ÖSTERREICH

Eignungstest 2006-2012

Der EMS wurde am 6. Juli 2012 zum siebten und letzten Mal gemeinsam mit den Medizinischen Universitäten Innsbruck und Wien durchgeführt. Für Zahnmedizin fand dabei erstmals ein Kurztest EMS-Z mit 7 Aufgabengruppen des EMS statt.


Fragen zur Anwendung des EMS in Österreich werden in jährlichen Berichten behandelt (rechts unten in der Berichtsübericht).


In den Jahren 2006 bis 2012 haben insgesamt 36.518 Personen den EMS in Innsbruck und Wien absolviert. Der Schweizer Kooperationspartner hat die Bereitstellung weiterer Versionen ab 2013 eingestellt und den Kooperationsvertrag gekündigt. Gründe waren, dass in Österreich ohne Koordinierung mit dem bisherigen Projekt EMS an einem neuen gesamtösterreichischen Zulassungstest gearbeitet wurde - sowie, 2012 die Ursachen der langjährig festgestellten Genderunterschiede (im EMS ebenso wie im Grazer Test vorhanden) zu einem fachlich nicht vertretbaren Ausgleichsverfahren an der Medizinischen Universität Wien führte, nachdem in den Vorjahren ein differenzierteres Vorgehen gewählt wurde und die Ursachen genauer analysiert worden sind und entsprechende Veränderungen eingeleitet worden sind.
Der EMS prognostizierte in Österreich Studieneignung genauso gut und fair wie in den anderen Ländern - der zum Bewerbungszeitpunkt festgestellte Genderunterschied entspricht objektiven Unterschieden beim Prüfungserfolg. Es wurde als Verdienst des EMS ngesehen, genderspezifische Defizite im österreichischen Bildungssystem mit aufgedeckt zu haben, deren Ursachen beispielsweise in Unterschieden bei Notenstrenge, naturwissenschaftlicher Orientierung und Förderung liegen. Jeder Test, der sich Eignungstest nennt, muss diese Unterschiede unverzerrt abbilden.
Die Abwägung zwischen einer Zulassung aufgrund der gleichen nachgewiesenen Eignung und einem Ausgleich für mögliche Nachteile ist legitim. Die Argumentation: "Es sind Genderdifferenzen da - also ist der Test unfair" griff zu kurz und fand zum Glück nur wenig öffentliche Akzeptanz.

Weitere Quellen: