Psychologische Thematiken 

Sind Sie von einem der folgenden Themen betroffen und möchten mehr darüber wissen? Untenstehend finden Sie eine Auswahl von verschiedenen Schwierigkeiten, von denen Studierende betroffen sein können. Die Liste ist nicht abschliessend, die Themen werden kurz beschrieben und Lösungsansätze aufgezeigt. Für eine weitere, persönliche Abklärung, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

  • Soziale Ängste

    Löst bei Ihnen nur schon der Gedanke, vor mehreren Leuten sprechen zu müssen, grossen Stress aus? Fürchten Sie sich davor, dem Blick anderer Leute ausgesetzt zu sein? Fühlen Sie sich deshalb völlig unfähig, bei einer Gruppenarbeit mitzumachen?

    Wenn eine Person unter sozialen Ängsten leidet, ist dies viel mehr als nur ein Gefühl von Schüchternheit und Introvertiertheit. Situationen, die für andere ganz normal sind, lösen Panik aus. Während spezifische Phobien (wie z.B. eine Spinnenphobie) in der Bevölkerung realtiv gut bekannt sind und gut verstanden werden, sind soziale Phobien weniger bekannt. Menschen mit sozialen Phobien können bei bestimmten Situationen wie z.B. vor anderen Menschen zu essen, Bus zu fahren oder einen vollen Vorlesungssaal zu besuchen, panikartige Angstzustände erleben. Dies führt dazu, dass solche Situationen immer mehr gemieden werden, was zu grossen Schwierigkeiten im Sozial- aber auch Berufsleben und Studienalltag führen kann.

    Was kann ich tun?

    Mit Hilfe eines Therapeuten lernen Sie, wie soziale Ängste funktionieren und identifizieren die Situationen, die bei Ihnen Ängste auslösen und aufrechterhalten. Anschliessend stellen Sie sich diese Situationen vor, um dann langsam, schrittweise und mit der Hilfe des Therapeuten diese Situationen zu konfrontieren. So lernen Sie bzw. Ihr Hirn, dass die Situation nicht gefährlich ist und allmählich können Sie Ihre eigenen negativen Gedankenmuster auflösen, bis die früher angstauslösenden Situationen gut zu bewältigen sind.

    Die psychologische Studierendenberatung bietet regelmässig Workshops zu diesem Thema an. Mehr Infos finden Sie hier

     

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  • Essstörungen

    Denken Sie ständig ans Essen, haben Sie das Gefühl, die Kontrolle über das, was Sie essen, zu verlieren? Zählen Sie alle Kalorien, die Sie zu sich nehmen? Sind Sie überhaupt nicht zufrieden mit Ihrem Körper? Dann könnten dies Anzeichen sein, dass Sie unter einer Essstörung leiden.

    Anorexie oder Magersucht zeichnet sich durch eine zwanghafte Angst aus, an Gewicht zuzunehmen, obwohl man über einen klar unterdurchschnittlichen BMI verfügt. Lebensmittel werden systematisch auf ihren Kaloriengehalt überprüft, es wird sehr viel physische Aktivität betrieben, um noch mehr Kalorien zu verbrennen.

    Bulimie oder Essbrechsucht zeichnet sich durch Essattacken aus, bei denen in kurzer Zeit sehr viel Nahrung aufgenommen wird, gefolgt von Gefühlen des Kontrollverlusts, Schuld- und Schamgefühlen, mit anschliessendem Kompensationsverhalten wie Erbrechen, intensivem Sport oder der Einnahme von Abführmitteln. Die Gedanken kreisen ständig um Körper und Körpergewicht.

    Was kann ich tun?

    Mit Hilfe eines Therapeuten lernen Sie, wie Ihre Essstörung funktioniert, welche Situationen diese auslösen und aufrechterhalten. Eine wichtige Phase besteht in der Selbstbeobachtung Ihres Essverhaltens – was haben Sie wann gegessen, was haben Sie in diesem Moment gedacht und gefühlt? – bevor Sie mit Hilfe eines Therapeuten versuchen, schrittweise Veränderungen einzuführen. Die psychologische Beratung kann durch eine Ernährungsberatung ergänzt werden.

    Hinweis: Da keiner unserer Therapeuten auf das Thema Essstörungen spezialisiert ist und bei dieser Thematik eine längerfristige Begleitung, als sie unsere Beratungsstelle anbieten kann, sinnvoll ist, verweisen wir Sie gerne auf folgendes Angebot in der Stadt Freiburg (bitte Kostenübernahme mit Ihrer Krankenkasse abklären, häufig übernimmt die Grundversicherung die Kosten, wenn die Therapie vom Hausarzt verordnet wurde).

    Praxis Matrix Nutrition

    Netzwerk Ceptade

     

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    Netzwerk Essstörungen

  • Depression

    Sind Sie einfach nur traurig und niedergeschlagen, kommen am Morgen kaum aus dem Bett und fragen sich ständig, ob das alles noch Sinn hat? Sie haben zu nichts Lust? Ob bei kurzfristigen depressiven Verstimmungen bis hin zu schweren Depressionen mit Selbstmordgedanken, ist es wichtig, dass Sie sich Hilfe suchen. Gespräche mit einer Psychologin/einem Psychologen können Ihnen dabei helfen, wieder schrittweise Freude am Leben zu erlangen.

    Was kann ich tun?

    Eine Psychotherapie, mit oder ohne Medikation, kann Ihnen dabei helfen, aus Ihrer Depression heraus zu finden, sich besser zu fühlen und Ihre Krankheit zu besiegen. Bei einer Depression ist es sehr hilfreich und wichtig, soziale Kontakte aufrecht zu halten und zu pflegen, seinen Tagesablauf zu strukturieren, sich regelmässig sportlich zu betätigen und sich erreichbare, realistische und positive Ziele zu setzen. Sollten Sie sofort Hilfe brauchen oder keine Lösung mehr sehen, dann rufen Sie die Dargebotene Hand (Tel. 143) oder in Notfällen eine Ambulanz (Tel. 144).

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  • Schlafstörungen

    Können Sie abends kaum einschlafen? Liegen Sie in Ihrem Bett und sagen sich, wie wichtig es doch wäre jetzt zu schlafen und schaffen es trotzdem nicht? Und wenn Sie dann endlich eingeschlafen sind, schlafen Sie nicht tief, sondern erwachen mehrmals bis zum Morgen?

    Leider wird es am nächsten Abend nicht besser und es nützt auch nichts, dass Sie am Morgen todmüde aufgestanden sind. Sie haben Mühe, konzentriert durch den Tag zu gehen. Paradoxerweise wird es schwieriger einzuschlafen, je mehr Sie daran denken.

    Was kann ich tun ?

    Neben einer Psychotherapie hilft bereits eine gute Schlafhygienie für eine Verbesserung der Schlafqualität. Beachten Sie z.B. folgende Punkte:

    • Essen Sie etwas Leichtes zu Abend
    • Machen Sie 2 bis 3 Stunden vor dem Schlafengehen keinen Sport.
    • Trinken Sie keine koffein-/theinhaltigen Getränke, Alkohol oder Drogen gegen Ende des Tages.
    • Meiden Sie Bildschirme (Fernseher, Handy, Tablet) vor dem Schlafengehen.
    • Pflegen Sie ein kurzes Ritual vor dem Schlafengehen (z.B. lesen).
    • Stehen Sie jeden Morgen zur selben Zeit auf.
    • Sollten Sie grosse Schwierigkeiten haben, am Abend einzuschlafen: bleiben Sie nicht unruhig im Bett liegen, sondern stehen Sie auf.
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  • Prokrastination

    Wir alle schieben auf, was uns keinen Spass macht und was vielleicht warten kann. Durch das oft sehr freie Lernen an der Uni kann dies bei Studierenden aber zum Problem werden. Geht es Ihnen auch oft so, dass Sie sich täglich vornehmen, heute mit dem Lernen oder dem Schreiben einer Arbeit zu beginnen und es dann doch auf den nächsten Tag verschieben? Quält Sie oft das schlechte Gewissen oder wissen Sie bei grösseren Arbeiten einfach nicht, wie Sie es anpacken oder wo Sie beginnen sollen? Und irgendwann sehen Sie nur noch diesen grossen, unbezwingbaren Berg Arbeit und die mit Schrecken näher kommenden Abgabetermine…

    Was kann ich tun ?

    Es gibt eine Möglichkeit, diesem Teufelskreislauf zu entrinnen. Mit der Unterstützung eines Therapeuten können Sie lernen, wie Sie Ihren Tag strukturieren, wie Sie lernen zu lernen und sich zu organisieren. In anfänglich kleinen Schritten und kurzen Lerneinheiten, kommen Sie wieder in den Genuss, Ihre Ziele zu erreichen. 

    Die psychologische Studierendenberatung bietet regelmässig Gruppenkurse zu diesem Thema an. Mehr Infos finden Sie hier.

     

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Andere Themen 

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Die psychologische Studierendenberatung der Universität Freiburg kann nur Studierende annehmen, die an der Universität Freiburg immatrikuliert sind. Sollten Sie an einer anderen Universität immatrikuliert sein, wenden Sie sich bitte an den entsprechenden Dienst.