MA-Seminar: Das Laokoon-Paradigma. Künste und ihre Medien
UE-L01.01862

Dozenten-innen: Alloa Emmanuel
Kursus: Master
Art der Unterrichtseinheit: Seminar
ECTS: 3
Sprache-n: Deutsch
Semester: SP-2020

1766 veröffentlich G.E. Lessing seine Schrift Laokoon oder Über die Grenzen der Malerei und Poesie. Die Schrift, in der Lessing eine systematische Theorie der Definition von bildenden Künsten und Dichtung vornimmt, und zwar auf Grundlage ihres je eigenen Mediums und dessen Charakteristika, wirft bis heute ihren Schatten auf die Diskussionen über Kunst. In der Laokoon-Schrift wird so etwa die einflussreiche These von der Differenz zwischen Raumkünsten (Malerei, Skulptur etc.) und Zeitkünsten (Poesie, Theater, Musik etc.) aufgestellt. Im Seminar werden die wichtigen Stationen dieser Debatte vom 18.-21. Jahrhundert rekonstruiert, und deren Relevanz für heutige Kunstdiskurse herausgestellt. Durch das Prisma dieses Laookoon-Paradigmas hindurch geht es allgemein um die Frage nach dem Verhältnis von Künsten und ihren jeweiligen Medien.


Lernziele

Einarbeitung oder Vertiefung im Feld der Kunstphilosophie; Schärfung der eigenen Begriffsarbeit; Übung in der eigenen philosophischen Ausdrucksfähigkeit (schriftlich wie mündlich)

 


Dokumentation

 

Die vollständigen Seminartexte werden auf  Moodle zur Verfügung gestellt

Zur Vorbereitung:

G.E. Lessing, Laokoon oder Über die Grenzen der Malerei und Poesie, Leipzig, Reclam, 2012.

Clement Greenberg, «Towards a New Laocoon” (1940) in Collected Essays and Criticism, Chicago, University of Chicago Press, 1986, vol. 1: 34-35.