Master LDS I

Aufbauend auf den im Bachelorstudium erworbenen erziehungs- und fachwissenschaftlichen Grundlagen sieht das Masterstudium eine Vertiefung dieser Kenntnisse und deren Transfer in die Berufspraxis vor:

  • Im Mittelpunkt stehen erziehungswissenschaftliche Veranstaltungen und solche zur Berufshinführung (42 ECTS-Kreditpunkte),
  • die mit praktischen Einsätzen koordiniert sind (18 ECTS-Kreditpunkte). Das Ziel ist die Vermittlung beruflicher Kompetenzen, die zum zeitgemässen Unterrichten auf der Sekundarstufe I erforderlich sind.
  • Zum Masterstudium gehört zudem das Verfassen und Verteidigen der Masterarbeit (30 ECTS-Kreditpunkte).

Der Masterstudiengang führt zum Titel „Master of Arts für den Unterricht auf der Sekundarstufe I“.

  • Zulassung

    Die Voraussetzung für das Masterstudium für den Unterricht auf der Sekundarstufe I ist der Bachelorstudiengang der Universität Freiburg wie unter „Bachelorstudium“ beschrieben.

    Folgende Personen können ausserdem zum Master für den Unterricht auf der Sekundarstufe I zugelassen werden, müssen jedoch beim Dekanat der Philosophischen Fakultät ein Gesuch einreichen:

    • Studierende mit einem Bachelor für den Unterricht auf der Sekundarstufe I einer Pädagogischen Hochschule oder
    • Studierende mit einem Fach-Bachelor (in zwei Unterrichtsfächern).

    Aufgrund des Ausbildungsdossiers wird entschieden, in welchem Umfang Vorleistungen angerechnet werden können und welche Leistungen nachzuholen sind. Allenfalls kann die Studienleitung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung zusätzlich ein Abklärungsgespräch beantragen.

  • Erziehungswissenschaftliche Ausbildung

    Der erziehungswissenschaftliche Ausbildungsteil des Masters ist modular gestaltet. Dabei steht das Lehren und Lernen im Zentrum; gleichzeitig denken die Studierenden aber auch über die Schule und die Rolle der Schule in der Gesellschaft nach. Des Weiteren besuchen die Studierenden Seminare und Kolloquien, die sie auf das Verfassen der Masterarbeit vorbereiten.

    Während des Masterstudiums wechseln sich erziehungswissenschaftliche Veranstaltungen an der Universität Freiburg mit praktischen Einsätzen an Schulen der Sekundarstufe I ab. Dieser Wechsel hilft, theoretische Konzepte umzusetzen und so ihre Relevanz zu erkennen.

  • Berufspraktische Ausbildung und Lehrprobe

    Im berufspraktischen Teil der Ausbildung finden im Masterstudium drei Praktika statt: Berufspraktikum I, II und III.

    • Das vierwöchige Berufspraktikum I findet zwischen dem ersten und zweiten Semester des Masterstudiums statt. Der Schwerpunkt liegt auf der didaktisch-methodischen Gestaltung von Lernumgebungen sowie dem Diagnostizieren und differenzierten Unterstützen von Lernen.
    • Der Schwerpunkt des Berufspraktikums II liegt auf der Klassenführung. Das Berufspraktikum II findet im Anschluss an das Berufspraktikum I statt. Die Studierenden unterrichten dieselben Fächer und dieselben Klassen wie im Berufspraktikum I. Das Praktikum dauert eine Woche.
    • Das vierwöchige Berufspraktikum III findet zwischen dem zweiten und dritten Semester des Masterstudiums statt. Zentral sind die selbständige Planung und Durchführung von Unterricht. Dieses Praktikum muss auf einer anderen Leistungsstufe der Sekundarstufe I als das Berufspraktikum I und II absolviert werden. Es ist erwünscht, dass sich die Studierenden an schulischen Anlässen ausserhalb des Schulzimmers beteiligen.

    Innerhalb des Berufspraktikums III findet die berufspraktische Abschlussprüfung (Lehrprobe) statt. Dabei steht der Unterricht im Mittelpunkt; relevant sind aber auch die Planung desselben und die Reflexion zu der gehaltenen Stunde.

  • Übersicht über die Module der erziehungswissenschaftlichen und berufspraktischen Ausbildung
  • Masterarbeit und Verteidigung

    Die Masterprüfung erfordert eine Studienleistung von 30 ECTS-Kreditpunkten. Sie besteht aus dem Verfassen einer Arbeit und deren Verteidigung.

    Die Masterarbeit ist eine eigenständige, wissenschaftlich fundierte Forschungsarbeit, die einen klar erkennbaren Berufsfeldbezug zur Sekundarstufe I sowie einen empirischen Teil beinhaltet, in dem systematisch Daten zur Unterrichtsrealität erhoben und ausgewertet werden. Es werden drei Grundformen von Masterarbeiten unterschieden:

    • Typ I: Theoriebasierte Entwicklung und Erprobung von Materialien für den Unterricht
    • Typ II: Theoriebasierte Reflexion und iterative Entwicklung des eigenen Unterrichtsverhaltens
    • Typ III: Theoriebasierte Analyse von Unterrichts- und Schulrealität

    Masterarbeiten können auch im Rahmen von laufenden Forschungsprojekten verfasst werden.

    Das Verfassen der Masterarbeit unterstützt die Erreichung der folgenden Ausbildungsziele:

    • Grundlegendes Verständnis und Einsicht in die wissenschaftliche Gewinnung von professionsrelevantem Wissen
    • Erwerb von Kompetenzen zur Nutzung von wissenschaftlichem Wissen zur Analyse und Weiterentwicklung der eigenen Unterrichtspraxis
    • Anwendung elementarer empirischer Methoden zur Erforschung und Evaluation eigener Erziehungs- und Unterrichtspraxis

    Bei der Planung und Durchführung der Masterarbeit werden die Studierenden durch Mitarbeitende der Abteilung Lehrerinnen- und Lehrerbildung unterstützt.