Esma Isis-Arnautovic, M.A.

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CRI 02 - Büro 3.132
Rue du Criblet 13
CH-1700 Fribourg 

  • Studium

    Esma Isis-Arnautovic absolvierte ihr Studium in Islamic and Middle Eastern Studies, Islamic Studies and Oriental Literatures sowie Medien- und Kommunikationswissenschaft an den Universitäten Fribourg und Bern und schloss 2014 mit dem Master ab. Seit Januar 2015 ist sie als Diplomassistentin am Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft tätig.

  • Dissertationsprojekt

    „Der Mensch aus offenbarungstheologischer Perspektive – Annäherungen an eine theologische Anthropologie im Islam“

    Im zeitgenössischen Diskurs beklagen muslimische Theologen vermehrt, dass sich die derzeitige, theozentrisch ausgerichtete, islamische Theologie von den Lebensumständen der Menschen abgekapselt habe und deren Anfragen nicht mehr befriedige. Darin verbirgt sich der Ruf nach einer theologischen Reflexion, die den Menschen wieder bewusst in den Fokus rückt und unterschiedliche Dimensionen seines Daseins thematisiert. In den bisherigen Auseinandersetzungen mit anthropologischen Fragestellungen dominierten vornehmlich zwei Zugangsweisen: Einerseits Arbeiten, die in der Sunna ansetzen, um ethisch-normativ Verhaltensweisen und Ideale anhand der Lebensweise des Propheten zu rekonstruieren. Andererseits historisch-exegetischen Arbeiten, welche das hermeneutische Verständnis einzelner Begriffe und Konzepte wie nafs, ruh oder fitra aus dem Koran in den Vordergrund rückten. Dieses Forschungsprojekt versucht nun, eine Brücke zu schlagen, indem es den Fokus auf den Offenbarungsprozess als strukturelles Bindeglied zwischen den Koraninhalten einerseits und der Sunna andererseits legt. An dieser Schnittstelle geht es aus einer systematischen Perspektive um die Rolle des Menschen im Offenbarungsprozess. Insofern der Mensch aktiv als Empfänger und Angesprochener der Offenbarung auftritt und deren Inhalte darüber hinaus als Aussprechender rezitierend wiedergibt, kommt hier eine Dialektik zu tragen, welche die Beziehung zwischen Gott und Mensch abbildet. Daraus ergeben sich unterschiedliche anthropologische Implikationen und Konsequenzen, die in diesem Forschungsprojekt aufgegriffen und diskutiert werden.