personenveränderung befasst. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit neben der Struktur, Organisation und politischen Ökonomie von Bildung auch auf die Logiken ihrer diskursiven Programmierung und professionellen Gestaltung. Die Forschungsaktivitäten und das Lehrangebot des Arbeitsbereichs positionieren sich in diesem Forschungsfeld mit einer lebensphasenbezogenen Perspektive erziehungswissenschaftlicher Forschung. Sie rückt die zeitgenössischen Bedingungen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen ins Blickfeld und analysiert sie im Kontext ihrer pädagogischen Institutionalisierung. Die Frage, wie Bildung geschieht, wird dabei zurückgebunden an die Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit ihrer sozialwissenschaftlichen Beobachtung als Prozess der Vergesellschaftung nachwachsender Generationen. Der Arbeitsbereich nutzt zur Realisierung dieses Programms unterschiedliche Ressourcen erziehungswissenschaftlicher Wissensproduktion: Neben einer theoretisch ambitionierten empirischen Forschung steht dabei auch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Verfahren, Methodologien und Epistemologien der qualitativen sowie quantitativen Sozialforschung im Mittelpunkt.

Wissenschaftliches Personal