Kooperatives Doktoratsprogramm der Universität Freiburg und der Fachhochschule Nordwestschweiz

Das «Kooperative Doktoratsprogramm Soziale Arbeit und Sozialpolitik» der Universität Freiburg/CH und der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW bietet eine Doktoratsausbildung im Bereich der Sozialen Arbeit.

Das Programm antwortet auf den anerkannten Bedarf, Absolventinnen und Absolventen von Master-Studien in Sozialer Arbeit an Fachhochschulen eine Doktoratsausbildung (PhD) in Sozialer Arbeit zu fördern. Das Programm wird von swissuniversities finanziell unterstützt.

Das Programm ist forschungszentriert und interdisziplinär ausgerichtet. Es vermittelt theoretisches und empirisches Wissen, methodische Kenntnisse sowie wissenschaftspraktische Kompetenzen zur Bearbeitung von originären wissenschaftlichen Fragestellungen in den Themengebieten der Sozialen Arbeit, Sozialpolitik und der Sonderpädagogik. Es unterstützt die Promovierenden lernprozessorientiert und eröffnet ihnen Gelegenheiten, sich mit anderen Promovierenden auszutauschen, sich national wie international zu vernetzen und sich an nationalen wie internationalen Forschungsdebatten zu beteiligen.

  • Thematischer Fokus

    Das Programm ist auf Themen der Sozialen Arbeit und Sozialpolitik ausgerichtet. Neben Fragestellungen, die auf nationale oder lokale Kontexte fokussieren, sind auch internationale und transnationale Themen willkommen. Dem Programm liegt ein weites Verständnis von Sozialer Arbeit zugrunde und es ist offen für eine breite Palette von Fragestellungen:

    • Soziale Arbeit und Zusammenhänge von sozialer Ungleichheit, Bildung und gesellschaftlicher Transformation
    • Angebote der Sozialen Arbeit, ihre Implementation, Effekte und Auswirkungen
    • Einbettung professionellen Handelns in organisationale Kontexte, sozialpolitische Leistungsstrukturen und wohlfahrtsstaatliche Regime
  • Zielgruppe

    Das Programm richtet sich an Personen, die mit einem Doktorat eine Expertise in Sozialer Arbeit und verwandten Gebieten erwerben möchten, sich für Forschung qualifizieren wollen und anstreben, anspruchsvolle Aufgaben zu übernehmen in:

    • Forschung und Lehre an Hochschulen
    • Institutionen ausserhalb von Hochschulen, die im Bereich der Sozialen Arbeit und Sozialpolitik Forschung betreiben
    • Organisationen im Sozial-, Gesundheits- und erweiterten Bildungssystem, die eigene Forschungserfahrung und research literacy voraussetzen
  • Zulassung: Grundsätze

    Am Programm können Personen teilnehmen, die zum Doktorat an der Philosophischen Fakultät der Universität Freiburg zugelassen sind oder propädeutische Leistungen vor dem Doktorat erbringen (Vordoktorat). Die Zulassung zum Doktorat erfolgt unter der Regie der Universität Freiburg.

    Weitere Informationen

    Über die Aufnahme in das «Kooperative Doktoratsprogramm Soziale Arbeit und Sozialpolitik» entscheidet die wissenschaftliche Leitung des Programms.

  • Zulassung: Vorgehen für die Bewerbung zum Programm
    • Am Programm interessierte Personen (mit Fachhochschulabschluss oder Abschluss einer Pädagogischen Hochschule oder einer Universität) richten ihre Bewerbung in elektronischer Form per E-Mail an unifr-fhnw-doktorat@unifr.ch. Pro Jahr gibt es zwei mögliche Einreichetermine: bis 30. Juni oder bis 31. Dezember.
    • Bewerbungen enthalten ein CV mit Angaben zu Bildungsabschlüssen, Berufspositionen, die Master Thesis, ggf. Publikationen und wissenschaftliche Vorträge sowie eine Skizze des geplanten Promotionsvorhabens mit Aussagen zum Begründungszusammenhang, zur leitenden Fragestellung, zu wichtigen Theoriebezügen und der methodischen Umsetzung im Rahmen von 2-5 Seiten.
    • Die wissenschaftliche Leitung des Programms lädt die Bewerberinnen und Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch ein. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen das Promotionsvorhaben, die wissenschaftlichen Kenntnisse und Vorerfahrungen der Bewerberinnen und Bewerber sowie die Angebote des Doktoratsprogramms.
    • Auf der Grundlage des Vorstellungsgesprächs und der eingereichten Dokumente erhalten die Bewerberinnen und Bewerber eine Rückmeldung. Darin hält die wissenschaftliche Leitung fest, ob die Bewerberin oder der Bewerber zu einer Teilnahme im Programm eingeladen werden. Weiter informieren der Vertreter, die Vertreterin der Universität Freiburg in der wissenschaftlichen Leitung darüber, ob der Zulassungsprozess zum Doktorat initiiert werden kann.
    • Im Rahmen des Verfahrens zur Zulassung zum Doktorat können propädeutische Auflagen gestellt werden (Erwerb oder Weiterentwicklung wissenschaftlicher Kenntnisse und Kompetenzen, die in Bezug auf das Promotionsvorhaben bedeutsam sind).
  • Programmstruktur

    Jährlich werden zwei Kolloquien (je 1 Tag) und ein Workshop (1.5 Tage) angeboten.

    Kolloquien
    Kolloquien dienen primär dem Austausch und der Vernetzung der Promovierenden untereinander sowie mit erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Promovierende erweitern ihre Fähigkeiten, die Forschungsweise darzustellen, zu begründen und kritisch zu reflektieren. Sie üben sich darin, sich konstruktiv und kritisch in disziplinäre wissenschaftliche Debatten einzubringen und inter- beziehungsweise transdisziplinäre Dialoge auf wissenschaftlichen Grundlagen zu führen. Kolloquien dienen weiter dem Erwerb der Fähigkeit, eigene Ideen und Forschungsresultate sowohl in die scientific community wie in die professional community einzubringen und die Relevanz von Fragen und Resultaten aus der Forschung für die Praxis und Gesellschaft aufzuzeigen.

    Workshops
    In Workshops werden Expertinnen und Experten zu spezifischen Themen eingeladen. Im Mittelpunkt eines Workshops stehen wichtige Theoriepositionen oder aktuelle theoretische Entwicklungen ebenso wie forschungsmethodische Ansätze oder methodische Innovationen. Workshops können dazu genutzt werden, theoretische oder forschungsmethodische Sicherheit zu gewinnen und den Horizont über die eigene gewählte Forschungsthematik hinaus zu erweitern. Methodisch ausgerichtete Workshops dienen darüber hinaus dem Ziel, methodische Lücken zu schliessen, und tragen zur Sicherung der forschungsmethodischen Qualität der Dissertationen bei.

  • Wissenschaftliche Leitung